Mittwoch, 16. August 2017

Die Entwicklung der Berufungen

Marco Tosatti hat für First-Things die Entwicklung der Berufungen zum Priesteramt in der Katholischen Kirche untersucht und kommentiert.
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              "DIE RÜCKKEHR DER BERUFUNGSKRISE"
"Die Erholung der priesterlichen Berufungen scheint vorbei zu sein. Zwischen 1978 und 2012 erfreuten sich die Seminare rund um die Welt nach der großen Krise der 70-er Jahre, die dem II.Vaticanischen Konzil folgte, einer Periode des Wachstums. Dieses Wachstum war weder regelmäßig noch war es in den Ländern und Kontinenten gleichförmig. Aber der Trend war klar. Die kürzlich vom Päpstlichen Zentralamt für Statistik veröffentlichten Zahlen haben enthüllt, daß die Berufungskrise in den letzten Jahren zurück gekehrt ist.

Die größten Zuwächse hatte es unter Johannes Paul II gegeben. Als Karol Wojtla 1978 zum Papst gewählt wurde, lag die Zahl weltweit bei 63.882.
2005 in dem Jahr, in dem er starb betrugen sie insgesamt 114.439. Die Zahlen stiegen während der Regierungszeit Beneditkts XVI weiter an: ihren modernen Höhepunkt erreichten sie 2011- mit 120.616, eine Zunahme um 6177 seit dem päpstlichen Übergangsjahr.
Nach 2011 bewegten sie sich nach unten - auf 120.051 2012 und 118.251 in 2013, dem Jahr von Benedikts Rücktritt. So betrug die Zahl der  Berufungen 2013 also 2365 weniger als bei ihrem Höhepunkt unter Benedikt und 3812 mehr als bei ihrer Höchstzahl unter Johannes Paul II.

Im März 2013 tauchte aus dem Konklave Papst Franziskus als neuer Herrscher der Kirche auf. Die Daten lassen vermuten, daß dieses Pontifikat die Abnahme der Berufungen seit 2011 nicht beschleunigt hat, sie aber andererseits nicht beendet hat.
2015 gab es 116.843 Seminaristen- eine Abnahme von 1408 seit 2013. Wenn diese Abnahmerate bestehen bleibt,werden in ein oder zwei Jahren die Berufungen ungefähr wieder da sein, wo sie beim Tod Johannes Pauls II waren. Dennoch werden wir dann in einer schlechteren Form sein als damals.
So  gab es z.B. 2010 2900 Katholiken für einen Priester, 2015 waren es 3091.

Die Abwärtsbewegung der Berufungen ist im Westen besonders offensichtlich, besonders in den europäischen Ländern, in denen die Säkularisierung und der religiöse Liberalismus am stärksten ist:
Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz.
In Ländern wie Polen und Kontinenten wie Afrika, in denen der Katholizismus traditioneller geblieben ist, ist die Lage anders. Die Berufungen sind konstant und blühen auch manchmal.


Tweet zum Tage: oder wie es heute wohl wäre....

Schon bald steht das Christkind vor der Tür ...

Das Wettrennen, wer in diesem Jahr zuerst Lebkuchen und Glühwein anbietet, ist eröffnet:

Diesmal startete es bereits im August und es scheint auch Menschen zu geben, die das jetzt schon wollen:

Fundstück

In Köln ist - zum Sechwochenamt-der von der Kommunikationsabteilung des Erzbistums Köln herausgegebene Bildband "Abschied von Joachim Kardinal Meisner" erschienen.
Domradio stellt ihn vor.
Hier geht´ s zum Original:  klicken

Quelle: domradio.de


Dienstag, 15. August 2017

Mariae Himmelfahrt 1249 in Köln

hat Konrad von Hochstaden, Bischof von Köln, den Grundstein für den Neubau des Kölner Domes gelegt. Nachdem der alte Dom für die wachsende Zahl der Gläubigen und Pilger zum Schrein der Hl. Drei Könige zu klein geworden war, hatte das Domkapitel 1247 den Beschluss zum Neubau eines größeren und modernen Domes gefaßt. Als Baumeister wurde Meister Gerhard verpflichtet, der sicher nicht ahnte, daß es bis zur Weihe seines Meistwerkes noch 632 Jahre dauern sollte.

Tjalke Weber hat für Domradio dazu einen Beitrag veröffentlicht, den man hier lesen kann:  klicken

Quelle: domradio, T. Weber

Mariae Himmelfahrt

Mariae Himmelfahrt am 15. August 2011 in San Tommaso da Villanova, Castel Gandolfo. Seit 4 Jahren müssen die Einwohner und Besuche von Castel Gandolfo auf die vom Bischof von Rom gefeierte Hl. Messe verzichten.
   
        

Hier geht´s zum Predigt-Text:  klicken

Sie begann so:

"Wieder einmal sind wir versammelt, um eines der ältesten und am meisten geliebten Feste zu feiern, die der allerseligsten Jungfrau Maria gewidmet sind: das Hochfest ihrer Aufnahme in die Herrlichkeit des Himmels mit Leib und Seele, also mit ihrem ganzen menschlichen Sein, in der Unversehrtheit ihrer Person. So ist uns die Gnade gegeben, unsere Liebe zu Maria zu erneuern, sie zu bewundern und zu loben für das »Große«, das der Allmächtige an ihr getan und in ihr gewirkt hat." (....)

Quelle: LEV, La Santa Sede, raffaella blogspot

Dan Hitchens will nicht an der Konvertiten-Neurose à la Ivereigh leiden....

Dan Hitchens widerspricht im Catholic Herald Austen Ivereighs Behauptung (die er inzwischen auf massiven Druck auch der Redaktion von Crux zurückgenommen hat), daß nur neurotische Konvertiten am derzeitigen Zustand der RKK etwas zu bemängeln hätten.
Hier geht´s zum Original:   klicken
Er titelt:

"ES SIND NICHT NUR KONVERTITEN DIE BESORGT SIND ÜBER DIE KIRCHE"
Eine angenommene "Neurose" erklärt nicht, warum so viele Katholiken Sorgen über den gegenwärtigen Stand der Dinge haben."

Während der Osservatore Romano die Hauptgegner des aktuellen Pontifikates im Klerus verortet, findet Papstbiograph  Austen Ivereigh die bei den Laien, andere behandeln das Problem als ein geopolitisches und Kardinal Kasper findet die Schuldigen in Afrika und  ín Asiatischen und Muslimischen Ländern.....

Nach Hitchens ist die einfache Lösung dieser sich anscheinend widersprechenden Vielfalt die, daß alles wahr ist. Hitchens findet -wie er sagt- Sorgen bei Priestern ud Laien, Westlichen , Vatican-Offiziellen, Hausfrauen, berühmten Professoren und einfachen Leuten, Tories und Corbynanhängern, sturen Traditionalisten und lächelnden cheerleadern des II.Vaticanischen Konzils.

Ivereigh aber findet ein gemeinsames Merkmal, das im Epizentrum der Ängstlichkeit steht: eine Konvertiten-Neurose, "die sich selbst in einer disproportionalen Angst äußert" : "dem Horror vor einer doktrinalen Fortentwicklung  über ihre Lieblingsperiode der Katholischen Geschichte hinaus" und dem mangelnden Vertrauen darin, daß  der "Hl. Geist Papst Franziskus führt".
Hitchens verbirgt nicht, daß diese Art der psychologischen Ferndiagnosestellung ihm gewaltig auf die Nerven geht, zumal zumindest er genau so viele geborene Katholiken mit den selben Sorgen kennt wie Konvertiten und er von Ivereigh namentlich zu den Neurotikern gezählt wird.
Unter Ersteren nennt er Kardinal Burke, der als Kind seinen Glauben von seiner Mutter lernte und Dr. Joseph Shaw-Sprecher von 45 Theologen und Priestern, die -wie die dubia-Kardinäle- um Klärung bzgl. Amoris Laetitias gebeten haben.


Montag, 14. August 2017

Eine kleine Abendmusik.....

Das Ensemble Tafelmusik intoniert Lullys Tänze für die vier Jahreszeiten......

          

Bei Stilum Curiae spricht man Klartext zur Flüchtlingskrise, Verantwortlichen und Mitverantwortlichen

Marco Tosatti veröffentlicht und kommentiert bei Stilum Curiae den Brief von Pezzo Grosso an die italienischen Bischöfe zum Thema Migration und Verantwortung, der gestern unter dem Titel "Pezzo Grosso zielt hoch: er verlangt von Bassetti nach dessen Aussage zur Migration den Kopf Galantinos." erschienen ist.
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"MIGRANTEN, DIE VERANTWORTLICHKEIT DER KIRCHE UND DER BISCHÖFE. DER BRIEF EINES KOMMENTATORS VON STILUM CURIAE."

Gestern habe ich den Brief von Pezzo Grosso zum Thema der Migranten und der Verantwortlichkeit kommentiert und dazu geschrieben": "Kardinal Bassetti hat zu Recht von der Ethik der Verantwortung gesprochen. Wir wollen uns fragen, wieviele Leben - jener im Meer Ertrunkenen - man gerettet hätte, wenn unsere Regierung, und die Bischöfe und der Primas Italiens, der der Papst ist, anstatt mit Gesten und Worten das unterschiedslose an Land gehen zu ermutigen, Worte der Rechtmäßigkeit und des Mutes gefunden hätten, mit dem Ziel eine Politik wie sie die anderen Länder der Welt praktizieren, von Spanien bis Australien zu fördern?
Gibt es für all dieses eine Verantwortung oder genügen die guten Vorsätze (mit Geldregen) um die Gewissen zu beruhigen? Ich - wenn ich einer der Prediger der wilden Migration wäre - würde doch einen kleinen nagenden Wurm des Zweifelns im Gewissen spüren. Oder vielleicht auch einen Maulwurf. Oder zumindest einen Hamster....."

Ich hätte mich vielleicht gefragt, ob ich nicht vielleicht zu hart wäre. Heute aber habe ich gesehen, daß auch der Ex-Präsident der Kammer (dem wir nachweinen müssen) Luciano Violante behauptet, daß die Linke "den Kontakt zum Volk verloren hat" und das "politisch Korrekte mit dem politisch Praktikablen verwechselt, die Politik mit der Ästhetik." wenn über dieses Problem gesprochen wurde. Ich habe gestern den Kommentar bei Stilum Curiae gelesen und gebe ihn zur Gänze wieder:

"Wissen Sie" - sagte der Kardinal zu Avvenire - "daß keine einzige Frau unter den angekommenen Migranten ist, die nicht vergewaltigt wurde? Und wissen Sie, daß allen ständig mit dem Ertrinken gedroht wird, wenn sie den Erpressungen der wahren und eigenen Mafia, die den Handel mit Migranten betreiben nicht gehorchen?"

"Hier also findet die CEI plötzlich, daß der Menschenhandel, den sie bisher verteidigt (die Kampagne Galantinos "frei wegzugehen und frei zu bleiben") und gefördert hat, verrückte menschliche Kosten mit sich bringen? 
Papst Franziskus, der jeden Tag die Massenmigration ideologisch propagiert, auch gegen den Rat der Bischöfe der Länder aus denen die Migranten kommen?  Die Tausende von Migranten, die nur dieses Jahr beim Versuch Italien zu erreichen, im Meer umgekommen sind, wer und was hat dieses verzweifelte Rennen gespeist? 

Die Hauptverantwortlichen für dieses Chaos sind der Papst und seine Prokonsuln wie Galantino. Bassetti hat nur die Luft geschnuppert und ist sich bewußt geworden, daß die Laien des ideologischen Blödsinns vom Vatican und den Bischöfen müde sind. Blödsinn, der auf dem Rücken der anderen, Afrikaner und Italiener gemacht wird.


Kardinal Parolin reist nach Moskau

A. Gagliarduccci  kommentiert bei Monday in the Vatican die bevorstehende Reise von Kardinalstaatssekretär Parolin nach Moskau und gibt seinen Lesern noch eine kleine Geschichtslektion.
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                  "EINE REISE NACH MOSKAU FÜR PAPST FRANZISKUS?"

Kardinal Pietro Parolin, Vaticanischer Staatssekretär wird vom 20.-24. August nach Moskau reisen und die Nachricht von seiner bevorstehenden Reise  hat die Diskussion über eine mögliche Reise von Papst Franziskus nach Rußland wieder eröffnet.

Kardinal Parolins offizieller Zeitplan für die Reise ist noch nicht veröffentlicht worden. Es erscheint sicher. daß der Kardinal sowohl Präsident Vladimir Putin als auch Patriarch Kyrill vom Moskauer Patriarchat der Russisch-Orthodoxen Kirche treffen wird.

Eine Papst-Reise nch Moskau ist ein langgehegter Traum. Der geht zurück auf die 90-er Jahre, als nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Besuch Präsident Michael Gorbaschows Besuch im Vatican- der Hl. Papst Johannes Paul II hoffte, er könne mit einer Reise nach Moskau sein Konzept eines Europas, das mit zwei Lungenflügeln atmet, endlich vollenden. klicken

Dieser langgehegte Reisetraum wurde nie Wirklichkeit. Joaquin Navarro Valls, Direktor des Vaticanischen Pressebüros, sagte einmal, diese Reise sei "eine solange eine offene Tür wie sie nicht geschlossen wird." So war es bis jetzt.

Die Reise wurde nicht wegen politischer Themen verhindert.
Der Papst ist mehrmals nach Mokau eingeladen worden. Die erste Einladung kam von Gorbaschow während seines Besuches im Vatican am 1. Dezember 1989.
Gorbaschows Nachfolger Boris Jeltsin lud den Papst ein, als er ihn zum erstenmal am 20. Dezember 1991 besuchte und  dann noch einmal nach seinem zweiten Besuch im Februar 1998.
Allerdings unterstrich ein Sprecher des Kremls am Ende dieses letzten Treffens, daß ein Papstbesuch in Moskau nur nach sorgfältiger Vorbereitung und Bereinigung der Beziehung zwischen Katholiken und Russisch-Orthodoxen stattfinden könne.

Thema hinter den Kulissen waren die Unierten, was sich nach Russisch Orthodoxer Lesart auf die Katholiken Byzantinischen Ritus in der West-Ukraine bezog, deren Kirchengüter der Orthodoxen Kirche übereignet worden waren, nachdem Stalin die Unierten zu Geächteten erklärt hatte. klicken


Da ist man einmal am Wochenende auf Reisen ... und schon passiert in der Stadt ein Wunder!

Es muss ein ganz besonderer Sonntag gewesen sein, dieser 13. August!

Die Kirchen in München müssen zum Bersten voll gewesen sein und keiner wurde mehr in die Kirchen hineingelassen.

Da hat er sich erbarmt, der Pfarrer Schießler und hat sich mit denen, die nicht mehr in die Kirchen hineingelassen wurden, auf die Suche begeben.
Fündig ist er dann auf dem Dach eines Hochhauses geworden. Da waren sicher alle heilfroh, dass sie endlich mit der Messfeier beginnen konnten - und mit dem Aufzug waren ja sicher alle auch recht schnell oben.



Messe auf dem Hochhausdach - klingt ja irgendwie nicht so romantisch. Deshalb wurde - der Pfarrer Schießler kann halt alles - das Hochhaus schnell zu einem Berg, auf dem man sich in eine Bergmesse hineinträumen konnte.. Nicht zu sehen ist allerdings auf dem Video das Gipfelkreuz, das normalerweise auf einem bayerischen Berg aufgestellt ist. Es fehlen auch die Kirchen und Kapellen, vor denen in vielen Orten die Bergmessen zelebriert werden ... aber so ist's im wahren Leben - Berge kann er halt doch ned versetzen, der Pfarrer Schießler ....

Heiliger Maximilian Kolbe

Heute gedenkt die Kirche des Hl. Maximilian Kolbe, der am 14. August 1941 in Auschwitz ermordet wurde, an Stelle eines Familienvaters, für den er freiwillig in den Tod ging.

                            HEILIGER MAXIMILIAN KOLBE BITTE FÜR UNS!

          

Bei seinem Pastoralbesuch in der Römischen Gemeinde San Massimiliano Kolbe sagte Papst Benedikt XVI  in seiner Predigt über den Heiligen:

"Beginnen wir hier in unserer Pfarrei: der hl. Maximilian Kolbe, der sich anbietet, den Hungertod zu sterben, um einen Familienvater zu retten.
Was für ein großes Licht ist er geworden! Wie viel Licht ist von dieser Gestalt ausgegangen und hat andere ermutigt, sich hinzugeben, den Leidenden, den Unterdrückten nahe zu sein! Denken wir daran, welch ein Vater Damian de Veuster  für die Leprakranken war, der mit den Leprakranken und für sie gelebt hat und gestorben ist, und so Licht in diese Gemeinschaft gebracht hat. Denken wir an Mutter Teresa, die so vielen Menschen Licht geschenkt hat, die nach einem Leben ohne Licht mit einem Lächeln gestorben sind, weil sie vom Licht der Liebe Gottes berührt worden waren."

Hier geht´s zum Original:  klicken

Quelle: La Santa Sede, LEV, Vigna del Signore

Kleiner Ausflug in Medien & Politik

Sonntag, 13. August 2017

Father Hunwicke spricht:

Ein wohl nicht ganz ernstgemeintes Schmankerl von Father John Hunwicke in zumindest in Rom heißen Zeiten. Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:  klicken

                              "MING DER GNADENLOSE"
Jemand, der es wissen sollte, hat mir erzählt, daß unser geliebter Hl. Vater unter seinen Mitarbeitern in der Kurie manchmal als "Ming der Gnadenlose" bekannt ist.

Diese Bezeichnung suggeriert mir flackernde schwarz-weiße Abenteuerfilme aus den 1930-er Jahren, lange Fingernägel, unglaublich hängende Schnurrbärte, unvofstellbare orientalische Grausamkeiten, Opium-Höhlen und alles das. Bin ich auf der richtigen Spur?

Man kann sich orientalische Grausamkeiten oder auch opium-befeuerte Orgien in Papst Franziskus´ Rom einfach nicht vorstellen.

Übrigens verbringt der Hl. Vater offensichtlich einen bescheidenen und enthaltsamen August in Domus Sanctae Marta , um zu zeigen, daß er kein luxusgenießender Renaissance-Fürst ist. Weiß jemand, ob die Klimaanlagen angeschaltet ist (siehe Laudato Si´, Paragraph soundso).

Ist da was Wahres an dem Gerücht, daß das kühlere und papst-verlassene Castelgandolfo jetzt exklusiv klerikalen Bloggern und ihren Frauen zur Verfügung steht?"

Quelle: liturgicalnotes, Father J. Hunwicke




 




Is there any truth in the rumour that the cooler and papally-vacated Castelgandolfo has been made exclusively available to clerical bloggers and their wives? 

Marco Tosatti zu Ivereighs Vorwürfen gegen die Konvertiten....

Marco Tosatti kommentiert in LaNuovaBussolaQuotidiana die frustrierte Philippika Austen Ivereigh gegen "die Konvertiten" die er in einer TV-Diskussion, die pikanterweise von Al Jazeera ausgestrahlet wurde, für die wachsende Unbeliebtheit des amtierenden Pontifex und andere Malaisen der Kirche verantwortlich macht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

           "FÜR JEMANDEN SIND JETZT DIE KONVERTITEN DAS PROBLEM"

"Im August hat mich die seltsame Schlacht über die Konvertiten neugierig gemacht,  Eine ganz und gar angloamerikanische Schlacht, die in Italien kein  Echo gefunden hat. Fassen wir es kurz zusammen. Alles beginnt mir einer Diskussion bei Al Jazeera zwischen Austen Ivereigh, der schon Pressesprecher des Bischofs von Westminster, Murphy O´Connor war, und dem großer Beschützer des regierenden Pontifex und Matthew Schmitz, dem Schriftleiter der angesehenen USA-website "First Things".

Ein liberaler amerikanischer Katholik, Michael Sean Winter, vom "National Catholic Reporter", der die Debatte im Fernsehen gesehen hat, kommentierte : "Ich bin es so leid, daß Konvertiten uns erzählen, daß der Papst nicht katholisch ist"
Dieses Stichwort wurde bei Crux von Austen Ivereigh aufgenommen, der die amerikanischen Konvertiten, die den Papst kritisieren, beschuldigt, an einer Neurose zu leiden.
Ivereigh erklärt: "Eine Neurose ist eine pathologische oder extreme Reaktion auf etwas, was einfach nicht mir der Realität übereinstimmt."
Die kritischen Konvertiten würden dazu neigen, es an Menschlichkeit fehlen zu lassen, die Veränderungen in der Kirche nicht zu akzeptieren und an einer präkonziliären (II. Vaticanum) Kirche festhalten zu wollen.
Und er zitiert jemanden, nach desssen Meinung viele Konvertiten"hauptsächlich deshalb konvertiert sind, weil die Kirche Dinge lehrt, die mit ihrer ideologischen Vision übereinstimmt."

Das könnte eine leicht surreale akademische Diskussion seinn, wenn Austen Ivereigh nicht eine präzise Auswahl an Kommentatoren und Journalisten getroffen hätte, die zu dieser Kategorie gehören. Und dann wurde alles unangenehm und persönlich.
Ziel sind -wie wir gesehen haben- die Konvertiten (wenn sie kritisch sind). Die Anschuldigung könnte leicht gekippt werden, wenn man behauptet, daß es den von klein auf konditionierten "Blüten der Sakristei", die dazu erzogen wurden gegenüber kirchlichen Autoritäten gehorsam zu sein, an Unabhängigkeit und nötigen Freiheit fehlt, objektiv zu urteilen.

Und dann ist es vielleicht nötig über den Begriff "Konvertiten" nachzudenken. Ich bin  ein armer Christ, sicher unwisend und ohne theologische Lorbeeren. Aber während meiner Begegnungen mit Kirchenleuten glaube ich verstanden zu haben, daß wir alle Konvertiten sind.
Außerdem- sagen Sie mir, wenn ich mich irre- sollten wir jeden Tag umkehren. Oder ist die Aufforderung zur ständigen Umkehr nur eine elegante verbale Übung?


Samstag, 12. August 2017

Musik zum Samstag-Abend

Wir feiern unsere Kulturtradition. Im Rahmen seines Galileo-Projektes intoniert das Ensemble "Tafelmusik" das Rondo aus der Abdelazer- Suite von Henry Purcell.

         

A. Socci: Will die "Kurien-Partei" Parolin als nächsten Papst?

Antonio Socci kommentiert bei LoStraniero die irritierten Reaktionen des Vaticans auf seinen Artikel, in dem er über einen Zerwürfnis zwischen dem Pontifex und seinem Kardinalstaatssekretär bzgl. der Situation in Venezuela und seines Diktators Maduro,berichtet hatte. Subsitut Msgr. Becciu hatte Socci einen Brief zu diesem Thema geschrieben und zahlreiche Dementis veröffenticht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"WAS HINTER DER VATICANISCHEN IRRITATION ÜBER DEN ARTIKEL ÜBER EINEN DISSENS ZWISCHEN BERGOGLIO UND PAROLIN STECKT"

(....) Es ist offensichtlich, daß die Erklärung Kardinal Bassettis zur Flüchtlingsfrage und zu NGOs eine Distanzierung vom Migrationsextremismus Bergoglios und Galantinos ist. Hoffen wird, die dauerhaft ist. In der Entourage von Bergoglio dementieren sie schon, dass das eine Wende sei, aber es genügt, die Worte Kardinal Bassettis mit denen des Ultrabergoglianers Msgr. Perego (Stiftung für Migration der CEI) der am vergangenen Montag von Repubblica interviewt wurde

Hinter der Irritation des Vaticans über meinen Artikel über Themen in denen Bergoglio und Parolin, steht das Projekt der "Kurienpartei", das besonders mit seinem Staatssekretär auf die Nachfolge Bergoglios abzielt, Hier nun, warum das Thema Parolin-Bergoglio heute ein unantastbares Tabu ist. Es wird zu uns zurückkommen.

Zuerst muß man sehen, daß für den Papst die Geschichte des roten Despoten nicht nur ein katastrophaler Ausrutscher ist, der ein bereits durch den südamerikanischen Castro-ismus angeschlagenes Pontifikat diskreditiert. Und es ist dennoch das Ereignis, daß den Schiffbruch der politischen Ideologie Bergoglios markiert.
Übereinstimmend mit der unvorhergesehenen Verteidigung durch das Amt Luigi Bisignanis ist der Gegensatz zwischen Bergoglio und Parolin hier offensichtlich geworden.
Maduro selbst hat am Sonntag wiederholt, daß Papst Bergoglio gut und Freund der Genossen ist, während Kardinal Parolin schlecht sei und zu den venezolanischen Bischöfen stehe.
Das "Wall Street Journal" ist am 7. August mit einem klaren Leitartikel erschienen: "Papst Franziskus spricht für Venezuela".
Untertitel: "Der erste lateinamerikanische Pontifex ist gegenüber Trump härter als gegen den Despoten von Caracas"


Die Schlacht der Polemiker um das aktuelle Pontifikat

Dr. Joseph Shaw analysiert bei onepeterfive Rhetorik und Diskussionstaktik des Papstbiographen Austen Ivereigh und untersucht dessen modus operandi in den Auseinandersetzungen mit seinen Kritikern anhand Ivereighs neuester Polemik gegen Konvertiten, die hohe Wellen geschlagen hat und in der er den Kritisierten praktisch das Recht abspricht, sich beispielsweise zu Kirchenthemen zu äußern.
Shaw findet dabei eine jeder Argumentation Ivereighs zugrunde liegende Formel und stellt sie vor. Dabei zeigt er auch, daß es Ivereigh nicht um Glauben & Lehre geht-sondern u.a.um Rechthaben um des Rechthabens willen und seine absolute Idolatrie: Du sollst keine anderen Götter haben neben Papst Bergoglio, denn der ist ein eifersüchtiger "Gott".
Hier geht´s zum Original:  klicken

Der Artikel beginnt so:

             "EINE VIEHBREMSE IM KAMPF: AUSTIN IVEREIGHS RHETORIK"
"Austen Ivereigh hat es wieder getan: seine Gegner (von denen er hilfreicherweise viele namentlich nennt) in einen Verteidigungstaumel zu treiben, der fast seine Behauptung beweist, besonders daß diese Individuen sich zu schnell aufregen."
(....)
Ich muß klar sagen: Ich denke, daß Ivereigh eine Art Genie ist. Ihm bei der Diskussio mit Matthew Schmitz bei Al Jazeera zuzusehen, ist als ob man einer Bremse beim Kampf mit einem Sumo-Ringer beobacht. Er hat das selbe in seinem jüngsten post über Konvertiten bei Crux getan. Ich interessiere mich sowohl für dden Inhalt als auch für die Form der Argumentation und erkenne einen Meister bei der Arbeit. Wie macht er das?"

Quelle: Dr. J. Shaw, onepeterfive


Freitag, 11. August 2017

Eine kleine Abendmusik.....

 

          

Heilige Clara bitte für uns!

Papst Benedikt XVI bei der Generalaudienz am15. 9. 2010  über die Hl. Clara von Assisi, der die Kirche heute gedenkt.

                              HEILIGE CLARA BITTE FÜR UNS!

Hier geht´s zum Gesamttext der Katechese :   klicken

Hier ein Ausschnitt aus der Katechese:

In Begleitung einer Freundin, Bona di Guelfuccio, ging sie heimlich zu den Minderbrüdern bei der »Portiunkula«-Kapelle. Es war der Abend des Palmsonntags 1211. Unter allgemeiner bewegter Anteilnahme wurde eine hochsymbolische Geste vollbracht: Im Schein brennender Fackeln, die seine Gefährten in den Händen hielten, schnitt Franziskus ihr Haar ab, und Klara legte ein rauhes Büßergewand an. V
Von diesem Augenblick an war sie zur jungfräulichen Braut des demütigen und armen Christus geworden und weihte sich ihm vollkommen. Wie Klara und ihre Gefährtinnen wurden zahllose Frauen im Laufe der Geschichte angezogen von der Liebe zu Christus, der in der Schönheit seiner göttlichen Person ihr Herz erfüllt. Und durch die Berufung der geweihten Jungfrauen zur mystischen Ehe zeigt sich die ganze Kirche als das, was sie für immer sein wird: die schöne und reine Braut Christi."

Quelle: La Santa Sede, LEV

Kardinal Burke weist Kardinal Marx in die Schranken....und lobt Kardinal Meisner

Pete Baklinski berichtet bei lifesitenews darüber, daß der us-amerikanische Kardinal Raymond Burke den deutschen Kardinal Reinhard Marx wegen seiner Aussage zur HS-Ehe kritisiert hat.
Hier geht´s zum Original: klicken

"US-KARDINAL RÜGT DEUTSCHEN KARDINAL, DER GESAGT HAT, DIE KIRCHE SOLLTE SICH NICHT WEGEN DER HS-EHE SORGEN"

US-Kardinal Raymond Burke hat den deutschen Kardinal Reinhard Marx kritisiert, weil der gesagt hat, daß die kürzlich erfolgte Legalisierung der HS-Ehe der Katholischen Kirche in seinem Land keine größeren Sorgen bereitet.

Burke, einer der führenden Kirchen- Experten für kanonisches Recht, hat über Marx gesprochen, als er aufzeigte, wie es heute den allgemein üblichen Übeln gelungen ist, die verwüsteten Kulturen des Westens zu infiltrieren, die von den Hirten zu den Schafen übergeht. Diese Kommentare vom 22. Juli hat er am 22.Juli beim "Kirche lehrt-Forum" in Louisville abgegeben.

"Aber auf teuflische Weise sind Verwirrung und Irrtum, die die menschliche Kultur auf den Weg des Todes und der Zerstörung geführt haben, auch in die Kirche eingedrungen, so daß sie sich dieser Kultur annähert, anscheinend ohne ihre eigene Identität und Mission zu kennen. ohne anscheinend die Klarheit und den Mut zu haben, der radikal säkularisierten Kultur das Evangelium des Lebens und der Göttlichen Liebe zu verkünden", sagte er.

Als Beispiel zitierte er die jüngsten Bemerkungen von Kardinal Marx, der Vorsitzender der Deutscten Bischofskonferenz  ist.

In einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" vom 14. Juli sagte Marx daß er die Abstimmung vom 30. Juni in Deutschland, die zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe führte nicht als Niederlage sehen könne, weil das Konzept der Ehe und Familie nicht nur eine Sache der Kirche ist, sondern etwas, das ebenso den säkularen Staat angeht.


Donnerstag, 10. August 2017

Musik zum Abend

Zur Feier unserer europäischen Kultur und Tradition.
Domenico Cimarosa:  "Der Kapellmeister"  


            ´

M.Tosatti hat "Der Herr der Welt" gelesen.

Auch Marco Tosatti hat seine kurzen Sommerferien mit einem Buch verbracht, das er seinen Lesern auf Stilum Curiae jetzt vorstellt und empfiehlt.
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                       "DER HERR DER WELT. "
PROPHETISCH: ABER BENSON HATTE EINE SITUATION NICHT VORHERGESEHEN, WIE SIE GERADE JETZT IST."
Liebe Stilum-curianer, ich habe diese wenigen Ruhetage-weit entfernt vom Computer in Gesellschaft eines Buches verbracht, das ich noch nicht gelesen hatte und das viele von ihnen sicher schon kennen: "Der Herr der Welt"  von Robert Hugh Benson.
Ein Werk, das nach Meinung einiger die Inspiration George Orwells für "1984" war.
Wer es noch nicht gelesen hat, sollte meinen bescheidenen Rat annehmen, es zu lesen. 
Es wurde 1907 geschrieben und ist ein "dystopischer" Roman, der eine imaginäre Gesellschaft beschreibt, mit Konturen, die denen der Utopie entgegengesetzt sind: das heißt schlecht.

Geschrieben hat es ein anglikanischer Priester, Sohn des Erzbischofs von Westminster, der später in die Katholische Kirche eingetreten ist. 

Robert Hugh Benson, Foto: wikicommons, gemeinfrei

Es war 1907 und Robert Hugh hatte nicht mehr die Zeit (er starb 1914), das schrecklichste organisierte Abschlachten zu erleben, das (bis dahin) je auf der Erde vorgekommen war.
Die Oktoberrevolution, der Kommunismus, der Nazismus und die leise Diktatur des Politisch Korrekten haben diese Stelle stillschweigend eingenommen oder sich diesen Greueln still an die Seite gestellt. 
Aber wie Sie sehen werden, oder schon gesehen haben, hat er es prophezeit- bis zur Euthanasie.
Aber Benson lebte im viktorianischen England und schrieb in einem historischem Augenblick, in dem der Positivismus, die Wissenschaft und der technische Fortschritt (den er geschickt im Buch ausnutzt,sei es auf positive oder negative Art, Luftverschmutzung eingeschlossen....) der Menschheit auch Dank des Geländeverlustes der "Aberglauben" (sprich Religionen) eine glänzende Zukunft zu verprechen schienen, frei von säkularen Belastungen. Alles Elemente, die seine scharfe prophetische Vision noch interessanter machten.


Johannes Paul I

Marco Mancini erinnert sich bei aciStampa an Papst Johannes Paul I , der in den wenigen Tagen seines Pontifikates einige Veränderungen veranlaßte.
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"JOHANNES PAUL I, SO VIELE NEUERUNGEN IN NUR EINEM MONAT"  
                          
Ein äußerst kurzes Pontifikat, ein Lächeln, das wir alle noch erinnern....
Trotz der kurzen Zeit auf der Cathedra Petri erinnert sich die Welt mit unzerstörbarer Sehnsucht an Papst Johannes Paul I, den Pontifex vom August und September 1978.

Und trotz dieser kurzen Zeit hatte Johannes Paul I Zeit, das Papsttum durch drei besondere Gesten bedeutend zu erneuern. Oder besser gesagt: eine Weigerung und zwei Erneuerungen. 

Papa Giovanni Paolo I, Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Johannes Paul I war der erste Papst, der de facto die Zeremonie der Krönung verweigerte, nachdem Paul VI entscheiden hatte, die päpstliche Tiara nicht mehr zu benutzen, sie in eine Auktion zu geben und das Geld den Armen zu geben. Albino Luciani wählte den Petersplatz um die Inaugurationsmesse zu zelebrieren und auf sie als Beginn des Petrinischen Amtes des Bischofs von Rom hinzuweisen.


Sind die Seminare das nächste Ziel auf der päpstlichen Reform-Agenda?

rorate caeli sorgt sich um die Zukunft der Priesterseminare und der Berufungen.
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"FÜR DIE AKTEN - IN SEINEM LETZTEN INTERVIEW HAT DER PAPST  DIE RIGIDITTÄT IN DEN SEMINAREN UND IN DER PRIESTERAUSBILDUNG ANGEGRIFFEN. WERDEN DIE SEMINARE BALD DAS ZIEL DER FRANZISKUS-REFORM?" 

Es ist sehr schwer bei dem endlosen Worte-Strom von Papst Franziskus auf dem Laufenden zu bleiben. Ein Interview nach dem anderen, Pressekonferenzen, Reden, Briefe, Telefongespräche, Stegreifbemerkungen, tägliche Predigten.... ein endloser Strom von Worten, der dazu führt, daß die Menschen nicht richtig wissen, was der Papst genau zu diesem oder jenem Thema gesagt hat, sondern eher die Generalrichtung des päpstlichen Denkens und die Hauptthemen seiner Agenda erkennen.
Eher als daß es ein Zeichen von Schlampigkeit ist, kann man eine exzellente Strategie darin erkennen.
Liberale Möchtegern-Reformer, die dazu neigen, sich nicht um Genauigkeit zu kümmern, nutzen die starken Eindrücke die Franziskus hinterläßt, ohne an exakte Worte gebunden zu sein. In der Zwischenzeit bleiben einige Konservative eher zurückhaltend, Franziskus zu tadeln, weil sie besessen davon sind, genau festzulegen, was Franziskus bei dieser oder jener Gelegenheit gesagt hat und versuchen, Entschuldigungen dafür zu finden oder fast alles als "Fehlinterpretation" abzutun, was sie zu einer Konfrontation zwingen würde.

Glücklicherweise (oder unglücklicherweise) neigt der Papst dazu, sich oft zu wiederholen, mit dem Ergebnis, daß die Generalrichtung die er für die Kirche wünscht  jetzt für jeden außer den blinden Realitätsleugnern sichtbar geworden ist.

Eines der zunehmend herausragenden Themen des Franziskus-Pontifikates ist die Notwendigkeit "Rigidität" unter den Seminaristen zu bekämpfen, die Notwendigkeit sie Unterscheidung zu lehren (besonders durch Jesuiten) und die Wachsamkeit bei neuen Berufungen, so daß Qualität vor Quantität geht.
Zu Beginn des Jahres 2015 hat Franziskus über das"Problem"gesprochen, das  "Traditionalisten" in den Diözesan-Seminaren darstellten und ihre "Unausgeglichenheit" bzgl. der Liturgie.
Später im Jahr (November) während einer Rede vor einer größeren Konferenz über Ausbildung von Priestern kehrte zu diesem Thema zurück und benutzte eine noch schärfere Sprache indem er "treue, fundamentalistische" Seminaristen mit Kriminellen verglich und andeutete, sie könnten geisteskrank sein:
Aus dem Stegreif erzählte Franziskus eine Geschichte aus der Zeit, als er die Novizen der Gesellschaft Jesu unterrichtete. Ein "guter" Junge hatte den Test der Psychiaterin nicht bestanden und sie sagte zu Bergoglio: "diese Jungen sind in Ordnung bis sie niedergelassen sind und sich ganz sicher fühlen. Dann beginnen die Probleme.
"Pater, haben Sie sich je gefragt, warum es Polizisten gibt, die foltern?" hatte die Doktorin offensichtlich Franziskus gefragt. Der Papst sagte dem Klerus, sie sollten zweimal nachdenken, wenn ein junger Mann zu zuversichtlich, rigide und fundamentalistisch ist" . Dann seine Einladung an sie, vorsichtig bei den Zulassungen zu den Seminaren zu sein. "Es gibt mental kranke Jungen, die starke Strukturen suchen. die sie schützen können. So wie "die Polizei, die Armee und der Klerus."


Mittwoch, 9. August 2017

Heilige Teresa Benedicta vom Kreuz bitte für uns !

Heute feiert die Kirche den Tag der Hl. Teresa Benedicta vom Kreuz, die vor 75 Jahren, am 9.8. 1942 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde.
Wir übernehmen aus diesem Anlass den schönen Beitrag von Rorate Caeli.
Hier geht´s zum Original:    klicken

AD ORIENTEM
Die Heilige Benedicta: Das Kreuz und das Opfer sind im Osten.

                                   Teresia Benedicta vom Kreuz als Ordensfrau, angefertigt als Passfoto Ende 1938, kurz vor der Flucht nach Holland
                        Foto: wikicommons, gemeinfrei

Der 9. August 1942,  Vorabend des Hl. Laurentius, des gefeierten Märtyrers der Römischen Kirche, wird allgemein als letzter Tag der Hl.Teresa Benedicta vom Kreuz in dieser Welt  angesehen, Vor 75 Jahren waren sie und ihre Schwester Rosa im Auslieferungslager Westerbork (in den Niederlanden unter deutscher Besatzung) einen Zug mit Ziel General-Gouvernement im besetzten Polen eingestiegen, wo sie zusammen mit einer unbekannten Zahl anderer Gefangener ermordet werden und alle Spuren ihrer physischen Existenz vernichtet werden sollten.

Dem Kreuz hatte immer ihr Interesse und ihre Liebe gegolten, sogar schon, bevor sie beschloss in die Kirche einzutreten. Sühne, Leiden, sich selbst völlig zu unterwerfen, Verwüstung durch die Welt: Tod.
Ihr Kreuz erwartete sie im Osten. Hass, Brutalität und Böses mögen ihren Körper zerstört haben, aber ihre Seele wurde vom Erlöser aufgenommen.

Die Wächter, die durch die Stadt gehenm fanden mich; sie schlugen mich und verwundeten mich. Die Wächter der Mauernd nehmen mir meinen Schleier. Ich beschwöre euch, Ihr Töchter Jerusalems, findet Ihr meinen Geliebten, sagt ihm, daß ich vor Liebe vergehe.  

Herr: Dein Kopf ist wie Carmel und die Haare auf Deinem Kopf  wie der Purpur des Königs  

Deutschland ist ein wunderschönes Land. Und obwohl die Deutschen in diesen Tagen dazu neigen, in den warmen Augustwochen aus irgendwelchen Gründen ihr Land scharenweise zu verlassen, ist es nie schöner als im Sommer. Ein wahres Fest aller Grünschattierungen, dramatische Täler und Wälder und Hügel, die heller sind als je, die das helle Sonnenlicht wiederspiegeln.

Deutschland war die Heimat der Hl. Benedicta- Sie wurde in der sehr deutschen Stadt Breslau (jetzt in Polen) als Edith Stein im Oktober 1891 geboren. Seit vielen Jahren war sie am 6. und 7. August 1942 zum erstenmal seit vielen Jahren nach Deutschland zurückgekehrt,
Wurde ihr gestattet den einzigen Band ihres geliebten Breviers , den sie noch hatte, den größten Trost in diesen Tagen mitzunehmen? 
Konnte in den Zügen. die das Auslieferungslager Westerbork verließen die grünen Felder, den farbenreichen Himmel und Flüsse im August sehen? 
Konnte sie wenigstens im selben Wagen sein wie ihre Schwester Rosa sein? Konnten sie einander bei ihrer letzten Reise Kraft geben? 


Die blühenden Kirchen in Osteuropa- unsere Hoffnung.....

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo eine Studie des Pew-Research-Centers über den Zustand der Katholischen Kirche und anderer Konfessionen in Ostereuropa.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE OSTKIRCHEN, EIN DORN IM FLEISCH DES PAPSTES"

Religiöse Mehrheiten in Zentral- und Osteuropa*

"Osteuropa ist ein Dorn im Fleisch von Papst Franziskus´ Pontifikat und es gibt viele verschiedene Fakten, die das beweisen.
Bei der Doppelsynode zur Familie, gehörten die Bischöfe aus Osteuropa zu den resolutesten Verteidigern der Tradition, beginnend mit dem Generalrelator der Ersten Sitzung, dem Ungarn Péter Erdö, u.a. Autor einer sensationellen öffentlichen Verurteilung der Verstöße durch die Reformfraktion, die klar vom Papst unterstützt wurde.
Nach der Synode war Osteueropa dann wieder Quelle der restriktivsten Interpretationen des päpstlichen Dokumentes "Amoris Laetitia". Die polnischen Bischöfe waren besonders darin einig, eine Anwendung des Dokumentes in perfekter Kontinuität mit der uralten Kirchenlehre -von ihrem Ursprung bis zu Johannes Paul II und Benedikt XVI zu verlangen.
Die Bischöfe der Ukraine, wo 10% der Bevölkerung katholisch sind- sind auch unter den entschiedensten Gegnern  der Brüche mit der Traditionen auf dem Gebiet von Ehe, Buße und Eucharistie. Aber außerdem haben sie nicht versäumt, die pro-russischen Standpunkte von Papst Franziskus und des Hl. Stuhls bzgl. des aktuellen Krieges in ihrem Land heftig zu kritisieren, einen Krieg, den sie als Aggression von niemand anderem als Vladimir Putins Rußland erleben.


Das aktuelle Pontifikat, Straßenkunst und Theologie der Straße... Sandro Magister macht sich Gedanken.

Sandro Magister hat sich bei Settimo Cielo Gedanken über die Rollen gemacht, die Theologie und Kunst im Pontifikat von Papst Bergoglio spielen. Resultat: in beiden Fällen hat es eine Verschiebung zur Straße gegeben: Theologie der Straße und Straßenkunst.....
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"VON DER "STRASSENKUNST" ZUR "STRASSENTHEOLOGIE". DIE BEIDEN GESICHTER DES SUPERHELDEN PAPST".

"Einige Wochen lang haben die Souvenir-Kioske auf dem und rund um den Petersplatz T-Shirts verkauft, auf denen Franziskus als Superpapst abgebildet ist."
Dieses Bild ist nicht neu. Es tauchte 2014 in der Via Plauto auf, wenige Schritte vom Vatican entfernt, und verschwand wenige Stunden später wieder. Aber es brachte seinem Schöpfer Ruhm ein, dem 45-jährigen Mauro Pallotta, bekannt unter dem Namen Maupal. Und seither ist es überall verbreitet worden.


Im vergangenen Oktober hat Maupal den Papst noch einmal an eine Wand gemalt, dieses mal im Vicolo del Campanile, deses mal wie er tic-tac-toe spielt und anstatt O´s Symbole zieht, mit einem Schweizer Gardisten, der Schmiere steht. Auch diese neue Zeichnung wurde innerhalb von Stunden entfernt und auch sie ist in die Geschichte eingegangen.



Als dann also ein Unternehmen auf die Idee kam, die erste der beiden Zeichnungen auf einem T-Shirt zu reproduzieren, hat niemand im Vatican Einspruch eingelegt. Im Gegenteil, Msgr. Dario Viganó, Präfekt des neugeschaffenen Sekretariates für Kommunikation und einer der nächsten Vertrauten des Papstes, hat seine volle Zustimmung ausgedrückt. Was -Wunder über Wunder- mit der des Künstlers zusammen traf, nach dem Papst Franziskus "ein Mann ist, der mit seiner Einfachheit und grossen Offenheit für die wirklichen Bedürfnisse der Menschen genau so Hoffnung erweckt wie ein Superheld."

Nachdem es das copyright von Maupal erwarb, hat das Unternehmen erfolgreich die notwendigen Schritte zur nötigen Vatican-Autorisierung erledigt mit einem förmlichen Vertrag und der Zustimmung des Staatssekretariates.

A. Socci zu den Rettungsaktivitäten des Vaticanischen Staatssekretariates

A. Socci kommentiert bei Lo Straniero die Kommunikationspannen und Reparaturarbeiten des Pontifikates. Gefunden haben wir den Beitrag bei benoîtXVI-et-moi.
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"DIE NEUEN POLITISCHEN KATASTROPHEN VOM GENOSSEN BERGOGLIO UND DIE SELBSTVERTEIDIGUNG DER KIRCHE"

"In Venezuela hat Bergoglio eine schwere Niederlage erlitten: er die Partie verloren und mußte sich dem Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, und den Bischöfen von Venezuela beugen, die eine Verurteilung des roten Despoten gefordert haben (unterzeichnet von eben diesem Staatssekretär).
Der argentinische Papst stand Maduro de facto nahe ( er ist immer sanft zu den roten Tyrannen, von Fidel Casgro bis zu den Chinesen- während er Trump und die demokratischen Führer verteufelt.)
Heute, wo der Despot Venezuela ausgehungert hat (obwohl es eines der reichsten Länder des Planeten ist,  mit den größten verfügbaren Ölreserven der Welt), heute, wo Maduro die Demonstrationen der Straße im Blut ertränkt, konnten das Volk und die Kirche Venezuelas die schweigende Nähe des argentinischen Papstes zum Regime nicht mehr akzeptieren, so wenig, daß der vaticanische Staatssekretär die Oberhand gewann, und den Standpunkt der venezolanischen Bischöfe den Sieg über Oltretevere davontragen ließ.

Das passiert immer öfter. Im Herzen der Kirche aber wird die Regierung des argentinischen Papstes mit Worten wie "Katastrophe", "Desaster" und "Geißel" beschrieben.
Obwohl man im verfilzten Stil der klerikalen Milieus die Sicherheitsnetze bemerkt, die Selbstverteidigung, um Schläge zu parieren oder die unkalkulierbaren Schäden durch Bergoglio und seinen Hof zu begrenzen oder zu reparieren.
Immer öfter ist es Kardinal Parolin, vaticanischer Staatssekretär, der Protagonist dieser Arbeit der Eindämmung und Korrektur ( wie es mit Venezuela geschehen ist) ist. Es genügt, die letzten Wochen zu betrachten.

KORREKTUR UND BEGRENZUNG
Am 13. Juli -z.B. hat Parolin Erklärungen zur Flüchltingswelle veröffentlicht, die als eine Korrektur wenn nicht als Zurückweisung Msgr. Galantinos betrachtet wurden, also implizit auch Bergoglios, der aus der Immigration das Glaubensdogma seiner Fraktion gemacht hat: es war das obsessive Bergoglio-Einhämmern, alle aufzunehmen, das nach der Reise nach Lampedusa 2013, die Regierungen der Demokratischen Partei (PD) dazu veranlasste, alle Verteidigungen sinken zu lassen, bis dahin, das Land unter der Invasion erdrücken zu lassen.

Dienstag, 8. August 2017

Und zum Schluss

des Internationalen Katzentages das Katzenduett von G. Rossini .....Miau also.

           

Tweet zum Tage

genauer zum Internationalen Katzentag.....Danke Herr Schwibach!


Fundstück: Hauptsache erst mal draufhauen.


Da waren sie mal wieder kräftig dabei, unsere Freunde aus dem sog. Rechercheverbund, aus SZ und NDR und WDR .... ergänzt mit anderen Medien wie BR, ZDF und Spiegel. Der Name Ratzinger muss ja bei denen sowas wie das Zauberglöckchen sein, auf dessen einmaliges Bimmeln sie sofort alle aus dem Schlaf erwachen und sich über das "gefundene Fressen" hermachen.
So war's wohl auch diesmal. Der Abschlussbericht über den sog. Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen sah die lechzenden Hunde schon sprungbereit - und ja es schien mal wieder eine richtiger Volltreffer zu werden. Ein bisschen Pressekonferenz, ein bisschen im Bericht blättern und schon stand fest "Ratzinger ist der Bösewicht".... nachzulesen und zu sehen in den o.g. Medien.

Da ist es doch schön, dass sich Michael Hesemann die Mühe gemacht hat, den ganzen Bericht zu lesen - und wie nicht anders zu erwarten - festgestellt hat, dass es so wie in den Medien beschrieben, gar nicht war. In einem Interview mit dem Münchner Merkur redet er jetzt Klartext:

"Wenn man sich die Mühe macht und den ganzen 440 Seiten langen Bericht von vorne bis hinten liest, muss man sich doch eher fragen, weshalb der Name Georg Ratzinger überhaupt darin vorkommt. Ihm sind gerade einmal acht Seiten gewidmet und er wird deutlich von jedem Verdacht der Mittäter- oder Mitwisserschaft bei den schrecklichen Fällen sexuellen Missbrauchs freigesprochen. .... Das Domspatzengymnasium, auf dem er wirkte, wurde von praktisch allen Befragten als – so wörtlich – „Erlösung“, „Himmel“ und „bessere Welt“ empfunden. So stellt auch die breite Mehrheit seiner Schüler Georg Ratzinger ein ganz exzellentes Zeugnis aus, beschreibt ihn als „warmherzig“, „beliebt“, „aufrichtig“, „kompetent“ und „verständnisvoll“, als äußerst gutmütigen Lehrer, der die Jungs regelmäßig mit Kuchen, Keksen und Bonbons versorgte und „immer von Trauben von Kindern umlagert“ war. "

Weiter sagt er:
Da fragt man sich schon, ob es nicht eher mit seiner Bekanntheit und seiner Rolle als Bruder von Benedikt XVI. zu tun hat, dass sich viele Medien gerade auf ihn stürzten. Am bayerischen Papst arbeiten sich ja viele, die ihn nie verstanden haben, noch immer eifrig ab. Die Wahrheit aber ist: Der Bericht entlastet Georg Ratzinger in jeder Hinsicht!"

Das Interview ist sehr interessant und sehr lesenswert - und es erklärt auch, warum die groß angelegte Anti-Ratzinger-Kampagne so schnell versandete.

Schauen wir mal, was dem "Recherche-Netzwerk" demnächst einfällt.

Wie wärs denn mal mit einer dicken Entschuldigung auf den Titelseiten oder zur Primetime im TV?

Da können wir wohl lange warten.

Fundstück

Anläßlich der Vorstellung des neuen Buches " Joseph Ratzinger- Benedikt XVI , Bilder eines Lebens" am 14. Juni 2017 in der Sala Lupo im Palazzo Montecitorio hat Erzbischof G. Gänswein die Grüße des Papa emeritus überbracht und erzählt, er müssse dann am Abend über die Ereignisse des Tages genau Bericht erstatten. Es ist eines von vielen Büchern, die zum 90. Geburtstag des emeritierten Papstes verfaßt wurden, sticht aber unter ihnen heraus, weil es bisher unveröffentlichte Bilder enthält und-wie Msgr. Gänswein sagt- ein Buch ist, das man mit den Augen und dem Hirn liest.

.

Gefunden haben wir das Video bei raffaella blogspot. (grazie!)

Reform durch Kontinuität oder ein Exkurs in die jüngere Kirchengeschichte, Fortsetzung

Fortsetzung von A. Gagliarduccis Beitrag  "Vatican: Ein Blick in die Vergangenheit hilft die Gegenwart zu verstehen"

Hier geht´s zum Original:   klicken
Krieg und Frieden
"Der zweite Jahrestag, der uns hilft die Gegenwart durch die Linsen der Vergangenheit zu sehen, ist der 100. Jahrestag des Briefes von Papst Benedikt XV an die Oberhäupter der kriegsführenden Völker aus dem Jahr 1917, mitten im Ersten Weltkrieg.

In diesem Brief steht die berühmte päpstliche Beschreibung des Krieges als "nutzloses Schlachten" . Aber in diesen eineinhalb Seiten, die am 1.August 1917 veröffentlicht wurden, gibt es viele andere Themen.

Benedikt XV stellt die rhetorische Frage: "Maß die zivilisierte Welt auf ein Feld des Todes reduziert werden? Und wird das so glorreiche und blühende Europa -fast vom universalen Wahnsinn überwältigt- auf einen wirklichen Selbstmord zugehen?"
Diesem Appell an die Vernunft folgen die genauen Bedingungen für die Kriegsführenden. Hier speigelt sich die diplomatische Linie des Hl. Stuhls wieder.

Benedikt fordert vor allem, daß die "materielle Stärke der Waffen durch die moralische Stärke der Liebe ersetzt wird," - nur durch eine "Zustimmung der Parteien zu einer gegenseitigen und gleichzeitigen Verringerung der Waffen nach Regeln und Garantien, die geschaffen werden müssen, gemessen an der Notwendigkeit die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Der Aufruf beinhaltet das Bewußtsein, daß eine Welt ohne Waffen sicherer ist, als eine mit Waffen.
Dieses Thema ist so aktuell, daß eine Vaticankonferenz, die vom 10.-11. November stattfinden wird, sich damit befaßt.

Benedikt XV fordert dann auch, daß ein Amt geschaffen wird, dessen höchste Aufgabe ist, Frieden zu schaffen. "Das war ein Anstoss in Richtung Mediation, einer Aktivität bei der der Hl. Stuhl immer in der ersten Reihe zu finden war. Kardinal Pietro Parolin, Vatican-Staatssekretär, hat ebenfalls ein Amt für Päpstliche Mediation innerhalb des Staatssekretariates plädiert.

Montag, 7. August 2017

Schönes für die Ohren (und Augen) - oder die Geburt der Oper....

Schönstes von  Claudio Monteverdi -dessen 450. Geburtstag wir 2017 feiern.
Und auch wenn es von so manchem geleugnet wird: Europa hat ein ihm eigenes großes Kulturerbe und eine große Tradition, die wir nicht genug würdigen und verteidigen können.
Hier der Chor der Nymphen und Ritornell aus "Orfeo", einer "Fabel mit Musik"

          

              "Verlaßt die Berge, verlaßt die Quellen ihr anmutigen, frohen Nymphen
               und schwingt auf diesem Anger die zarten Füße in gewohntem Tanze.
               Die Sonne bewundere eure Reigen,
               die noch schöner sind als jene,
               die die Sterne am nächtlichen Himmel
               rund um den Mond tanzen."


Fundstück zur Islamisierung Europas

David Berger befaßt sich in seinem blog "philosophia perennis" mit Frank Jordans kaum zu widerlegenden Aussage, daß das, was wir Terrorismus nennen, ein Wahrheit ein Völkermord an den Christen ist, (der alle UN- Kriterien eines Völkermordes erfüllt), daß die Christen im Mittleren und Nahen Osten ermordet werden- weil sie nicht Muslime sind und aus keinem anderen Grund. Und dieser Völkermord hat auch in Europa begonnen.
Ein Zitat :

"Ein klassischer Terrorist hat ein politisches Motiv, egal wie krank es auch sein mag. Stefan Frank (factum) liegt richtig, wenn er schreibt, die Ermordung von Christen und Juden diene keinem solchen Zweck – sie sei der Zweck. Christen und Juden werden von Muslimen ermordet, weil sie nicht Muslime sind. Kinder und Jugendliche werden ermordet, weil sie und die Kinder, die sie haben könnten, nicht Muslime sind."

"Also hören wir auf mit dem Geschwafel, von wegen, Muslime schlügen nur zurück und wehrten sich im politischen Sinn mit terroristischen Mittel für das, was „der Westen“ ihnen angetan habe…"

Ja, hören wir auf! 

Hier geht´s zum Fundstück:    klicken
und hier zu Frank Jordans blog: klicken

Quelle: philosophia perennis, D.Berger. Frank Jordan

Reform durch Kontinuität oder ein Exkurs in die jüngere Kirchengeschichte

A: Gagliarducci - schaut in die jüngere Kirchengeschichte, um einige der aktuellen Probleme der Kirche verständlicher zu machen. Das tut er in seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican". Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER VATICAN: EIN BLICK AUF DIE VERGANGENHEIT  UM DIE GEGENWART ZU VERSTEHEN"

"Zwei Jahrestage, die letzte Woche gefeiert wurden, bieten die Gelegenheit,auf die Ursprünge der Herausforderungen zurückzuschauen, mit denen der Hl. Stuhl in den vergangenen Jahren konfrontiert war. Tatsächlich  sehen wir -nur indem wir in der Zeit zurükblicken-, daß der Hl. Stuhl und allgemeiner die Katholische Kirche ihren Standpunkt nicht ändert. Allenfalls ändert sie die Art Themen anzugehen, aber sie hält immer an den selben Prinzipien fest. Am Ende wird die einzige wirkliche Reform in der Kontinuität gefunden.

China
Der erste Jahrestag ist der der Gründung der Chinesischen Katholischen Patriotischen Vereinigung, der Organisation, die die Chinesische Regierung etablierte, um die Bischofsernennungen zu kontrollieren und die Katholische Kirche unter die direkte Autorität des Staates zu stellen.

Der Jahrestag fand eine Woche vor der Ernennung des neuen Erzbischofs von Hong Kong, Michael Yeung statt, dem historischen Direktor der örtlichen Caritas, statt, der jetzt aufgerufen ist, die schwierige Vermittlung zwischen den Denkweisen seiner beiden Vorgänger zu finden: der von Kardinal Joseph Zen, der immer vorsichtig bei Übereinkommen mit der Chinesischen Regierung zur Ernennung von Bischöfen war und dem von Kardinal John Tong Hon, der die Taktik des "da ut des" befolgte, etwas zu geben, um noch etwas mehr zu bekommen, und eine gewisse  Offenheit gegenüber Vereinbarungen zeigte-wenn auch in Grenzen.

Diese beiden Positionen spiegeln wieder, was beim Thema China auf dem Spiel steht. Obwohl die Gesichtspunkte völlig verschieden sind und manchmal sogar gegensätzlich, zielten beide darauf ab, die libertas ecclesiae zu erhalten. Sie sind einfach nur verschiedene Handlungsweisen: auf der einen Hand die Ablehnung jeder Verletzung der Prinzipien der Religionsfreiheit und jeder Behinderung des Rechtes des Papstes, neue Bischöfe auszuwählen; und auf der anderen der Gedanke, daß einige Zugeständnisse- z.B. eine größere Beteiligung von Laien bei den Beratungen zur Wahl eines neuen Bischofs- dabei helfen können, das Leiden der Katholiken in China zu lindern.
Nach Ansicht Erzbischof Claudio Maria Cellis, der seit 1980 mit dem Thema China befaßt ist, "leben die Chinesischen Katholiken immer in einem Käfig, aber der Käfig wird größer."

Ars Celebrandi

wenn nicht im Zentrum- dann müssen halt andere einspringen. Polonia semper fidelis.

          


Ars Celebrandi - der größte Kongress für Traditionelle Liturgie in Polen und Osteuropa- hat zum vierten mal im Schrein Unserere Lieben Frau von Lichén stattgefunden. Mehr als 40 Polnische Priester, die in ihrem Heimatland und vielen anderen Ländern der Welt (einschl. Südkorea, USA, Lettland, Deutschland und Österreich) haben gelernt die Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus zu zelebrieren und 10 von ihnen ihre erste Tridentinische Messe.  Mehr als 100 Laien wurden als Meßdiener am Altar oder in liturgischem Gesang (Gregorianisch und Renaissance-Polyphonie) unterrichtet. (....)
Organisiert wurden die Workshops von Una Voce Polonia unter der Ehren-Schirmherrschaft von Bischof Wieslaw Mering.



Sonntag, 6. August 2017

A. Socci empfiehlt seine Ferienlektüre

Antonio Socci hat sich als Ferienlektüre Kardinal Sarahs  Buch "Die Kraft der Stille" ausgesucht und empfiehlt es seinen Lesern im "Libero".
Hier geht´s zum Original:  klicken

                "DIE KRAFT DER STILLE UND DIE DIKTATUR DER SCHWÄTZER"

"Der Sommer könnte wirklich die richtige Zeit sein, um dieses außerordentliche Buch zu lesen. Wann man in diesen Tagen das Glück hat, Tage in den Bergen zu verbringen, wo nur der Wind seine Stimme hören läßt oder wenn- am Meer- einige Augenblicke nach Wildnis schmecken ( im Morgengrauen oder beim Sonnenuntergang).""

Mehr noch, wenn man bestimmte Abteien oder Kartausen besucht, wo die Stille alles ausfüllt, wie in der Abtei von Lagrasse in der Provence, über die Kardinal Robert Sarah auf den ersten Seiten dieses Bandes spricht.
"Die Kraft der Stille" (Cantagalli) ist nicht nur ein Interviewbuch mit Nicolas Díat, dem Vatican-Prälaten (ein sehr charismatischer afrikanischer Bischof, der in seiner Heimat Heldenstatus hat), der Benedikt XVI sehr nahe steht
Es ist auch ein spirituelles Tagebuh, das buchstäblich aufatmen läßt und vor unserem täglichen Leben weite Horizonte eröffnet, wie das Meer und den Himmel in den Dolomiten.

Diesem wahren Meister der Spiritualität zu folgen, erlaubt, wieder in sich selbst einzutreten, sich authentischer wiederzufinden- im Inneren, wo das Unendliche- das Gott ist- wohnt-und sich so der "Diktatur des Lärms" zu entziehen.
Aber es ist auch ein Buch, das den Geist erhellt. Indem es z.B. zeigt, daß die "Diktatur des Lärms", von der der Untertitel spricht, nicht nur in der Welt dominiert sondern auch im Inneren der Kirche dieser Zeit.
Und eben dieser Benedikt XVI, der das erinnerunswürdige Vorwort des Buches geschrieben hat, hat -das unterstreichend- aufgezeigt, daß " die Gefahren unaufhörlich das spirituelle Leben besonders auch der Priester und Bischöfe gefährden und so die Kirche selbst bedrohen, in der an Stelle des Wortes nicht selten ein Wortschwall tritt, in dem die Größes des Wortes sich auflöst."

Quelle: A. Socci, LoStraniero, Libero

Reformen und ihre Folgen....oder was die Austrittszahlen sagen

Pater Santiago Martin, Pfarrer der Gemeinde Maria Virgen Madre in Madrid, macht sich  bei "Religion en Libertad " Gedanken über die Auswirkungen der Theologie der Herren Rahner, Congar und Häring. Gefunden haben wir seine Ausfühurngen bei BenoîtXVI-et-moi (merci!) 
Hier geht´s zum Original:  klicken


             "WAS DIE NEUE REFORM GARANTIERT"
"Als Kardinal Wojtyla 1978 zum Papst gewählt wurde, kam nicht nur eine konkrete Person-von hohem intellektuellen und moralischen Wert, sondern auch ein Volk, das polnische Volk ins Pontifikat.
Die Vitalität, die Treue und der Widerstand, die der Katholizismus in Polen gezeigt hatte (zu Zeiten des Kommunismus) waren die Garantie, daß  es das war, was der junge Kardinal von Krakau repräsentierte und was die wählenden Kardinäle besonders bedacht haben. Sie haben sich nicht geirrt.

Seit Jahren- weit über die attraktive und populäre Persönlichkeit von Papst Franziskus hinaus, ist die Linie, die in der Kirche vorzuherrschen scheint, die die zentraleuropäischen Achse kennzeichnet (Belgien. Deutschland, Österreich) mit Persönlichkeiten wie Danneels, Kasper, Marx und Schönborn.
Sie liefern Ideen denen dann andere Personen folgen. Hinter ihnen steht das Werk der Theologen Karl Rahner, Jesuit, Yves Congar, Dominikaner und Bernard Häring, Redemptorist. 
Auf die Art, daß drei der intellektuellen Väter des II.Vaticanischen Konzils- die heute verschwunden sind, EInfluß auf die Gegenwart haben- durch ihre spirituellen Kinder.
Auch wenn der polnische Papst bei der Wende, die er der Kirche verordnete,  durch die Vitalität einer Kirche des Widerstands unterstützte, müssen wir uns fragen, welches die Garantien sind. die die Kirche in der Gegenwart ideologisch markieren? Wie sind deren Kirchen (in Belgoien, Deutschland, Österreich)? Sind die Kirchen voll oder leer? 
Mit anderen Worten -mehr als 50 Jahre nach der Anwendung der Thesen, die sie verbreiten werden, was sind ihre Resultate gewesen? 

Die Realität ist eine ziemlich sture Dame. Man kann mit ihr nicht verhandeln.  Sie beharrt und beharrt immer noch, bis sie bewiesen hat, daß sie Recht hat. Und es bewahrheitet sich das "contra facta non valent argumenta"
Und die Realität sagt uns, daß die Resultate dort, wo die Theorien am intensivsten verwirklicht wurden, am katastrophalsten waren. Wie z.B. das in Deutschland.
Mit der Disziplin und der Genauigkeit, die für sie typisch ist, haben die Deutschen die Jahreszahlen veröffentlicht. Bei dieser Gelegenheit wurde bekannt, daß die Zahl derer, die die Kirche verlassen haben, etwas kleiner ist als im vorangegangenen Jahr, statt 180.000 haben nur 160.000 Deutsche darauf verzichtet, zur Katholischen Kirche zu gehören.
Das ist ein Desaster ohne Mittel zur Linderung  weil sie- die Kirche in Deutschland- das selbst dadurch nicht rechtfertigen kann, daß sie sagt,  daß die, die gehen, das tun, weil sie einer konservativen Kirche entfliehen.
Deshalb gibt es keinerlei Rechtfertigung außer der. daß die Kirche, die sich müht, ihr pastorales Modell dem gesamten Katholizismus aufzwingen zu wollen, sich Jahr für Jahr ihrem völligen Ruin weiter nähert.


Samstag, 5. August 2017

Ein Fundstück über die Abwicklung der Kirche in Deutschland

Wenn man sich an einem ruhigen Abend hinsetzt und ein bisschen Rückblick hält, so kommt man, zumindest ich, darauf, dass man sich, als Mensch, dem der Glaube irgendwie wichtig ist, seit Jahrzehnten vorkommt wie der letzte Mohikaner.
Die Wege die man zu fahren hat,. um wohin zu kommen "wo man noch hingehen kann" werden nicht kürzer. und die Verlautbarungen von irgendwelchen Offiziellen, muten an, wie aus dem Elfenbeinturm, wenn sie nicht die Assoziation zu "Sollen Sie doch Kuchen essen" evozieren.

Hat man das Glück oder Pech, einen der Herren Wichtig, oder gar eine der Damen Wichtig, mal ganz privat sprechen zu können, so stimmen die einem ja schon zu, wenn  man mit den Fakten kommt, so z.B der, dass unsere Superseelsorgeeinheit alle zwei Jahren weniger Firmanden hat, als noch vor 15 Jahren eine einzige Pfarrei selbiger Superseelsorgeeinheit.
Aber es werden dann irgendwelche Geschichten nach dem Motto "Gestern traf ich einen jungen Mann....." erzählt.

Father Blake: Fragen und Antworten zur Lage der Lateinischen und der Orthodoxen Kirche


Father R.Blake fragt sich auf seinem marymagdalenblog, was wohl ohne die Liturgiereform der 60-und 70-er Jahre passiert wäre.....und träumt von einer Weihe des Westens an die Hl.Jungfrau.
Hier geht´s zum Original:   klicken

                 "DIE RUSSISCHE WIEDERGEBURT"
"Ich kann nicht umhin, mich zu fragen, was passiert wäre, wenn wir die liturgischen Reformen der 60-er und 70-er Jahren nicht gehabt hätten. 
In der Katholischen Kirche gibt es darauf keine Antwort außer in Pater Montgommery-Wrights Pfarrgemeinde in Frankreich und der Diözeses von Campos in Brasilien, wo es keinen Mitgliederverlust gab und die arbeitende Klasse gläubig gebleiben zu sein scheint und denen beiden ein außergewöhnlicher und leicht exzentrischer Klerus vorsteht.

Vielleicht könnte die Orthodoxe Welt einen Hinweis geben, in Griechenland scheint der Niedergang-wenn auch nicht so dramatisch - dem allgemeinen Niedergang wie im Lateinischen Westen zu folgen, aber in Rußland  sind die Dinge ganz anders. 
Nach der jüngsten Pew Forum Untersuchung identifizieren sich 70% der Russen als Orthodoxe.
Ich erinnere m ich an eine Zeit, als es in Moskau und Leningrad (jetzt St. Peteersburg) -ohne eine einzige offene Kirche- ein einzelner Priester in einer fast verfallenen kalten Kirche für wenige ältere Frauen die Liturgie zelebrierte.

Man muß sich daran erinnern., daß viele der russischen Kirchenstrukturen  och die selben sindss wie vor der Revolution vor 100 Jahren, sie haben die Veränderungen im Westen nicht mitgemacht. Die Liturgie ist natürlich unreformiert und in Kirchen-Slawisch (oder alt-slawisch).


Fundstück zur Causa Müller


Kardinal Müller, Expräfekt der Glaubenskongregation, ist nach seiner "spontanen" Entlassung aus dem Amt nach wie vor in allen Medien präsent....so auch in der Badischen Zeitung, die ein Interview mit dem Vaticanexperten (u.a.) Ulrich Nersinger veröffentlicht hat.
Hier geht´zum Original:  klicken
Daß auch die notorische SZ ihr Müller-Bashing- gestützt auf die vorsintflutlichen WisiKi , deren vorsintflutliche Ansichten über Kirche und Glauben besagtes Journal für "progressiv" hält - fortsetzt verwundert nicht, immerhin lassen sie die positive Sicht auf den Kardinal in seiner früheren Regensburger Diözese nicht unter den Tisch fallen.
Gefunden haben wir das Interview bei charismatismus-wordpress. Hier: klicken

"Grundsätzlich sind die Personalentscheidungen des Papstes von sehr harten Schnitten gekennzeichnet – obwohl er doch eigentlich für Barmherzigkeit steht. Das hat möglicherweise auch mit seiner Spontanität zu tun, die einer seiner charakteristischen Wesenszüge darstellt. Das hat mitunter sehr angenehme Seiten, beispielsweise im persönlichen Umgang. Im offiziellen Agieren im Vatikan ist sie jedoch nicht unproblematisch, mitunter sogar kontraproduktiv. Mit der Spontanität des Papstes muss die Kurie jederzeit rechnen."

Quelle: Chrisltiches Forum, Felizitas Küble, Badische Zeitung, U.Nersinger

p.s.wie man an Father Hunwickes Loblied auf den Kardinal Müller sieht, entspricht der alte Satz, daß der Prophet im eigenen Lande nichts gilt der Wahrheit. Aber ganz besonders gilt es in D für den Kardinal wie zuvor schon für seinen Vorgänger im Amt und späteren Papst Benedikt XVI.

Father Hunwicke spricht...

vielmehr singt er ein Loblied auf Kardinal Müller, das sehr lesenswert ist.
Hier geht´s zum Original:  klicken


                                                      "MÜLLER"
"Seine Eminenz Gerhard Müller mag vom aktuellen Inhaber des Römischen Stuhls nicht gut behandelt worden sein ....aber er wurde vom exzentrischeren Flügel des Tradditums schon lange vorher schlecht behandelt.

Unter den Dingen, die ich an Müller am meisten bewundere, ist seine standfeste Verteidigung der hochwichtigen von Benedikt XVI etablierten und von der apostatischen Sektion der Deutschen Christenheit verachteten -Prinzipien, daß Bischofskonferenzen keinen theologischen Status haben.
Die Universale Kirche -in der der Römische Stuhl im Zentrum der Katholischen Gemeinde einen Status hat ebenso wie das hat die Ortskirche mit ihrem Bischof, Presbyterium, Diakonat und Laien hat. Aber Konferenzen- no way.
Wenn Sie das aus den Augen verlieren, werden Sie auf dem schlammigen Pfad der provinziellen Autonomie wandern, der die Einheit und Tradition der einst großen Anglikanischen Gemeinschaft zerstörte.
Die Universale Kirche hat in der Tat die Priorität über die Teilkirche, wie Ratzinger in seinen überaus höflichen aber zerstörerischen Verrissen des höhnischen und bösartigen Kaspers demonstriert hat.
Die gelehrte Klarheit des ersteren war der aalglatten und falschen Logik des letzteren mehr als ebenbürtig.

Die dümmeren Traddis haben davon nie wirklich Notiz genommen. Es war Müllers Standpunkt zu Amoris Laetitia, der sie am meisten irritiert hat. Ihnen sind die stiletto-scharfen Spitzen, mit denen er Amoris Laetitia aufgespießt hat, völlig entgangen. Seine Eminez hat Amoris Laetitia zwei Alternativen angeboten:

1. Amoris Laetitia hat nichts geändert; Familiaris Consortio und Caritatis Sacramentum gelten noch, o.k.
oder

2. Amoris Laetitia  hat die seit Menschengedenken geltende Praxis  und Lehre der Kirche geändert.

Die erste dieser These ist die einzig brauchbare Option. Auf breiter Basis wird sowohl von den Bewunderern des Papstes als auch von seinen Kritikern geargwöhnt, daß der Papst gehofft hatte, ein großes sumpfiges Areal von Zweideutigkeiten zu schaffen, in dem die Lösungen. die er wollte, hochkommen und sich schrittweise mit der Zeit selbst als Fakten etablieren würden. Wenn das stimmt, hat Müller seinen Bluff durchgebracht. Vielleicht mußte er deshalb gehen.