Mittwoch, 9. August 2017

Heilige Teresa Benedicta vom Kreuz bitte für uns !

Heute feiert die Kirche den Tag der Hl. Teresa Benedicta vom Kreuz, die vor 75 Jahren, am 9.8. 1942 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde.
Wir übernehmen aus diesem Anlass den schönen Beitrag von Rorate Caeli.
Hier geht´s zum Original:    klicken

AD ORIENTEM
Die Heilige Benedicta: Das Kreuz und das Opfer sind im Osten.

                                   Teresia Benedicta vom Kreuz als Ordensfrau, angefertigt als Passfoto Ende 1938, kurz vor der Flucht nach Holland
                        Foto: wikicommons, gemeinfrei

Der 9. August 1942,  Vorabend des Hl. Laurentius, des gefeierten Märtyrers der Römischen Kirche, wird allgemein als letzter Tag der Hl.Teresa Benedicta vom Kreuz in dieser Welt  angesehen, Vor 75 Jahren waren sie und ihre Schwester Rosa im Auslieferungslager Westerbork (in den Niederlanden unter deutscher Besatzung) einen Zug mit Ziel General-Gouvernement im besetzten Polen eingestiegen, wo sie zusammen mit einer unbekannten Zahl anderer Gefangener ermordet werden und alle Spuren ihrer physischen Existenz vernichtet werden sollten.

Dem Kreuz hatte immer ihr Interesse und ihre Liebe gegolten, sogar schon, bevor sie beschloss in die Kirche einzutreten. Sühne, Leiden, sich selbst völlig zu unterwerfen, Verwüstung durch die Welt: Tod.
Ihr Kreuz erwartete sie im Osten. Hass, Brutalität und Böses mögen ihren Körper zerstört haben, aber ihre Seele wurde vom Erlöser aufgenommen.

Die Wächter, die durch die Stadt gehenm fanden mich; sie schlugen mich und verwundeten mich. Die Wächter der Mauernd nehmen mir meinen Schleier. Ich beschwöre euch, Ihr Töchter Jerusalems, findet Ihr meinen Geliebten, sagt ihm, daß ich vor Liebe vergehe.  

Herr: Dein Kopf ist wie Carmel und die Haare auf Deinem Kopf  wie der Purpur des Königs  

Deutschland ist ein wunderschönes Land. Und obwohl die Deutschen in diesen Tagen dazu neigen, in den warmen Augustwochen aus irgendwelchen Gründen ihr Land scharenweise zu verlassen, ist es nie schöner als im Sommer. Ein wahres Fest aller Grünschattierungen, dramatische Täler und Wälder und Hügel, die heller sind als je, die das helle Sonnenlicht wiederspiegeln.

Deutschland war die Heimat der Hl. Benedicta- Sie wurde in der sehr deutschen Stadt Breslau (jetzt in Polen) als Edith Stein im Oktober 1891 geboren. Seit vielen Jahren war sie am 6. und 7. August 1942 zum erstenmal seit vielen Jahren nach Deutschland zurückgekehrt,
Wurde ihr gestattet den einzigen Band ihres geliebten Breviers , den sie noch hatte, den größten Trost in diesen Tagen mitzunehmen? 
Konnte in den Zügen. die das Auslieferungslager Westerbork verließen die grünen Felder, den farbenreichen Himmel und Flüsse im August sehen? 
Konnte sie wenigstens im selben Wagen sein wie ihre Schwester Rosa sein? Konnten sie einander bei ihrer letzten Reise Kraft geben? 



Von Westen nach Osten durchquerten sie ihr Deutschland- weil es auch ihr Deutschland war. 
Sie durchquerten sogar auch ihr Schlesien, immer nach Osten. In den Osten deportiert: konnten sie erraten, was ihr Schicksal sein würde? 
War Schwester Benedicta sich bewußt, wohin sie geschickt wurde? War sie sich bewußt, daß das Märtyrerland Polen unter deutscher Besatzung  Zeuge ihres eigenen Todes werden würde? 

                        Aus dem "Testament" Schwester Benedictas


"Von diesem Augenblick an, akzeptiere ich den Tod, den Gott für mich vorgesehen hat und unterwerfe ich mich Seinem Heiligen Willen Seinem Allerheiligsten Willen. Ich bete zum Herrn, daß er mein Leben und meinen Tod zu seiner Ehre und Glorie annimmt-für alle Absichten des Allerheiligsten Herzens Jesu und Mariens und der Heiligen Kirche; besonders für die Erhaltung, Heiligung und Vervollkommnung unseres Hl. Ordens, besondersdes Karmels von Köln und von Echt, als Sühne für den Unglauben des Jüdischen Volkes , damit der Herr von den Seinen willkommen geheißen werden kann und daß sein Köigreich in Glorie kommt, zur Rettung Deutschlands und für den Frieden in der Welt und -zuletzt- für meine Verwandten, lebende wie verstorbene, und für alle, die Gott mir gegeben hat: daß keiner von ihnen verloren gehe."                  
                                                                                                                                      
Freitag, am Oktavtag zu Corpus Christi, 9. Juni, 1939 dem siebten Tag meiner spirituellen Exerzitien

In nomine Patris et Filli et Spritus Sancti
Sr. Teresa Benedicta a Crucem O.C.D.

Einer Sache kann man sich sicher sein: sie hatte bereits den Tod akzeptiert, dem eines Tages alle gegenüber stehen. Sie hat ihn akzeptiert, weil sie wußte, daß es eine Erlösung gab; für Katholiken " entspringt ewige Hoffnung" (Papst) weil die Hoffnung vom Kreuz kommt.

Kurz nach Beginn des Krieges : (meistens unter ihren autobiographischen Schriften veröffentlicht) 

"Die Welt brennt; der Kampf zwischen Christus und dem Antichrist ist in vollem Gange. Wenn du dich entscheidest für Christus zu kämpfen, kann es dich das Leben kosten. Deshalb überdenke deine Versprechen sehr genau...."
  
                     


Der Erlöser hängt am Kreuz, genau vor dir, wegen seines Gehorsams zum Tod und dem Tod am Kreuz. Er kam in die Welt, nicht um seinen Willen zu tun, sondern den Willen des Vaters.....

"Dein Erlöser hängt vor dir mit verwundetem Herzen. Er hat das Blut seines eigenen Herzens gegeben, um dein Herz zu bekommen. Wenn du ihm in heiliger Reinheit folgen willst, muß dein Herz frei sein von allen irdischen Wünschen und Gedanken....Die Arme des Gekreuzigten sind geöffnet, um dich an sein Herz zu ziehen. Er will dein Leben nehmen, um dir sein Leben anzubieten.
Ave crux, spes unica!

Die Welt brennt. Und das Feuer könnte auch dein eigenes Haus erreichen; aber hoch über uns, über allen Flammen, wird das Kreuz aufrecht stehen. Die Flammen können es nicht zerstören. Es ist der Weg von der Erde zum Himmel und wer immer es umarmt, glaubt, liebend, hoffend, bewegt sich nach oben zum Herzen der Dreieinigkeit.

Mit der Kraft des Kreuzes kannst du an allen Fronten an allen Orten wo es Bedrängnis gibt, sein.
Deine barmherzige Liebe, die Liebe des göttlichen Herzens, wird dich überall hin bringen, wo das köstliche Blut fließt, besänftigend, heilgend, rettend.

Die Augen des Gekreuzigten sehen dich an, nachdenklich, fragend. Wünschst du dein Gelübde zum Gekreuigten noch einmal zu abzulegen? Was willst du ihm sagen? "Herr zu wem sollen wir gehen? Du bist der, der die Worte des ewigen Lebens hat."

Ave Crux, spes unica!

Quelle: Rorate Caeli




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