Mittwoch, 31. Mai 2017

Pfingstnovene 6. Tag

6. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist der Frömmigkeit
IN dir haben wir den Geist empfangen der uns zu Söhnen Gottes macht und dürfen
voll Freude rufen: Abba, lieber Vater!

allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen

P.S hier für Latienfans das Veni sancte Spiritus auf Latein

Veni, Sancte Spiritus,
Et emitte caelitus
Lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
Veni, dator munerum,
Veni, lumen cordium.

Consolator optime,
Dulcis hospes animae,
Dulce refrigerium.

In labore requies,
In aestu temperies,
In fletu solatium.

O lux beatissima,
Reple cordis intima
Tuorum fidelium.

Sine tuo numine
Nihil est in homine,
Nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
Riga quod est aridum,
Sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
Fove quod est frigidum,
Rege quod est devium.

Da tuis fidelibus
In te confidentibus
Sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
Da salutis exitum,
Da perenne gaudium



Dienstag, 30. Mai 2017

Fundstück - der ultimative Artikel zum DEKT

Eigentlich wollte ich ja auch was dazu schreiben. Schließlich war das vor langer Zeit auch mal meine Kirche - aber damals wussten die auch noch, was in der Bibel steht.

Umso mehr musste ich lachen, wenn mir mal einer der Kommentare über diese LutherParty in Berlin oder Wittenberg über den Weg lief. Das ging ja schon vor ein paar Monaten los, als sie z.B. via Klassikradio den "Kirchentag" beworben ... Man konnte sich also ausrechnen, dass das Interesse nicht so groß sein würde.
Die Prominenz aus Politik und Kirche war stark vertreten und auch die "Wichtigen" aus unserer Kirche sollen dort gesichtet worden sein ... Interessant war, dass sich alle etwas enttarnt haben. Und Dinge gesagt haben, die nicht sehr hilfreich waren. Mehr muss ich dann auch nicht mehr schreiben, denn das hat ein anderer gemacht - so gut, dass ich es sowieso nicht mehr toppen könnte:
Marco Gallina vom Löwenblog fasst die Ereignisse der letzten Tage gekonnt zusammen und gibt auch noch eine Biblische Erklärung dazu ab.

Viel Spaß also beim lesen und dazulernen.

Derweil kommt die folgende Meldung vom Tegernsee. Vielleicht sollte ich doch mal einen Ausflug dorthin machen:




Versuch über den Heiligen Geist

eigentlich schwebt mir schon länger ein Beitrag über den Heiligen Geist vor.
Nur leider habe auch ich mit dem Heiligen Geist so meine Schwierigkeiten, einfach weil ich nicht so genau sagen kann wer oder was er ist.
Ich meine, so von Gott her gedacht, ist es einfach was oder wer der Heilige Geist ist, weil, wenn wir denken, dass vor der Welt und vor der Zeit und eben nur Gott ist, und er sich da vollkommen genügt, weil er vollkommen ist, allerdings diese Vollkommenheit Beziehung, Unterschiedlichkeit, Struktur und Leben meint und ist, man denke drüber nach und deshalb der Vater in und vor aller Zeit und Ewigkeit deshalb immer den Sohn zeugt und mit dem Sohn in und vor aller Zeit und Ewigkeit in einem dauernden Gespräch ist.
Wenn man das also sich überlegt hat, und versucht ernsthaft zu denken, dass da nur Gott war, und sonst eben noch nicht mal nichts und dieser Gott personal ist, also keine wirkende, physikalische Urkraft, sondern eben Gott war ist und sein wird, so ist klar, dass der Austausch zwischen Vater und Sohn eben auch Gott sein muss, einfach weil ja nur der personale Gott da ist.
Soweit so gut, aber wie gesagt, der Beweis ist schlüssig wie ein mathematischer Beweis, wo man nix gegen sagen kann, aber der dennoch nicht überzeugt.
Wenn man nun aber versucht zu denken was denn der Heilige Geist in unseren Zeiten so tut, so kommt man auf viele richtig gute Sprüche, aber ich bin da immer skeptisch, weil ich denke es gibt zu viele Leute, die den eigenen Vogel für den Heiligen Geist halten, oder auch Leute die zwar etwas harmloser sind, aber alles möglich auf den Heiligen Geist zurückführen, wo zumindest ich skeptisch bin.
Es heißt der Heilige Geist würde uns trösten, er würde uns in die volle Wahrheit einführen, er würde die Kirche leiten und all das.

Pfingstnovene 5. Tag

5. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist der Einsicht
in der Schöpfung erkennen wir deine Macht, in der Offenbarung deine Weisheit
in der Erlösung deine Liebe

allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen

P.S hier für Latienfans das Veni sancte Spiritus auf Latein

Veni, Sancte Spiritus,
Et emitte caelitus
Lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
Veni, dator munerum,
Veni, lumen cordium.

Consolator optime,
Dulcis hospes animae,
Dulce refrigerium.

In labore requies,
In aestu temperies,
In fletu solatium.

O lux beatissima,
Reple cordis intima
Tuorum fidelium.

Sine tuo numine
Nihil est in homine,
Nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
Riga quod est aridum,
Sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
Fove quod est frigidum,
Rege quod est devium.

Da tuis fidelibus
In te confidentibus
Sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
Da salutis exitum,
Da perenne gaudium

Montag, 29. Mai 2017

Pfingstnovene 4. Tag

4. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist der Stärke
In deiner Kraft haben die Apostel, Märtyrer und Bekenner den 
Mut zum Zeugnis für Christus aufgebracht

allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen

P.S hier für Latienfans das Veni sancte Spiritus auf Latein

Veni, Sancte Spiritus,
Et emitte caelitus
Lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
Veni, dator munerum,
Veni, lumen cordium.

Consolator optime,
Dulcis hospes animae,
Dulce refrigerium.

In labore requies,
In aestu temperies,
In fletu solatium.

O lux beatissima,
Reple cordis intima
Tuorum fidelium.

Sine tuo numine
Nihil est in homine,
Nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
Riga quod est aridum,
Sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
Fove quod est frigidum,
Rege quod est devium.

Da tuis fidelibus
In te confidentibus
Sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
Da salutis exitum,
Da perenne gaudium

Sonntag, 28. Mai 2017

Vor 40 Jahren:

Joseph Kardinal Ratzinger wird zum Bischof geweiht.

Was er damals in seiner Predigt sagte, ist heute aktueller denn je:



Wieder mal einer dieser legendären Sätze, die sich seine Nachfolger in verschiedenen Ämtern hinter den Spiegel stecken sollten.

Pfingstnovene 3. Tag

3. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist des Rates

du vertreibst Zweifel und Unsicherheit, 
in dir wird uns der Wille des Herrn offenbar

allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen

P.S hier für Latienfans das Veni sancte Spiritus auf Latein

Veni, Sancte Spiritus,
Et emitte caelitus
Lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
Veni, dator munerum,
Veni, lumen cordium.

Consolator optime,
Dulcis hospes animae,
Dulce refrigerium.

In labore requies,
In aestu temperies,
In fletu solatium.

O lux beatissima,
Reple cordis intima
Tuorum fidelium.

Sine tuo numine
Nihil est in homine,
Nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
Riga quod est aridum,
Sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
Fove quod est frigidum,
Rege quod est devium.

Da tuis fidelibus
In te confidentibus
Sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
Da salutis exitum,
Da perenne gaudium

Samstag, 27. Mai 2017

Fundstück über das Heilige,

Hier auf Achse des Guten, wird Umberto Ecco zitiert, wir erinnern uns das ist so ein früher Dan Brown, oder auch nicht, keine Ahnung, auf jeden Fall einer die gegen die Kirche schreibt, oder auch nicht.
Auf jeden Fall habe ich den Namen der Rose nicht verstanden aber was ich verstanden habe, ist diese Passage da unten, und genau an diesem Punkt knaspere ich auch,  dass man  das Gefühl hat, den Herren und Damen Wichtig  unserer Kirche ist das Allerheiligste genau dieser Kirche, wurscht, egal, peinlich.
Man macht halt, vollführt ein Ritual an das man nicht glaubt, was man ja noch nachvollziehen könnte, aber gleichzeitig verachtet man die, die daran glauben.
So sei einfach mal das Zitat hierher gestellt.


Nun aber macht es mich verlegen, meinerseits auf Ihre Frage zu antworten, denn meine Antwort wäre nur von Bedeutung, wenn ich eine areligiöse Erziehung genossen hätte. Ich war jedoch bis zu meinem zweiundzwanzigsten Lebensjahr (um den Moment eines Bruchs zu benennen) sehr stark vom Katholizismus geprägt. Die agnostische Perspektive ist für mich kein passiv aufgenommenes Erbe, sondern das leidvoll erkämpfte Ergebnis einer langen und langsamen inneren Wandlung, und ich bin mir nie sicher, ob nicht manche meiner moralischen Überzeugungen immer noch von der religiösen Prägung abhängen, die ich ursprünglich erfahren habe. In bereits vorgeschrittenem Alter habe ich einmal mitangesehen (in einer katholischen Universität außerhalb Italiens, die auch nichtkatholische Professoren einstellt, von denen sie lediglich formale Respektsbekundungen bei akademisch-religiösen Feiern verlangt), wie einige meiner Kollegen zur heiligen Kommunion gingen, ohne an die Transsubstantiation [die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi in der Heiligen Messe] zu glauben und daher auch ohne vorherige Beichte. Schaudernd verspürte ich, nach all den Jahren, noch immer den Schrecken des Sakrilegs.


Pfingstnovene 2. Tag

2. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist der Einsicht

Nur in dir erfassen wir die göttlichen Geheimnisse, 
nur durch dich erkennen wir den Weg, 
auf den wir gerufen sind. 


allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen

P.S hier für Latienfans das Veni sancte Spiritus auf Latein

Veni, Sancte Spiritus,
Et emitte caelitus
Lucis tuae radium.

Veni, pater pauperum,
Veni, dator munerum,
Veni, lumen cordium.

Consolator optime,
Dulcis hospes animae,
Dulce refrigerium.

In labore requies,
In aestu temperies,
In fletu solatium.

O lux beatissima,
Reple cordis intima
Tuorum fidelium.

Sine tuo numine
Nihil est in homine,
Nihil est innoxium.

Lava quod est sordidum,
Riga quod est aridum,
Sana quod est saucium.

Flecte quod est rigidum,
Fove quod est frigidum,
Rege quod est devium.

Da tuis fidelibus
In te confidentibus
Sacrum septenarium.

Da virtutis meritum,
Da salutis exitum,
Da perenne gaudium



Freitag, 26. Mai 2017

Heilige Maria Mutter Gottes, hilf uns!

Wenn wir Dich nicht hätten, heilige Gottesmutter - wie würde es dann wohl in München und in ganz Bayern aussehen?

Deshalb halten wir hier in München und in ganz Bayern Maria in Ehren. In vielen Kirchen - ganz besonders im Marienmonat Mai. Und ganz besonders in den Kirchen, die der Gottesmutter geweiht sind.
Wie zum Beispiel der Mariahilfkirche in der Münchner Au. Und eine schöne Geschichte drumherum gibt es auch:





Pfingsnovene 1. Tag

In der Zeit zwischen Christ Himmelfahrt und Pfingsten betet die Kirche,  klassischerweise, die Pfingstnovene.
Novenen überhaupt haben ihren Ursprung in der Zeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten, damals als die Apostel, wie es die Schrift sagt, gemeinsam und einmütig zusammen mit Maria, im Abendmahlssaal,  im Gebet versammelt waren, 

Die Idee der siebenfältigen Gaben des Heiligen Geistes stammt aus Jesaja wo es heißt:

Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor ... Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm:
der Geist der Weisheit
und der Einsicht,
der Geist des Rates
und der Stärke,
der Geist der Erkenntnis
und der Gottesfurcht.
Er erfüllt ihn mit dem
Geist der Gottesfurcht. (Jes 11,1-3)


Es gibt tausend verschiedene Versionen der Pfingstnovenen, unser Vorschlag ist, sich an der Pfingsnovene aus dem alten Gotteslob zu orientieren, jedoch die Litanei wegzulassen, wobei, wer Zeit hat, diese durchaus nicht oft genug beten kann! hier klicken

1. Tag

Eröffnungsgebet: 

Komm, Heiliger Geist,
erfülle die Herzen deiner Gläubigen
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Gott, sende aus deinen Geist,
und alles wird neu geschaffen.
Und du wirst das Angesicht
der Erde erneuern.
Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Komm heiliger Geist du Geist der Weisheit,

dein Feuer prüft alle Weisheit dieser Welt,

dein Sturm stürzt was mächtig und erhebt was niedrig ist.

allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus deine Kirche lebt im Heiligen Geist den du ihr gesandt hast, 
Wir bitten dich, erfülle alle Christen immer mehr mit seinem Geist und lass sie eins werden,
Gib ihnen den Geist der Weisheit und Einsicht, des Rates, Der Stärke und Erkenntnis, dem Geist der Frömmigkeit und Gottesfurcht, durch Christus unseren Herrn. Amen

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.

Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht,

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irre geht!

Heil’ger Geist, wir bitten Dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft!

Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen 


Donnerstag, 25. Mai 2017

Christi Himmelfahrt: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende

So hörten wir es heute in der Lesung.

Dieses "ich bin bei Euch alle Tage" ist wahr geworden - in der Kirche, die auf das Wort Christi begründet wurde und die als die "Braut Christi" uns zur Seite steht.
Wir können uns also freuen, dass Gott an unserer Seite ist und uns mit seiner Kirche seine Lebendigkeit zeigt. Das heißt, die Kirche besteht bis an der Welt Ende.

Was hat es aber nun zu bedeuten, dass man - besonders hier in Europa, aber auch in der Kirchenführung - auf die Zerstörung der Kirche hinarbeitet? Geht denen, die uns doch eigentlich leiten und schützen sollen und uns das Wort lebendig erhalten sollen das Ende der Welt nicht schnell genug? Ist die Kirche zerstört, ist das Ende der Welt nahe ... denn sie wird dann nicht mehr gebraucht.

Freuen wir uns also an all dieser Pracht und Herrlichkeit, die Gott uns geschenkt hat.

Wunderbar die Verknüpfung von Glaube und Kultur, die uns einen Blick in die himmlische Herrlichkeit vermitteln. Heute war es die Mariazeller Messe von Joseph Haydn ...
Hier das Sanctus:



Immer wieder kommt mir in diesem Zusammenhang mit dieser Messe der Besuch von Papst Benedikt in Mariazell in Erinnerung. Ich denke an die Menschen, die dort dichtgedrängt im strömenden Regen standen und eine der besten und beeindruckendsten Predigten Benedikts hören durften: Eine Ermahnung an uns alle, die Gebote zu beachten.
Die Mariazeller Messe wurde allerdings dann erst einen Tag später bei der Messe im Wiener Stephansdom gesungen.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Nochmal Nachdenken über die Sakramente oder wäre weniger nicht mehr?

Im Christlichen Forum hat Frau Küble eine Erklärung Kardinal Müllers zum Papsttum veröffentlicht und kommentiert.
Es sei darauf hingewiesen und auch auf ihre weiteren Erläuterungen.

Es geht, dabei sutextmäßig um die berühmten Dubia, die ja so ihre Kreise schlingen und dabei um die, ebenfalls subtextmäßige Frage: Dürfen wir uns nun scheiden lassen, wie alle Welt, oder nicht?

Man versucht ja das Problem, dass durchaus existiert dadurch zu lösen, dass man sagt, die Sakramente und speziell das Ehesakrament sind nur dann gültig, wenn die Empfänger und die Spender, die im konkreten Fall die gleichen Personen sind, sich komplett und völlig bewusst sind, was sie da tun.
Hört sich gut an, aber wenn man das weiterdenkt und in die Tiefe durchdenkt, dann können wir den Laden gleich schließen, weil dann noch nie irgendwelche Sakramente richtig gespendet wurden, auch nicht die Priesterweihe und das seit 2000 Jahren und damit ist die Kirche erledigt, lediglich ein Theaterverein.

Dienstag, 23. Mai 2017

Bevor der Mai zu Ende geht

wollen wir nicht vergessen unserer lieben Frau zu lobsingen, da wir, zumindest ich, nicht so besonders gut singe, auf jeden Fall nicht gut genug will ich es begnadetere singen lassen,





Montag, 22. Mai 2017

Bisserl was aufbauendes, diesmal aus Jesaja!

1. Es wird sich die Öde und Wüste freuen und aufjubeln die Einöde und blühen wie eine Lilie.1
2. Üppig wird sie sprossen und jauchzend und frohlockend aufjubeln; des Libanons Herrlichkeit ist ihr verliehen, die Pracht des Karmel und Saron;2 sie werden die Herrlichkeit des Herrn schauen und den Glanz unseres Gottes.
3. Stärket die schlaffen Hände und kräftiget die wankenden Kniee!
4. Saget den Kleinmütigen: Seid getrost und fürchtet nicht; sehet, euer Gott selber wird kommen und euch erretten.3
5. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet und die Ohren der Tauben aufgetan werden,
6. dann wird der Lahme wie ein Hirsch springen und die Zunge der Stummen wird gelöst werden; denn aufgebrochen sind in der Wüste Wasser und Ströme in der Öde.
7. Und das dürre Land wird zum See und der lechzende Boden zu Wasserquellen; in den Höhlen, in denen zuvor Drachen lagerten, sprossen grünes Rohr und Schilf.4
8. Und ein Weg wird daselbst sein und eine Straße, heilige Straße wird sie heißen;5 kein Unreiner wird auf ihr wandeln, sie wird euch ein gerader Weg sein, so dass selbst Törichte auf ihm nicht irregehen.
9. Nicht wird ein Löwe dort sein und kein wildes Tier dorthin kommen noch daselbst angetroffen werden, sondern die Erlösten werden darauf wallen.
10. Und die vom Herrn Erlösten werden heimkehren und nach Sion ziehen unter Lobgesang; ewige Freude krönt ihr Haupt, Wonne und Freude erlangen sie, es fliehen Schmerz und Jammer!6 

Sonntag, 21. Mai 2017

Kümmert euch um Gott und zeigt das auch!

Neulich ist mit ein alter Beitrag von mit wieder in den Sinn gekommen, der nicht von mir ist, sondern sich auf einen, wie ich finde genialen Leserbrief im Konradsblatt bezog.
Da der Leserbrief immer noch aktuell ist, habe ich den alten Beitrag wieder hochgeholt.

Im neuesten Konradsblatt findet sich unter dem Titel "Alte Klagen" ein, wie ich finde, genialer Leserbrief zu Nutzen bzw. Unnutzen der Diözesanversammlung und dem, was wirklich verkehrt läuft in unserer Kirche.
Mit freundlicher Genehmigung des Autors tippe ich ihn  hier ab.

Der Rausch ist zu Ende. Was war das jetzt eigentlich, diese Versammlung der Badisch-Katholischen Landeskirche?
Eine Veranstaltung die stattfinden musste, obwohl mit dem Rücktritt des Heiligen Vaters das Grundübel allen Reformstaus sich selbst aus dem Weg geschafft hat?
Natürlich, ich weiß es, es sind Absprachen getroffen worden, und die werden ob sinnvoll oder nicht, planmäßig durchgeführt . Beweglichkeit einer Rätekirche.
Also trifft man sich und spricht über Dinge die man gar nicht ändern kann, um neuen Grund zu alten Klagen zu haben. 
Es herrscht Reformbedarf. Ich höre mir das seit 40 Jahren an. Kann das sein? Es hat sich schon so vieles verändert, außer, dass wir evangelisch geworden sind. In einem haben wir allerdings tatsächlich Nachholbedarf.
Die Liturgie wurde von vielen Zutaten befreit, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben. Aber hat  sich diese wohltuende Vereinfachung im Alltag fortgesetzt? Nein.
Angefangen von den neuen Zutaten liturgischer Homeworker bis hin zu einer überbordenden Verwaltung und einem undurchschaubaren Strukturdschungel im kirchlichen Verbändewesen, hat sich unsere Kirche zu einer moderatorenkoffergestützten Vereinigung verschiedenster Unternehmensberatungen entwickelt, in der sogar Jesus depressiv werden müsste.
Man spürt das, ist unzufrieden und sucht leider den Sündenbock weit weg von hier. 
Selbsterkenntnis, Fehlanzeige, glückliches badisches Land!
Man schwärmt von der Freiheit draußen, wo der Vorschriftenwurst und die Gängelei den einzelnen Bürger ebenso entmündigt wie ganze Staaten.
Man träumt von eine entklerikalisierten Kirche, obwohl wir das fast schon sind und fast synchron auch kaum noch Bedarf an der Eucharistie besteht. Man hat die Hierarchie fast weitgehend über die Methode "Leitung im Team" ausgehebelt, da dass, wie eine Teilnehmerin konsequent feststellt, lediglich der Bischof noch dringend der Unterstützung bedarf.
Bleibt für mich unterm Strich dieser Veranstaltung als wirklicher Coup des Heiligen Geistes, jener alkoholisierte Prophet, der im Münster das einzig sinnvolle Schlußwort gesprochen hat "Kümmert euch um Gott und zeigt das auch".

Willkommen in Bayern, Exzellenz! - Update!

Da freuen wir uns doch richtig mit:
Gestern wurde Erzbischof Georg Gänswein, der Privatsekretär von Papst em. Benedikt zum Mitglied der Traunsteiner Gebirgsschützen ernannt.
Gestern gab es einen Festakt und heute hat Erzbischof Gänswein in der Traunsteiner Kirche St. Oswald eine Heilige Messe gefeiert - das ist übrigens die Kirche, in der Joseph Ratzinger seine erste heilige Messe feierte.

Die Traunsteiner sind ja auch immer dabei, wenn es in Mater Ecclesiae was zu feiern gibt. Und sie sind zu den Geburtstagen von Papst Benedikt und Joseph Ratzinger immer in Rom gewesen, um ihm mit einem Ehrensalut zu gratulieren. Denn auch Joseph Ratzinger war Ehrenmitglied der Gebirgsschützen.

Jetzt also ein neues Mitglied aus höchsten Kirchenkreisen. Ein Badensischer Römer, aber garantiert kein Preiß. Und dieses Ehrenmitglied wird den Gebirgsschützen sicher auch viel Ehre machen.

Der BR hat einen kurzen Bericht dazu mit vielen schönen Bildern. Und sobald es ein Video gibt, wird es hier zu sehen sein.

Glückwunsch Eminzenz! Und wir können uns vorstellen, dass sich Papst Benedikt mit ihm freut!

Inzwischen gibt es auch einen wunderbaren Artikel von MK-Online dazu. Den zu lesen, es sich wirklich lohnt. Denn Erzbischof Gänswein ist in seiner Ansprache sehr intensiv auf das Lebens- und Heimatgefühl in Bayern eingegangen. Dass er Grüße von Papst Benedikt mit in die alte Heimat brachte, versteht sich von selbst.

Samstag, 20. Mai 2017

Auch wenn's rundherum dunkel ist - die Kirche steht im Licht

In München war's ja heute abend etwas wolkenverhangen. Aber als die Sonne unterging, gab's ein wunderbares Bild:

Bildquelle: Screenshot aus einer Live-Übertragung des BR
Vielleicht ein Symbolbild für die Kirche in unserer Zeit: Gottes Licht leuchtet. Freuen wir uns!

Glaube heißt nicht wissen, oder über die alte Versuchung mit den Mächtigen dieser Welt zu speisen

Man kann es beklagen, man kann es bejammern, man kann sich draüber grämen. es nutzt nichts, man hat einfach das Gefühl, dass in früheren Zeiten die hochwürdigen Herren, einfach mehrheitlich mehr so getan haben, als ob, einfach weil frühere Zeiten viel formalisierter waren, als die unsere, die doch so sehr auf Gefühl und den berühmten Bauch, sowie die Freiheit von allem was auch nur im entferntesten nach Zwang riecht, setzt und somit den Menschen vordergründig davon befreit so zu tun als ob.
Diese Befreiung von dem Zwang so tun zu müssen, als ob, ist erst mal was sehr gutes, nur ist der Mensch. leider Gottes, oder Gottseidank begrenzt und nicht in der Lage alles und jedes nachzuprüfen, was ihm so über den Weg läuft.
So ist man eben wieder, wenn man die Sache bei Licht betrachtet, gezwungen so zu tun als ob.
Es ist wie es ist, an irgendwas muss ich halt glauben, einfach weil ich nicht alles nachprüfen kann, eigentlich fast gar nichts.
Man nehme sich eine ruhige Minute und denke drüber nach.

Freitag, 19. Mai 2017

Die lieben Kleinen und die Kirche... wenn da bloß die Eltern nicht wären.

Also ich grabe da jetzt mal ein bisschen in der Vergangenheit und erinnere mich, wie das zu unserer Zeit so war.
Ich bin ja als Protestantin groß geworden und dementsprechend war auch unsere Erziehung. Wir hatten also keine Ahnung, was eine Kommunion ist, denn bei uns ging es ja erst viel später los. Trotzdem hatten meine Eltern ein Auge drauf, dass wir jeden Sonntag in den Kindergottesdienst gingen und es war ja auch irgendwie ganz schön. Wir hatten dann auch in der Schule zweimal in der Woche Religionsunterricht. Dort lernten wir viel über die Bibel und die Kirchengeschichte. Es wurde nicht gebastelt und es wurden keine kindischen Spielchen gespielt, sondern Wissen und Glauben vermittelt. Der Kuschel-Jesus war zu dieser Zeit noch nicht erfunden und unser Pfarrer, der mehr als zwei Jahrzehnte vorher bei den Bekennenden Christen war, hätte es sich auch verbeten, wenn sich die Poltik damals gewagt hätte, ihm die Glaubensinhalte vorzuschreiben. So wuchsen wir dann unserer Konfirmation entgegen und fühlten uns schon richtig erwachsen, als wir dann endlich mit dem Konfirmandenunterricht beginnen konnten. Das war zweimal die Woche jeweils 2 Stunden am Nachmittag. Zusätzlich zur Schule - wohlgemerkt und ein ganzes Jahr lang. Wir lernten viel über das Neue Testament, das ja von Luther unter "Lebensgefahr" übersetzt wurde und das wichtigste war, dass wir begriffen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der vor 2000 Jahren am Kreuz gestorben ist, damit uns die Sünden vergeben werden. Das war natürlich alles (nach heutigen Gesichtspunkten) sehr grausam, aber ich erinnere mich nicht, dass unsere Eltern der Meinung waren, dass uns die Geschichte des Wahren Glaubens erschrecken oder sogar traumatisieren könnte.

Letztens hatten wir in unserer Kirche eine Erst-Kommunionfeier. Ich muss sagen, ich bin da zufällig reingeraten, weil es im Pfarrbrief falsch ausgedruckt war - und dann harrte ich der Dinge, die da kamen. Ich dachte ja erst, das ist ja schön, dass man die Kinder während einer lateinischen Messe zur Kommunion führt. Doch das war wohl nix. Es war zwar ein bisschen ernster und der Pfarrer hat dann auch in seiner Predigt darauf hingewiesen, dass es nicht nur eine Erst-Kommunion, sondern auch noch eine Zweit- und Drittkommunion und noch viele weitere geben wird. Aber natürlich sangen wir trotzdem das eine oder andere "moderne" Lied aus den 70ern und für die anderen gab's zum Trost ein bisschen Mozart.  Aber der Stil der Messe war eben den Kindern angepasst und der Rest durfte dann die infantile Messe mitfeiern. Als es vorbei war, dachte ich - die armen Kinder, was hat man ihnen vorenthalten. Und es ist doch schade, wenn der Versuch, den Kleinen nix zuzumuten doch eher dazu führt, dass sie sich dann nicht ernst genommen fühlen, und gar nicht mehr kommen.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Endzeitgerede

es liegt schon länger in der Luft, etwas, weiß nicht wie ich sagen soll, ein Gefühl, dass nichs bleibt wie wir es gerne hätten, und das wird dann als apokalyptisch gedeutet, frei nach dem Motto "wenn es schon nicht funktioniert  hat mit der Errichtung des Paradieses auf Erden und in der Kirche, dann, dann sind wir (korrekter die) so exorbitant schlecht, dass es ja aufs Ende der Welt hinauslaufen muss!" Klarerweise sind  deshalb  die dunklen, unklaren Stellen der Apokalypse, die diversen Tiere,  die  auf bekannte politische Konstellationen gedeutet werden, genauso wie die Parallelstellen bei Daniel, schwer im Schwange und sie kommen auf einmal in fast jedem frommen Gespräch, über kurz oder lang auf's Tapet.

Leider gibt all das die Eröffnung der Apokalypse nicht her, wird darin beschrieben, was ist,  und kommen wird. (Offb 1,17)
Und die Endzeit in der leben wir nun mal seit gut 2000 Jahren , es wird irgendwann einmal mit dieser Welt zu Ende gehen, aber es wird sich nichts mehr großartig ändern,
Am Ende der Offenbarung wird eine Handlungsanweisung gegeben, die eigentlich recht frustrierend klingt, jeder soll grad so weiter machen, bald kommt der HERR und mit ihm der Lohn.
Im Wortlaut hier

10 Und er sagte zu mir: »Versiegle nicht die prophetischen Worte dieses Buches! Denn die Zeit ist nahe. 11 Der Frevler frevle weiterhin; der Unreine sei weiterhin unrein; der Gerechte übe weiterhin Gerechtigkeit, der Heilige heilige sich weiterhin. 12 Siehe, ich komme bald, und mit mir mein Lohn, um einem jeden zu vergelten nach seinem Werke. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Selig, die ihre Kleider [im Blut des Lammes] waschen! Sie sollen Anrecht erhalten auf den Baum des Lebens und durch die Tore eingehen in die Stadt. 15 Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und ein jeder, der die Lüge liebt und sie begeht. 16 Ich, Jesus, sandte meinen Engel, um euch dies vor den Gemeinden zu bezeugen. Ich bin der Wurzelsproß und der Stamm Davids, der hellstrahlende Morgenstern. 17 Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Wer es hört, der spreche: Komm!, und wen dürstet, der komme, und wer will, der empfange umsonst Wasser des Lebens!« 
(Offb 22,10ff)

Mittwoch, 17. Mai 2017

Der Wandel des Gottesdienstes,

Neulich war ja "weißer Sonntag" der Tag wo jeder Fromme zu sieht, wo er hingeht, weil zur Primetime Kinderfasching mit im Grunde moralinsaurer, gewaltsam nett daherkommender, unrealistischer Geschichte als Lesung und ebensolcher Predigt ist.
Rein theoretisch bin ich ja der Ansicht, nicht wegen dem Pfarrer, nicht wegen der Predigt,. nicht wegen der Architektur, und auch nicht wegen der Leute in die Kirche zu gehen, sondern ganz alleine wegen Jeus dem Christus, der es gesetzt hat, dass in der Liturgie der Wandlung der Schleier von Raum und Zeit beiseite gezogen wird, auch und wenn wir das nicht sehen und nicht spüren, und wir alle hintreten zum Berg Golgatha!
Rein praktisch muss ich sagen, sooooo heilig bin ich nun einfach nicht und deshalb seh ich zu, dass ich den Eventgottesdiensten fern bleibe!
 Früher allerdings war das anders, da hat man, wenn Erstkommunion war,. alles aufgefahren was gut und katholisch war, die Kirche ertrank in Blumen, und Weihrauch, auf jeden Fall habe ich meine Erstkommunion so in Erinnerung, feierlich, ungemein feierlich, fast erschreckend feierlich, auch hinterher, bei der Feier im Familienkreis.

Dienstag, 16. Mai 2017

Kirche damals, Kirche heute,


Es hat sich seit den Zeiten Jesu nichts geändert, wundersüchtiges, Volk, rubrikenreitenden Pharisäern die sich für die Besseren  halten und mit dem gerade aktuellen Zeitgeist kuscheln und an keine, wie auch immer geartete Transzendenz glaubende Sadduzäer.
Unser Denkfehler ist nur, dass wir denken es wäre anders.
Christentum ist eine persönliche Entscheidung, so sehr wir verpflichtet sind, das unseren Kindern und denen die um uns herum sind, zu vermitteln, so sehr ist christliche Kultur ein Widerspruch in sich!

Das ist meine Quintessenz aus einer langen Diskussion über all die merkwürdigen Gestalten die man so bei Katholens, ehrlich gesagt, bei Kirchens im allgemeinen trifft.

Was sollen wir uns also aufregen, es ist halt so, es war schon immer so, wir sollten uns mühen anders zu sein, aber die einzige aus dem Umfeld Christ, die weder in die eine, noch in die andere Schublade passt und auch nicht zu denen gehört, die von der Wiederherstellung des rein irdisch gedachten Reiches Gottes in Israel träumten, wie es von den Aposteln überliefert ist, die einzige die in ihrem Leben Gott hat machen lassen, und das ihrige still und einfach getan hat,ist und bleibt Maria, daher sei ihr Lob gesungen





und gebeten sie möge bitten für uns Sünder allzeit an Gottes Thron!

Montag, 15. Mai 2017

100 Jahre Patrona Bavariae - eine kleine Nachlese in bewegten Bildern.

Wir hatten wirklich eine schöne Feier - und wie es an diesen Tagen üblich ist, erstrahlte der Himmel weiß-blau.
Unser Kardinal schien bester Laune zu sein und es gelang ihm sogar einmal von "unserem schönen Bayern" zu sprechen.



Da machte der Ministerpräsident doch einen weitaus fröhlicheren Eindruck:



Das Bistum Augsburg kam von Westen herangezogen:



München-TV berichtet vom Einzug der Erzdiözese München-Freising:

Sonntag, 14. Mai 2017

Father Z's Apotheke

Es ist nun mal so, dass, egal auf welcher Seite man steht, und wenn man auf keiner steht, sowieso, man sich des Gefühls nicht erwehren kann, dass auch in der Kirche, nichts bleibt wie es war.
Es gibt dabei nicht wenige Leute, denen, trotz allem vorgetragenen Optimismus, frei nach dem Kölner Wahlspruch, "es ist noch immer jud jejange" "heimlich im Busen bang wird"
Für diese und auch für die anderen, die nur noch besorgt sind, hat father Z einen Beitrag geschrieben, den man hier nachlesen kann.

Der Titel lautet übersetzt "Sind Sie besorgt, aufgebracht, verwirrt über die Kirche von heute?"
und hat die selbstironische, die Überschrift weiterführende Unterüberschrift "Wo ein Father Z geschwollen daher redet"


Ora pro nobis Sancta Patrona Bavariae


Samstag, 13. Mai 2017

wahres Wort, oder nachdenkliches über das Paradies

“Those who promise us paradise on earth never produced anything but a hell.” Karl Popper

wäre viel dazu zu sagen, unter anderem auch, dass unser Ziel das ewige Sein bei Gott ist und das nicht die Heimkehr ins verlorene Paradies ist, sondern das Erreichen eines Zustandes, dessen Zugangskarten Adam und Eva damals im Paradies verspielt haben, wenn man es denn so sehen will.

Zur Nacht





Freitag, 12. Mai 2017

Kohelet über die moderne Hybris

es gibt ja nicht wenige superfromme Zeitgenossen, die einem mit zitternder Stimme erklären, wir lebten in der unmittelbaren Endzeit, weil so schlimm wie heute sei es noch nirgendwann gewesen.
Je nach persönlichem Nichtgeschmack wird dann dieser oder jener Zustand, dieser oder jener Blödmann in Amt und Würden, diese oder jene öffentlich als gut propagierte Sünde, ins Feld geführt, um den eigenen Standpunkt zu untermauern.
Auf der anderen Seite gibt es die andere Fraktion, der nicht so frommen oder antifrommen Zeitgenossen unterschiedlicher Couleur, die auf diese oder jene gesellschaftliche oder technische Errungenschaft der Moderne, sich einen Stiefel einbilden und obwohl sie zu deren Realität Werdung persönlich nichts und zwar überhaupt nichts beigetragen haben, es sich auf die eigenen Fahnen schreiben und deshalb meinen das 1. 2. 3. 4 eigentlich alle 10 Gebote gälten daher für sie überhaupt nicht.

Für all diese Leute hat der Prediger Salomons, auch bekannt unter dem Namen Kohlet schon vor 3000 Jahren  folgendes festgestellt:


Ich suchte und fand, siehe es gibt nichts neues unter der Sonne,
war gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues - aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.5
11 Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.


Kohelet 1,9


Donnerstag, 11. Mai 2017

Tweet zum Tage

Man könnte jetzt eine Menge dazu schreiben und Vergleiche ziehen. Aber eigentlich bedarf es keines einzigen Wortes:


Marienmonat Mai

Wallfahrtsorte in Bayern


O selige Konvertiten, die noch nie Laudato Si getanzt und geschunkelt haben

genau das fiel mir spontan ein, als mir folgender Beitrag von Elsa über den Weg lief, der über seltsame Erfahrungen mit seltsamen Berufskatholiken, die seltsame Events in für die Events unpassendem Ambiente zu organisieren pflegen, berichtete.
Hier klicken 

Elsa traf eine orthodoxe Freundin, die auf einem von der Caritas organisierten Familienwochenende war, und völlig konsterniert war, als auf selbigem zum Gesang von Laudato Si eine Polonäse durch eine (wohl hübsche) Kapelle getanzt wurde.

Ich muss sagen, im Vergleich zu dem was mir schon alles über den Weg gelaufen ist, finde ich das eigentlich noch harmlos.
Oder noch anders formuliert, vor Jahrzehnten habe ich mich über solcherlei Dinge noch aufgeregt, irgendwann habe ich es aufgegeben und rechne die Caritas, genauso wie den BDKJ einfach nicht mehr wirklich dazu, Berufskatholiken halt, nichts Neues unter der Sonne, Matth 15,8
Man muss sich nicht drum kümmern, selber den Herrn bitten um die Gnade glauben zu können und um die Gnade sich nicht allzuviel Illusionen über sich selber zu machen.

Dennoch hat Elsa in ihrem Beitrag punktgenau das eigentlich Absurde getroffen

Mittwoch, 10. Mai 2017

Balsam für die Seele

Es ist wirklich eine große Freude:
Das Buch von Robert Kardinal Sarah über Gott in der Stille in unserer lärmenden (auch Kirchen-) Welt wird ja schon seinem Erscheinen in vielen Medien besprochen und hoch gelobt. Und es steht wohl auch schon auf einigen Bestsellerlisten.
Jetzt ist das Buch endlich in seiner deutschen Ausgabe erschienen - und das ist ein besonderer Leckerbissen - mit einem Vorwort von Benedikt XVI.



Das Buch wird am 24. Mai in Rom präsentiert. Papst Franziskus trifft sich an diesem Tag mit President Trump und kann wohl deshalb bei der Präsentation leider nicht dabei sein.

Dienstag, 9. Mai 2017

es blüht der Blumen eine

ist ein altes Marienlied, das die Schönheit der blühenden Natur in Maria feiert.
Und indem man die Natur im Lob unserer liebsten Frau feiert ehrt man den Schöpfer und erwartet das Heil keineswegs aus der Natur und deren Beherrschung sondern alleine von Gott!





wer's nicht glaubt, lese den Text.


Montag, 8. Mai 2017

Österliche Weihnachtsgedanken

ich ging im Walde so vor mich hin und sinnierte über die Weltlage und die Lage der Kirche, meine Gedanken wurden, wie das manchmal beim Simulieren so ist recht besorgt,  auch und weil  persönliches  sich meldete und auch bedacht werden wollte.
So versuchte ich Szenarien zu entwickeln, was denn geschehen müsse, damit......

Nun es war das was man halt so diskutiert, die müssten..., man müsste...., die Leut' sollten doch.. jemand müsste....
und plötzlich kam mir das Kind in der Krippe in den Sinn.
Ein kleines, empfindliches Neugeborenes, in einer Futterkrippe liegend, halt wie es von den Weihnachtspostkarten her bekannt ist.
Und dazu der Satz. Das ist der Retter, der Welt! Das Kind in der Krippe ist das Heil der Welt.
Da ich aber gerade im Wald herumlief, es sichtbar Mai war, da die Bäume alle frisch ausgetrieben hatten, fiel mir dann ein, dass ja Ostern war und so kam mir logischerweise das Bild des Gekreuzigten in den Sinn.
Auch wieder mit den gleichen Gedanken, der da am Kreuz das ist der Retter, das ist der einzige Retter, der, der da am Kreuz hängt das ist der Herr der Herren, der König der Könige, das ist Gott, der einzige, der dreifaltige Gott, der Schöpfer allen Seins, der Urgrund allen Seins!

Sonntag, 7. Mai 2017

Zum heutigen Sonntag: Psalm 23

Heute ist der "Gute Hirten" Sonntag und da passt, was denn sonst?, der Gute Hirten Psalm:




Samstag, 6. Mai 2017

Msgr. Negri zum Konzentrationslager-Vergleich des Papstes


La Nuova Bussola Quotidiana hat den Kommentar des Erzbischofs von Ferrarra, Msgr. Negri zu den päpstlichen Worten von den Konzentrationslagern auf europäischem Boden veröffentlicht.
Hier geht´s um Original:  klicken

                          "KONZENTRATIONSLAGER IN ITALIEN? "
"Eine mutige Stellungnahme von Erzbischof Msgr. Negri gegen die linken Katholiken, die sich erheben, um den Papst zu verteidigen, aber nicht nur gegen sie.

                          
Der scheidende Erzbischof von Ferrara - der wegen seiner ikonoklastischen Äußerungen zum Amtsverzicht Benedikts XVI bereits im Focus des Vatikans steht- wendet sich natürlich nicht direkt gegen den Papst.
Aber weil er ein Kleriker ist, der eine wichtige Stellung in der Hierarchie einnimmt und besonders als Benedikt XVI nahestehend -oder zumindest seinem Denken und seinen Zielen (wie aus einem gestern an den Direktor von La Bussola gerichteten Brief hervorgeht) angesehen wird, klingt das wie eine kaum verschleierte Kritik an Letzterem und könnten sogar wie eine kleine Bombe wirken. Und wenn er "Klarheit" -verlangt- wenn auch vielleicht zu einem anderen Thema- kann man nur an "Amoris Laetitia" denken.
Ohne Zweifel gibt ihm sein baldiger Rückzug eine neue Freiheit, so daß er mit parrhesia ausdrücken kann, was Franziskus Volkes Stimme nennt, aber in der Praxis nur schwer akzeptieren kann...."
( diese Einleitung stammt von BenoîtXVI-et-moi. Merci!)


Aus den Luftwürsten ist die Luft endgültig raus.

Wir erinnern uns an das Jahr 2011. Papst Benedikt besuchte Deutschland und vor seiner letzten Messe in Freiburg feierte er mit den Jugendlichen eine Vigil.
Und die "progressiven, wilden" aus der schon immer sehr grün angehauchten Provinz wollten, dann dem Papst mal so richtig zeigen, wie sie sich Kirche vorstellen. Laut bekundeten sie ihre Forderungen, hatten sich sogar extra T-Shirts mit ihren Forderungen machen lassen. Und als Krönung wurden alle mit roten und grünen Luftwürsten ausgestattet, mit denen sie dann dem Papst zuwinken konnten.

Vorbei - irgendwie sind die gar nicht mehr relevant ... dachten wir. Aber jetzt wollen sie mit einem großen Rundumschlag wohl wieder auf sich aufmerksam machen:
Es riecht nach Kirchenpartei oder so ähnlich und das auch noch gemeinsam mit den Protestanten.
Das kann ja heiter werden, hat man sich dann auch bei Tichy's Einblick und das Programm der Kirchenpartei der Jugend mal ordentlich auseinandergenommen:

Politaktivisten der Kirchenjugend: Wenn Gender wichtiger ist als Jesus

Erschreckend, für was unsere Kirche alles stehen soll. Dass man dabei Gott und Christus nahezu vergisst, war nicht anders zu erwarten. Dass man mit diesem Programm niemanden in die Kirche "lockt" versteht sich von selbst. Diese Forderungen locken doch keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor und auch die Berufsjugendlichen sollten doch inzwischen gemerkt haben, dass der Anführer von "Wir sind Kirche" inzwischen auf dem Stuhl des heiligen Petrus sitzt .. Was in den 70ern ein Schocker war, ist heute nur noch zum Gähnen.

Letztens habe ich mal in einem tweet gelesen: "Konservativ ist das neue Punk!".

So ist's. "Forever Young" bleibt man durch Glauben und nicht durch Politik machen.

Roberto de Mattei: "Die Sekten links von Luther"

Marco Tosatti hat für corrispondenza romana das neue Buch von Roberto de Mattei über Luther und die Folgen besprochen. Man kann nur hoffen, daß es auch ins Deutsche übersetzt wird.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"LINKS VON LUTHER. EIN BUCH ZUM BESSEREN VERSTEHEN DER KIRCHE, DER KIRCHEN UND DER GESELLSCHAFT, IN DER WIR LEBEN"

"Wie Sie sicher wissen, gedenken wir in diesem Jahr der 500 Jahre seit den Ereignissen, die zum Schisma des Westens führten und zur Geburt zahlreicher Kirchen der Reformation.
Luther ist natürlich die Hauptperson dieser Serie von Ereignissen, zusammen mit Calvin und Zwingli.
Aber nicht nur: ein schönes Buch des Historikers Roberto De Mattei  richtet die Aufmerksamkeit auf die ganze Welt, die durch diese Bewegungen und Fragmente durchdrungen wurde und sich als Teil der protestantischen Galaxie gegen die "institutionalisierten" reformierten Komfessionen stellte und stellt.

"Links von Luther. Die Sekten des 16. Jahrhunderts" heißt das vom Verlagshaus Solfanelli herausgegebene Buch, das wir schon aus verschiedenen Gründen gelobt haben.
Der erste Grund: weil es nicht so dick ist, (227 Seiten) und uns hilft, eine Wissenslücke zu füllen und uns verstehen läßt, wie unterschiedlich und komplex diese Welt war und ist.

Zweitens weil es uns verstehen läßt, wieviel Gewalt - allzu oft verschwiegen oder ignoriert, in der Folge dieses Schismas entfesselt wurde; nicht nur von Katholiken zu verantworten -wie bestimmte in der Aufklärung entstandene Legenden glauben machen wollen.

Auch in diesen Bewegungen der "Erwählten" hat man sich besonders und gern der Gewalt und Plünderungen bedient, Polygamie und freie Liebe praktiziert und jene durch Enthauptung bestraft, die sich dem Gesetz des "Neuen Jerusalems" entgegenstellten, das im Norden Europas entstanden war.

Außerdem finden wir dieses Werk auch aus einem anderen Grund wertvoll, Weil es versucht, die Verbindungen zwischen antiken Abweichungen vom "mainstream"Christentum , jahrhunderte alt wenn nicht mehr als ein Jahrtausend, aufzuzeigen- mit den minoritären Früchten der "Reformation".
Und -ein letzter Schritt- als theologische, ideologische und kulturelle Basis dieser magmatischen und konfliktreichen Welt, die dann in einem Modell der modernen Geschichte mündeten, wie der Freimaurerei, der Theosophie, dem Relativismus-Prinzip unserer aktuellen Gesellschaft, deren Samen die Französische Revolution legte, mit einigen Spritzern Okkultismue- und- warum nicht- dem Lobpreis der Islams.

Was das Christentum angeht. finden wir in diesem Gebinde über die üblichen Gleichsetzungen des Papstes mit dem Antichrist und der Definition Roms als Neues Babylon hinaus, das Konzept, nach dem die Barmherzigkeit und nicht die Wahrheit die Quelle des Glaubens ist, eine Idee, der immer mehr zugestimmt zu werden scheint, auch wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird und ausgelassen wird, ein bißchen unterschwellig, eine Idee eines Christentums ohne Übernatürlichkeit, auf das Immanente konzentriert.
Schließlich hilft uns das Buch auch. die Zeit und die Kirche, in der wir leben, zu lesen.


                             

Quelle: corrispondenza romana, M. Tosatti

Freitag, 5. Mai 2017

Tweet des Tages


Papa emeritus Benedikt XVI mit Kardinal Béchara Rai, dem maronitischen Patriarchen von Antiochia im Libanon

Father Hunwicke stellt sich die Frage, wie authentisch der Kanon der Biblischen Texte sein kann

Father Hunwicke kommentiert in liturgicalnotes den Umgang von Theologen und Priestern mit den verschiedenen überlieferten Biblischen Texten- insbesondere in der päpstlihen Entourage.
Hier geht´s zum Original  klicken 

                    "UNGESCHAFFENES LICHT?"

"In der Mathäus-Erzählung von der Taufe des Herrn gibt es in verschiedenen Manuskripten im Vetus Latina varia lectio: nachdem der Hl. Johannes der Täufer den Herrn zur Taufe zugelassen hat, fügen sie hinzu: "und als er getauft war, leuchtete ein goßes Licht rings um das Wasser, so daß alle, die gekommen waren, sich fürchteten."
Das erinnert mich an Pseudo-Hippolytus: "Der, der mit Glauben in dieses Bad der Wiedergeburt geht...kommt aus der Taufe so strahlend wie die Sonne, er sendet Strahlen der Gerechtigkeit aus".
Der H.Justin, (Märtyrer- Trypho 88:3) spricht über das Feuer, das in den Jordan stieg, als der Herr getauft war.
Wir wissen immerhin, daß alle Getauften Erleuchtete sind und vielleicht ist dieses Wort auch nicht im subjektiven Sinn gemeint, daß das Verstehen erleuchtet ist. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf eine Passage beim Hl. Gregor von Nanzianz richten, dessen Liturgia Horarum eine Patristische Lectio zum Fest der Taufe des Herrn anbietet,

Als Studenten des Alten Testaments erinnern wir uns an die Feuersäule bei der Passage durch das Rote Meer. Und als Liturgiker erinnern wir uns, bei der Oster-Vigil am Taufbrunnen zu stehen und die Kerze ins Wasser der Erneuerungen tauchen- Unsere typologische Rechnung ist, daß 1+1+1= a , viel mehr als 3 ist.

Ich denke, wir müssen uns beim Theologisieren oft an die Wichtigkeit der Typologie erinnern, eine Typologie, die das AT, NT und die Liturgie umfaßt.

Und vergessen Sie nicht, zu fragen, woraus eine solche Schrift besteht. Wir alle kennen den alten Streit "Welches ist der Kanon der Schrift?" -in seiner heftigsten Ausprägung, als die Reformer-mit ihrem entsetzlichen Legalismus- aus der Schrift eine Art forensisches Instrument machen wollten, zur Unterscheidung der wahren Lehre und deshalb wissen wollten, was die Schrift sei."
Aber die Wahrnehmung der fließenden Eigenschaften der Texte der Schrift hat im letzten Jahrhundert zugenommen : je mehr frühe neutestamentliche Schriften wir finden, desto mehr sehen wir ein merkwürdiges Phänomen.
Man könnte erwarten, daß wir- je weiter und weiter wir auf die originalen, autorengebundenen Texte zurückgehen, finden, daß die Unterschiede in den Texten weniger werden.
Aber wir sehen, daß das Gegenteil wahr ist (etwas Ähnliches könnte man über die Textkritiken Homers sagen).
Deshalb fragen sich die Gelehrten immer mehr- und zu Recht- ob das Konzept eines monomorphen, autorisierten Textes wirklich etwas anderes ist als eine Fata Morgana in der Wüste.
Und wenn wir uns dem Alten Testament zuwenden, enthüllen uns die Funde von Qumran und anderswo den prekären Standpunkt der Behauptung, daß die Masoretischen Texte auf eine gewisse Weise für die Christen normativ sind.


Sandro Magister: Der Papst und die Freimaurer

Sandro Magister untersucht für Settimo Cielo das Verhältnis von Papst Franziskus zu den Freimaurern.  Hier geht´s zum Original:  klicken







"DIE FREIMAURER JUBELN FÜR FRANZISKUS. ABER ER BETRACHTET SIE ALS PEST." 





Massoni
"Nur zweimal hat Papst Franziskus öffentlich über die Freimaurer und Freimaurerei gesprochen. Und beide male dagegen.

Das erste mal anläßlich des Rückfluges von der Brasilienreise, am 28. Juli 2013, als er über den Fall von Msgr. Battista Ricca und die HS-Lobby befragt wurde. Er sagte

"Wenn jemand homosexuell ist und den Herrn sucht, wer bin ich, daß ich urteile? Das Problem ist nicht, diese Tendenz zu haben, nein. Das Problem ist, Lobbies zu gründen. Für mich ist das das größere Problem."

Das zweite mal war in Turin, am 21. Juni 2015. Bei einer Begegnung mit jungen Leuten antwortete er auf einige ihrer Fragen aus dem Stegreif, an einem bestimmten Punkt sagte er

"Auf dieser Erde war Ende des 19. Jahrhunderts die Freimaurerei in vollem Gange, nicht einmal die Kirche konnte etwas tun, da gab es Priester-Hasser und sogar Satanisten....Es war eine der schlimmsten Zeiten und Orte in der Geschichte Italiens. Aber gehen Sie hin und schauen, wie viele heilige Männer und Frauen zu der Zeit geboren wurden. Warum? Weil sie bermerkten, daß sie gegen die Flut dieser Kultur und dieses Lebensstils angehen mußten"

Im Privaten ist Franziskus oft auf dieses Thema zurück gekommen. Freimaurerei ist sein Fluch, schon immer seit er in Argentinien lebte. Er kann ihre Infiltration der Kirche nicht ertragen und ist absolut davon überzeugt, daß sie im Malteser Ritterorden präsent ist und dort ausgemerzt werden muß. 

In Papst Franziskus´Brief vom 1. Dezember an den Ordens-Patron Kardinal Raymond Blake gibt es eine Passage, die sich für den Experten klar auf die Freimaurerei bezieht.
Und das ist der erste Punkt, für den Franziskus eine Reform des Ordens verlangt:


"Besonders müssen die Ordensmitglieder säkulares und frivoles Benehmen vermeiden, wie die Mitgliedschaft  in Bewegungen und Organisationen. die dem Katholischen Glauben wegen ihrer relativistischen Natur entgegen stehen, In solchen Fällen sollten Ritter, die Mitglieder solcher Assoziationen. Bewegungen und Organisationen sind. aufgefordert werden, aus dem Orden auszutreten, weil ihr Benehmen mit dem Katholischen Glauben und der Mitgliedschaft im Malteser Orden unvereinbar ist."

Donnerstag, 4. Mai 2017

Antonio Socci schreibt einen offenen Brief an Papst Franziskus

Antonio Socci hat bei Lo Straniero, nachdem er den Video-Aufruf des Papstes an die Jugendlichen mit seinem Gebetsanliegen für den Monat Mai gesehen hatte, einen offenen Brief an den Pontifex geschrieben.
Hier geht´s zum Original: klicken

"PAPST BERGOGLIO, WARUM VERMEIDEN SIE ES, ZU DEN JUGENDLICHEN ÜBER JESUS ZU SPRECHEN?"
                   
"Lieber Vater Bergoglio, (wie Sie sich gern nennen lassen) 
jeden Tag versuche ich ängstlich in Ihren zahlreichen Äußerungen etwas Schönes, Klares, etwas nicht Zweideutiges, nicht Parteisches zu finden, was verbessert und weitergegeben werden kann.
Und fast jeden Tag werde ich enttäuscht.
Ich habe gerade Ihr monatliches Video für Gebete im Internet gesehen. Es ist den Jugendlichen gewidmet. Aber kein mal - sage ich - kein mal kommt der Name Jesu vor. Niemals - sei es aus Versehen - noch als Beispiel für eine großen Mann.
Auch laden Sie die Jugendlichen ein "sich für die großen Ziele der Welt zu mobilisieren".
Aber sollte ein Papst nicht die Jugendlichen eher dazu aufrufen, sich für die große Sache Gottes  zu engagieren und für das Heil der Seelen und das Heil der Menschheit?
Sollte er nicht in Christus die "kostbare Perle" zeigen, die gesucht und umarmt werden muß, um das eigene Leben zum Blühen zu bringen?
Ist die Rettung der Seelen vielleicht nicht das oberste Gesetz der Kirche? Jesus hat gesagt: was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt erobert aber dann seine Seele verliert?"(Luk 9,25)
Ist also nicht die Begegnung mit ihm unsere Rettung - für die wir geboren sind? Ist nicht ER der Sinn unseres Lebens?
Können Sie in diesen Jahren der großen Apostasie, in denen die Saat des christlichen Glaubens auf der ganzen Welt hinweggefegt zu werden scheint, tatenlos bleiben, ohne die Jungen auszurufen, Christus zu folgen und mutig Zeugnis für IHN abzulegen?  
Für IHN nicht für alle Probleme der Welt.  War es nicht Jesus, der sich selbst gegen die Welt stellte? 
Jesus hat gesagt: "Ich habe euch diese Dinge gesagt, damit ihr in mir den Frieden findet. Ihr habt Angst in der Welt, aber seid getrost: ICH HABE DIE WELT BESIEGT!"(Joh,16,33) 
Sie dagegen laden die Jugendlichen ein. "Sich für die großen Dinge der Welt zu engagieren"
Hier die Worte, die Sie, Papst Bergoglio, an die Jungen gerichtet haben:
"Ich weiß, daß Ihr Jungen nicht in der Illusion, in einer Freiheit leben wollt, die sich durch die Mode mitziehen läßt und nach oben zeigt. Habe ich Recht? Lassen Sie nicht die anderen Agenten des Wandels sein! Ihr jungen Leute seid jene, denen die Zukunft gehört. Ich bitte euch, Erbauer der Welt zu sein, Euch an die Arbeit zu machen für eine bessere Welt. Es ist eine Herausforderung, ja, eine Herausforderung. Nehmt Ihr die an? Betet mit mir für die Jungen, damit sie großzügig die eigene Berufung annehmen, sich für die großen Dinge der Welt einzusetzen."
Sie reihen eine Menge politisch korrekter Banalitäten aneinander, die einem die Arme sinken lassen. Eine Jugendsprache ohne Inhalt - wenn nicht - genau- die der Welt. 
Warum verkünden Sie nicht Jesus Christus und die Erlösung?


Das Malta-Fieber und "Couragine"

Fray Gerundio de Tormes hat für wordpress.com eine bittere medizinische Satire - mit spezieller Ausrichtung auf die Infektiologie - zu den turbulenten Ereignissen um den Malteser Orden verfaßt.
Er setzt alle Hoffnung auf ein besonderes Medikament: "Couragine" - möge es helfen!
Wir haben die französische Übersetzung des spanischen Textes bei BenoîtXVI-et-moi gefunden-merci! Hier geht´s zum Original:   klicken

                                         "DAS MALTA-FIEBER"
"Es gibt Mikroorganismen, die sobald sie auftreten, alles um sich herum in Unordnung bringen. Besser - sie zerstören alles auf ihrem Weg, pulverisieren, schädigen, zerbrechen und verpesten. Alles, was mit diesem pathogenen Element in Berührung kommt, wird automatisch angesteckt. Die infektiösen Organismen haben eine solche Kraft, daß sie sich auf den Kranken werfen, um seinen Tod durch vollkommene Zerstörung zu erlangen.
Wenn wir eine Geschichte der Epidemiologie des Bergoglio-Pontifikates schreiben müßten, würden wir entdecken daß im Laufe der vier Jahre, verschiedene pathogene Agenzien sich in der Kirche vermehrt haben und man kann ihre Herkunft auf der Ebene des Stuhles Petri selbst finden. Und genau das Gegenteil von dem , wie es sein sollte. Die Termiten, die aus diesem Sitz kommen, infizieren so gut sie können, die laufen um andere neu zu infizieren und andere die sich reproduzieren als ob es sich um neue Kobolde handelte, auch wenn sie ein Scheitelkäppchen tragen oder einen Doktortitel in Theologie besitzen.Die ansteigende Kurve zeigt, eine beunruhigende Schädlichkeit, weil diese Bakterien sicher Proselyten machen. Diesen Proselytismus, den zu machen, sie andere hindern.
Eines der Epidemie-Gebiete, das unter die effektive Macht dessen, was wir den "Virus-der-alles-sieht" nennen könnten (und der ungefähr einem deutschen Weltanschauungsvirus entspricht) gefallen ist der frühere Souveräne Orden von Malta. Ich präzisiere "frühere" weil er heute so viel Souveränität besitzt wie ich einen Rapper (wie meine Novizen sagen), weil ihm durch den obenerwähnten Virus noch die kleinste Spur von Souveränität genommen wurde. Und der Orden hat jetzt das, was ein Hausbesetzer im Augenblick des Auszugs hat.

In diesem Jahr hat sich das Malta-Fieber stark vermehrt. Wie man sieht, wurden alle vom Schlummerfieber erfaßt, das sie schwächt, schwitzen läßt, und ihre Temperatur hochtreibt.
Wenn das Malteser Virus Sie erwischt, bleiben Sie stark.
Und das ist mit den Brüdern des genannten Ordens geschehen. Von den Bakterien gestochen, leiden sie an einer Lähmung des Willens, was dazu führt, daß der, der dich ansteckt, dominiert, dich vernichtet und neutralisiert.
Die, die am Fieber leiden, schweigen ihr Leben lang und wagen nicht, sich zu räuspern.
Sie treten zurück und verschwinden. Sie treten auf, aber sagen nicht, warum sie zurückgetreten sind. Sie geben Interviews und sprechen über das Virus, als ob sie unter einem Zauber stehen.
Es ist wie das Stockholm-Syndrom, aber in mikrobiologischer Form.

Mehr zu den Maltesern. Geht es um Reformen oder um die Macht?

Ed Condon kommentiert für den Catholic Herald die Vorgänge im Malteser Orden.
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"DIE MALTESER RITTER HABEN DIE FORDERUNG DES VATICANS ERFÜLLT -UND DIE BÜHNE FÜR EINE MACHTÜBERNAHME IST BEREITET"

Viele sehen die Forderung nach "Reformen" als den Weg einer kleinen Gruppe, einer
anderen Gruppe die Kontrolle zu entreißen.

"Am Samstag weigerte sich der Große Rat der Malteser Ritter, einen neuen Großmeister zu
wählen. Statt dessen kamen sie der ausdrücklichen Instruktion Erzbischofs Angelo Beccius nach,
dem Delegierten von Papst Franziskus, und wählten einen Leutnant ad interim, der den Orden für ein Jahr leiten soll.
Während dieser Zeit wird der neue Leutnant mit Erzbischof Becciu und anderen zusammen arbeiten, um eine neue Ordenskonstitution zu produzieren- mit den Bedingungen, unter denen der nächste Großmeister in einem Jahr gewählt werden wird.

                         
   

Die Wahl von Fra´ Giacomo Dalla Torre Del Tempio di Sanguinetto, Großprior des Ordens für Rom, kam für niemanden überraschend. Seine Name - war zusammen mit dem des amtierenden Leutnants Ludwig Hoffmann von Rumerstein- weithin bekannt als einer der "akzeptablen" Kandidaten.
Beide gehörten zu der ausgewählten Gruppe von Rittern, die von Erzbischof Becciu zu einer Privataudienz mit dem Papst unmittelbar vor der Wahl und dem Abflug des Papstes nach Ägypten eingeladen wurden.
Nicht dabei-und defintiv kein akzeptabler Kandidat- war Fra´ Matthew Festing, der abgesetzte frühere Großmeister des Ordens. Seine Anwesenheit bei dem Konzil gab Grund zu öffentlichen Spekulationen, als enthüllt wurde, daß Erzbischof Becciu den bemerkenswerten Schritt unternommen hatte, Festing aufzufordern  nicht an der Abstimmung teilzunehmen oder sogar nicht nach Rom zu reisen.

Diese Aufforderung, die Fra´ Festing unter dem Befehl des religiösen Gehorsams übermittelt wurde, wurde dann öffentlich vom Hl. Stuhl zurückgenommen, als darauf hingewiesen wurde, daß Erzbischof Becciu - der den Papst in diese Anordnung hineinkopiert hatte- nicht autorisiert war, Fra´ Festing religiösen Gehorsam zu befehlen und dessen erzwungene Abwesenheit die Abstimmung ungültig gemacht hätte.


Mittwoch, 3. Mai 2017

A. Socci & und die päpstlichen Äußerungen über Konzentrationslager und seine Wortwahl bei diesem und bei anderen Themen

Antonio Socci am 1. Mai in Il Libero.
Auch in dieser tour d´horizon durch päpstliche Wortmeldungen läßt er die Samthandschuhe im Schrank. Und er traut sich, Dinge zu schreiben, die in unserem Land niemals das Licht der Öffentlichkeit sehen oder seiner sofortigen Erklärung zur persona non grata führen würden.
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"BERGOGLIO SIEHT LAGER, WO ES KEINE GIBT UND WO ES SIE GIBT - IN CHINA UND CUBA SIEHT ER SIE NICHT (...)"


            
"Das Papsttum war während Jahrhunderten eine der größten moralischen Autoritäten der Welt. WIe ist es möglich, daß heute ein Papst sagen kann, daß es in Italien Konzentrationslager gibt, in denen die Flüchtlinge eingesperrt sind, ohne daß auch nur eine Zeitung widerspricht, ohne daß auch nur ein Minister antwortet, ohne daß auch irgendeine Autorität die Verantwortung übernimmt, eine so schwerwiegende Beschuldigung zu überprüfen.
Ist die Autorität eines Papstes schon so weit gefallen, daß seine Worte verschwinden, als ob sie - was weiß ich - eine der von einem Senator Razzi (ital. Politiker der für seine Entgleisungen berühmt ist) geäußerten Enormitäten seien. Oder ist Italien vielleicht so tief gefallen, daß man  es mit schrecklichen Vorwürfen überhäufen kann, ohne daß irgendeine Autorität reagiert, um ihr armes Land zu verteidigen?

BEISPIELLOS 
Hier die Fakten.
Vor einer Woche hat Bergoglio die "Grausamkeit" gegenüber den Migranten verurteilt und die Flüchtlingslager mit den Konzentrationslagern verglichen.

Auf dies Enormität hat lediglich eine Jüdische Organisation reagiert, das Amerikanische Jüdische Komitee, das - ohne in den Zeitungen erwähnt zu werden - Bergoglio aufgefordert hat "seine unglückliche Wortwahl zu überdenken".
Mit gutem Recht hat David Harris, Vorsitzender des AJC, bemerkt, daß "die Bedingungen unter denen die Migranten aktuell in einigen europäischen Ländern leben sehr schwierig sein mögen, ... aber sicher nicht mit Konzentrationslagern verglichen werden können."


Was ein Ägypter und islamischer Intellektueller über den Besuch von Papst Franziskus in der Al-Azhar-Universität denkt

Loula Lahham hat nach dem Besuch des Papstes in Ägypten, den Islamgelehrten Islam Béheiri für Asia News interviewt.
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"PAPST: DIE VERSÄUMTE GELEGENHEIT BEI AL AZHAR"  SAGT DER ISLAMGELEHRTE ISLAM BEHEIRI (DER SICH BZGL DER KREUZZÜGE IRRT)

"Islam Béheiri ist ein islamischer Intellektueller, der seit kurzem aus dem Gefängnis gekommen ist,
nachdem er von der ägyptischen Justiz zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, weil er Al-Azhar, 
die wichtigste muslimische Instanz der Welt, kritisiert hatte.
Die Worte, die er zuvor geäußert hatte, wurden als Diffamierung des Islam angesehen.
Er wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, die dann auf 1 Jahr reduziert wurden. 
Schließlich - im vergangenen Dezember - kam das Amnestie-Dekret des Präsidenten - das zur vorzeitigen
Entlassung führte und in der Folge hat Béheiri seine Tätigkeit als Kritiker und Gelehrter wieder aufge-
nommen. Behéiri hat viele Appelle zur Reform des religiösen Diskurses und für eine neue Interpreta-
tion der klassischen Bücher der islamischen Jurisprudenz lanciert.
Texte, die seiner Meinung nach, in einigen Passagen eine wahre Hymne auf die Gewalt sind.

Im Verlauf unseres Gespräches wollte er seine eigene Lesart des Interviews anbieten, das der Groß-
Imam Amad Al-Tayeb vor Papst Franziskus - im Zusammenhang mit der von der Islamischen
Universität veranstalteten Internationalen Friedenskonferenz am vergangenen 28. April gegeben hat.



Hier folgt das Interview mit Islam Behéiri:

Was denken Sie über den Besuch von Papst Franziskus, der mehrmals einen Zusammenhang 
zwischen Gewalt und Islam und Gewalt abgelehnt hat? 

"Es war eine große Ehre für uns, daß der Papst nach Ägypten gekommen ist. Er hat hier und zuvor 
viel von Ägypten gesprochen, und hat sein Beileid für alle erlittenen Verluste ausgedrückt.
Meiner Meinung nach stellt er perfekt die Lehren des Christentums dar, wie Toleranz, und wollte 
nicht die wahren Gründe für Gewalt auf dem Boden von Religion ansprechen. 
Er versucht tatsächlich, eine neue Seite aufzuschlagen und einen Neuanfang mit den Repräsentanten 
des Islam zu beginnen.
Diese sogenannte "Friedenskonferenz"  hatte auf globaler Ebene einen enormen Erfolg bei den Medien, wird aber in der Realität der Dinge nichts ändern.
Es gibt nichts Spezifisches für den Kampf gegen den Terrorismus. 
Wenn sie sich einbilden, daß der Terrorismus auf religiöser  Basis auch nur einen Schritt rückwärts 
macht, sind sie Träumer. Es ist noch zu früh.
Keiner will sich diesen Ideologien entgegen stellen und so wird Daesh [arab. Synonym für ISIS] mit
seinen Aktionen fortfahren."