Donnerstag, 8. Juni 2017

Zum Trost: Wohin soll ich mich wenden?

Peter Seewald schrieb irgendwo, er halte die wundervollen Kirchen die unsere Vorfahren gebaut haben, für eine Art steinernes Vermächtnis, dass uns helfen solle die geistig dürren Zeiten, in denen wir leben, auszuhalten.
Ich halte auch die Musik für ein solches Vermächtnis.







hier noch mal der Text

1. Wohin soll ich mich wenden,
Wenn Gram und Schmerz mich drücken ?
Wem künd' ich mein Entzücken,
Wenn freudig pocht mein Herz ?
Zu dir, zu dir, o Vater,
Komm' ich in Freud' und Leiden,
Du sendest ja die Freuden,
Du heilest jeden Schmerz.

2. Ach, wenn ich dich nicht hätte,
Was wär' mir Erd' und Himmel ?
Ein Bannort jede Stätte,
Ich selbst in Zufalls Hand.
Du bist's, der meinen Wegen
Ein sich'res Ziel verleihet,
Und Erd' und Himmel weihet
Zu süßem Heimatland.

3. Doch darf ich dir mich nahen,
Mit macher Schuld beladen ?
Wer auf der Erde Pfaden
Ist deinem Auge rein?
Mit kindlichem Vertrauen
Eil' ich in Vaters Arme,
Fleh' reuerfüllt: Erbarme,
Erbarm', o Herr, dich mein !

4. Süß ist dein Wort erschollen:
Zu mir, ihr Kummervollen!
Zu mir ! Ich will euch laben,
Euch nehmen Angst und Not.
Heil mir! Ich bin erquicket!
Heil mir! Ich darf entzücket
Mit Dank und Preis und Jubel

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