Dienstag, 17. Oktober 2017

Die Russisch-Orthodoxe Kirche feiert den Papa emeritus.

Matteo Matzuzzi berichtet bei Il Foglio über die die russische Ausgabe  der Opera Omnia Joseph Ratzingers, speziell über Band XI "Theologie der Liturgie. Die sakramentale Begründung der christlichn Existenz".
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"DIE RUSSISCH-ORTHODOXEN FEIERN BENEDIKT XVI: STARKER GEGNER JEDES KOMPROMISSES BEIM GLAUBEN"

"Der Patriarch von Moskau gibt die Werke des Papa emeritus heraus. Metropolit Hilarion: "Ratzinger stellt sich gegen die oberflächlich kreative Tendenz den das westliche Christentum heute zeigt.
Mit ihm verbindet sich der Kampf zur Verteidigung der christlichen Werte."

Der Metropolit von Volokolamsk, Hilarion, hat sich persönlich ins Kloster Mater Ecclesiae im Vatican begeben, um Benedikt XVI eine Kopie des Bandes "Theologie der Liturgie. Die sakramentalse Begründung der christlichen Existenz"- ins Russische übersetzt und vom Verlag des Moskauer Patriachen herausgegeben, zu überreichen.
Es handelt sich um Band XI der Opera Omnia Joseph Ratzingers. Das Vorwort hat Hilarion selbst geschrieben: "Mit dem Namen Papst Benedikts XVI ist der Kampf  zur Verteidigung der traditionellen christlichen Werte verbunden und an eine Zeit der Wiederentdeckung und Bestätigung ihrer Aktualität in der modernen säkularisierten Welt "

"Papst Benedikt" fährt Hilarion im -vom Osservatore Romano wiedergegebenen- Text "hat auch besonders seine tiefe Sympathie für die Orthodoxie ausgedrückt und immer daran erinnert, daß die Orthodoxen auf theologischer Ebene den Katholiken am nächsten stehen. Es ist kein Zufall daß gerade er nach ihrer Gründung 1979 eines der ersten Mitglieder der gemischten internationalen theologischen Kommission für den theologischen Dialog zwischen der Katholischen und der Orthodoxen Kirche war.
Als Theologe hat Ratzinger enorme Anstrengungen gemacht, um die Frage des Primats des Bischofs von Rom zu klären, und den Akzent auf eine juridische Vision des Primats und sein Verstehen vor allem als christliches Zeugnis besonderer Art und als Dienst an der Einheit in der Liebe.
Er war immer ein starker Gegner jedes Kompromisses auf dem Gebiet der Lehre und des Glaubens indem er zu Recht darauf hinwies, daß die Einheit -im Prinzip zwischen Orient uind Westen möglich- sorgfältig vorbereitet werden müsse, sowohl spirituell als auch praktisch reifen müsse, Dank auch profunder Studien theologischen und historischen Charakters."

"Der Wunsch ist, daß die Veröffentlichung der russischen Ausgabe "Theologie der Liturgie" nicht nur eine Bestätigung für die große Wertschätzung für den Autor ist, sondern daß sie auch die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die Lektüre des Buches lenkt,"
"Joseph Ratzinger" -fügt der orthodoxe Meteropolit hinzu- "stellt sich der Tendenz zur "oberflächlichen Kreativität" entgegen, die das Christentum im Westen heute zeigt, oder der Tendenz zur Abschaffung des authentischen Inhalts der Liturgie mit dem Ziel die Begegnung und das vitale Band mit Gott und seiner Schöpfung zu entleeren.
In diesem Sinn betreffen einige im Buch behandelte Fragen- wie z.B. die Neuheiten im Ritus und die liturgischen Experimente-wie z.B. die Sonntagsliturgie ohne Priester- außerdem ein Prroblemfeld des Katholizismus.
Deshalb ist es wichtig, daß der russische Leser, der viel von den modernistischen Tendenzen im zeitgenössischen Katholizismus hat sprechen hören, den kritischen Blick eines der größten katholischen Theologen der Modernen Zeit erkennen kann- zum Thema des schmerzhaften Bruchs mit der Tradition-in der Epoche nach dem II.Vaticanischen Konzil und den Schwierigkeiten in die die Straße des Aggiornamentos führte."

Die Veröffentlichung des Bandes in Russland wurde durch die Zusammenarbeit zwischen dem Verlagshaus des Moskauer Patriarchates, der Vereinigung "Sophia: russische Idee, Idee von Europa", der Akademie Weisheit und Wissenschaft , der Ratzinger-Stiftung und der Libreria Editrice Vaticana möglich.
In den nächsten Monaten wird in Moskau in der Theologischen Schule des Patriarchates die Vorstellung des Buches stattfinden."


Quelle:  Matteo Matzuzzi,, Il Foglio



Auch die polnische Bischofskonferenz formuliert Richtlinien zu Amoris Laetitia

Marco Tosatti berichtet in LaNuovaBussolaQuotidiana  über ein Treffen der polnischen Bischofskonferenz, bei dem Leitlinien für die Interpretation von Amoris Laetitia erarbeitet werden sollten.
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"AMORIS LAETITIA, DIE POLNISCHEN BISCHÖFE STOPPEN DIE FLUCHT NACH VORNE"

"Die polnische Bischofskonferenz hat sich in dern vergangenen Tagen in Lublin versammelt, um ein Dokument mit Leitlinien zur Interpretation der postsynodalen apostolischen  Exhortation Amoris Laetitia zu dikutieren und zu redigieren.
Bei diesem Treffen war auch der Nuntius Salvatore Pennacchio anwesend, der seit etwas mehr als einem Jahr der Repräsentant des Pontifex bei der polnischen Kirche ist,
Es ist nicht bekannt, wann das von den polnischen Bischöfen entworfene Dokument publiziert werden wird; aber wir können einige Punkte vorwegnehmen, vielleicht summarisch, die aber zentral und hinweisend sind für die Lesart, die die Bischöfe der Exhortation gegeben haben.
Eine Lesart, die in voller Übereinstimmung mit "Familiaris Consortio" von Johannes Paul II steht und die Verwirrung die von Amoris Laetitia und besonders die "öffnenden" Interpretationen hervorgerufen wurde,  noch klarer erkennen lassen wird.
Und es wird immer klarer werden, wie peinlich das obstinate Schweigen des Pontifex angesichts der Bitten um Klarstellungen ist, das weitere Verwirrung auslöst.

Indiskretionen aus bester Quelle zufolge können wir sagen, daß die polnischen Bischöfe die Möglichkeit des Zugangs der Paare, die more uxorio leben - d.h. ohne durch das Sakrament der Ehe vereint zu sein- zur Kommunion ablehnen. Es ist offensichtlich, daß das auch für die Paare gilt, die zusammen leben. Und natürlich betrifft diese Entscheidung auch die wiederverheirateten geschiedenen Paare, bei denen es für die Kirche noch eine gültige erste Ehe gibt,
Sie können nicht an der sakramentalen Kommunion teilnehmen und auch nicht an der spirituellen, solange sie sich in einer Lebenslage befinden, die in offenem Widerpruch zur Eucharistie steht, die das eheliche Band zwischen dem Herrn und seiner treuen Kirche darstellt, ein unauflösliches und fruchtbares Band.


Steht in Rom nach dem Müller-Interview ein weiterer Skandal bevor?

Maike Hickson kommentiert bei OnePeterFive das neue Müller-Interview in der Tagespost
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"KARDINAL MÜLLER SAGT, ER HABE BEI  DER FAMILIENSYNODE 2015 NICHT FÜR DEN EINHEITLICHEN DEUTSCHEN BERICHT GESTIMMT"

"Kardinal Gerhard Müller, der frühere Präfekt der Glaubenskongregation überrascht uns immer wieder. Nachdem er vor kurzem öffentlich über die derzeitige Atmosphäre der Angst und Zensur im Vatican unter Papst Franziskus gesprochen hat, gibt der deutsche Kardinal jetzt per Implikation zu verstehen, daß er selbst niemals seine Zustimmung zum Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe bei der zweiten Bischofssynode in Rom 2015 gegeben hat.
Wenn das wahr ist, würden wir vor einem weiteren großen Skandal stehen, weil das Dokument seit dieser Synode der Öffentlichkeit so vorgestellt wird, als habe es die Zustimmung des Glaubenspräfekten.

In einem Interview mit der deutschen katholisychen Zeitung "Tagespost"  vom 13. Oktober (wir haben es verlinkt), antwortet Kardinal Müller auf eine Frage zur deutschsprachigen Gruppe und der Diskussion dieser Gruppe 2015 über die Schriften des Hl.Thomas von Aquin.
Er erklärt Folgendes:

"Ich selbst habe in dieser Sprachgruppe den Hinweis auf die Fragen 79 und 80 des dritten Teils der „Summa theologiae“ ins Gespräch gebracht, so dass Kardinal Christoph Schönborn glücklich war über all das, was sein Ordensbruder schon vor sechshundert Jahren zum Thema des rechtmäßigen und fruchtbaren Empfangs der Eucharistie gesagt hatte. 
Es heißt, der Abschlussbericht sei mit einer Stimme, nämlich meiner, angenommen worden. Wahr ist dagegen, dass diese Abstimmung geheim war. " (....)

Nun sind diesen beiden letzten, etwas vagen Sätze von erheblicher Wichtigkkeit insofern, daß Kardinal Reinharf Marx, der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz , dann in einer Pressekonferenz am Ende der Familien-Synode  von 2015 darauf bestanden hatte, daß dem 
Schlußbericht der deutschsprachigen Gruppe einstimmig zugestimmt worden war War diese Behauptung doch nicht wahr? 
Weil ich zu jener Zeit berichtet hatte: 

     Wie Edward Pentin berichtet war es im detzten der der drei Berichte, daß die deutsche           Gruppe die Idee des "internen forums" in Umlauf brachte, die -wie Kritiker sagen- "eine         leichte Abwandlung der Kardinal-Kasper-These ist, die wiederverheiratete Geschiedene         nach einer gewissen Zeit der Buße wieder zur Kommunio9n zuzulassen.

     Bedeutsam war auch, daß als dieser Bericht der deutschsprachigen Gruppe am 21.                   Oktober 2015 vorgestellt wurde, es Kardinal Marx selber war, der bei der Synoden-                 Pressekonferenz sprach. (klicken) und auf der Tatsache bestand, daß dieser Bericht mit       der einstimmigen Untertützung aller Gruppenmitglieder geschrieben wurde.
     Mehr als einmal sagte er: "Jeder Text der deutsch-sprachigen Gruppe, jede relatio ist               einstimmig. Keine Gegenstimme. Das ist sehr wichtig, denke ich."


     Er scheint diese Tatsache wiederholt zu haben, damit jeder im Raum realisieren sollte,           daß das bedeutete, daß auch Kardinal Müller den Bericht unterstützte. Und Marx sagte           ausdrücklich, daß die Idee des "internen forums" darauf hinzielte, einigen                                   wiederverheirateten Geschiedenen dabei zu helfen, "zur vollen Versöhnung mit der                 Kirche zu kommen", was die Zulassunfg zu den Sakramenten einschließen würde.
     Kardinal Marx erwähnt bei der Pressekonferenz ausdrücklich, daß es während des                   Wochenendes zu einer Art Übereinkunft zwischen den Kardinälen Müller und Kasper             gekommen sei, nachdem sie beide die Schriften des Hl. Thomas von Aquin studiert                 hatten und wie- man vorsichtig- die verschiedenen Situationen beurteilen sollte."

Meinem Bericht zufolge, waren Kardinal Müller und Kardinal Walter Kasper zu einer Art Einvernehmen gekommen, das zur Einführung der Idee des "forum internum" daß dann in den allgemeinen Schlußbericht der Synode einging und das dann wieder von Papst Franziskus benutzt wurde, um in seinem "Amoris Laetitia" den Gedanken zu rechtfertigen, daß geschiedene und wiederverheiratete Paare, im "forum internum" eine Differenzierung ihrer Situation vornehmen könnten und daß die Hilfe der Kirche selbst daabei manchmal auch "die Sakramente einschließen" könnte.


Das heißt, daß Papst Franziskus in der Lage war, indirekt den angenommenen Kasper-Müller-Kompromiss zu nutzen- wie es Kardinal Schönborn moderierte- um mit der gelehrten Unterstützung des Schlußdokumentes der Snode von 2015 eine liberalisierendere Haltung gegenüber den wiederverheirateten geschiedenen Paaren einzuführen, 
(Wie wir noch sehen, wurde die Diskussion des Hl. Thomas irgendwie von Kardinal Müller initiiert und wird immer noch von Papst Franziskusn aufgenommen, der jetzt behauptet, daß Amoris Laetitia "Thomistisch" ist.)

Es war domradio Köln in Deutschland, das Stunden nach Ende der Synode am 24. Oktober erklärte, daß die deutschsprachige Gruppe entscheidend gewesen war: 

     
    Am Ende war es die deutsche Spachgruppe, die in der Lage war, die Obstruktion und die        Hauptblockade zur Frage der Wiederverheirateten zu überwinden.
    [....]
    Eine winzig kleine Öffnung ist seither gemacht worden und die zentrale Idee dieser                  Gruppe findet sich im finalen Bericht. Wenn Papst Franziskus sie später kopiert, wäre es        für die, die in der Pastoral tätig sind und in extremen Fällen für jene Betroffenen den Weg      zu einer "wachsenden Integration" ins Gemeindeleben zu öffnen.
    Manche derer, die für die pastorale Betreuung verantwortlich sind werden so auch die             Zulassunf zr Hl. Kommunion einschließen.

Ich erinnere mich, damals selbst von Römischen Quellen gehört zu haben, daß Kardinal Müller in einigen extremen Fällen "wiederverheirateter" Paare Barmherzigkeit hatte zeigen wollen, wie es dann auch im deutschen Magazin Focus" wiedergegeben wurde.

Aber fünf Monate später, im März 2016, hatte sich Karinal Müller bereits vom Gedanken einer liberaleren Haltung gegenüber den wiederverheirateten Geschiedenen distanziert, indem er erneut bekräftigte, daß sie sich sexueller Beziehungen enthalten müßten, wenn sie Zugang zu den Sakramenten wünschten.

Trotz dieser folgenden Distanzierung von der Kasper-These- und seither- habe ich wiederholt und vielleicht unfair- Kardinal Müller für zum Teil verantwortlich gemacht für die schlechten Früchte von "Amoris Laetitia". 
Weil ohne seine Zustimmung zum Schlußreport der deutschsprachigen Gruppe bei der Synode, die forum-internum-Idee nicht in den Schlußberiht der Synode gelangt wäre und so nicht von Papst Franziskus legitimerweise aufgepickt und ausdrüklich hätte werden können.

Jetzt weiß ich nicht, was ich denken soll.


Wenn -nach allem- Kardinal Müller seine Zustimmung zu diesem von den Deutschen unterstützten Kompromiss bei der Synode gegeben hat, müßte ich jetzt entsprechend alle meine schlecht-informierten Kommentare und Kritiken seiner Person und seiner Rolle zurückziehen. Und das müßten auch viele andere Beobachter, die vergleichbar in die Irre geführt wurden.

 .
Aber warum hat Kardinal Müller nicht früher gesprochen und gezeigt, daß Kardinal Marx effektiv eine Lüge ausgesprochen hat, als er darauf bestand, daß der deutsch-sprachigen Bericht einstimmig approbiert worden war? Warum weist Kardinal Müller erst jetzt auf eine solche Korrektur oder Modifizierung hin, jetzt nachdem er von Papst Franziskus- und das ziemlich abrupt- aus seinem Amt der Präfekten der Glaubenskongregation entlassen wurde?

Dieses neue und etwas zweideutige Müller-Interview könnte sehr wohl einen weiteren Skandal auslösen. Der Skandal wäre, daß führende Figuren bei der Synode Kardinal Müllers zu Unrecht benutzten, um ihre progressive Reformagenda effizienter zu implementieren. Es würde auch das Feigenblatt der Legitimität dieses zweideutigen Synodalprozesses wegnehmen, der auf alle fälle schwer kritisiert worden war.

Vor drei Tagen habe ich Kardinal Müllers Sekretär kontaktiert und ihm um weitergehende Klarstellungen gebeten, darüber ob der Kardinal zur Unterstützung des deutschsprachigen, angeblich einstimmig angenommenen Schlussberichtes und finalen Abstimmung der Eintracht gestimmt hat oder nicht. Sollte ich von ihm eine Antwort bekommen, werde ich diesen post up-daten.
Ich habe auch Kontakt zu Matthias Kopp, dem Pressesprecher von Kardinal Marx aufgenommen. Er hat geantwortet, daß ich mich jetzt statt dessen an das Synoden-Sekretariat wenden sollte; und er lehnte auf diese Weise meine Bitte an Kardinal Marx ab, er möge seine frühere öffentiche Behauptung über die Einstimmigkeit bestätigen.
Aber in einer zweiten Antwort- einige Stunden später- wies mich Herr Kopp auf das offizielle Statement von Erzbischof Heiner Koch hin- der Relator der deutsch-sprachigen Gruppe bei der Synode 2015 war- in dem Koch selber behauptet, daß dem Schlußreport von den Mitgliedern der Gruppe einstimmig zugestimmt wurde. Das macht ein klärendes Statement von Kardinal Müller selbst umso dringlicher.

Quelle: OnePeterFive, Maike Hickson
  

Montag, 16. Oktober 2017

Tafelmusik spielt zum Tanz auf......         

         

Amazonas-Synode als trojanisches Pferd gegen den Zölibat?

rorate caeli hat sich zu dieser Vorahnung- oder ist es schon mehr?- Sorgen gemacht,
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"NEUE FRANZISKUS-SYNODE, EINBERUFEN UM VERHEIRATETE PRIESTER ZU APPROBIEREN"

"Gestern -direkt nach der Kanonisierung von 35 Heiligen (eingeschlossen 33 Märtyrer, von den 30 während der Hl. Messe von einer Horde Protestanten ermordet wurden), kündigte Papst Franziskus die Einberufung einer außerordentlichen Bischofssynode für die Pan-Amazonas-Region an, also die Amazonasregionen mehrerer Südamerikanischer Länder.. Das Treffen wird 2019 in Rom stattfinden.

Die Versammlung wurde angeblich einberufen, sich mit den Sorgen der indigenen Bevölkerung zu befassen.

Aber wir wissen es besser.

Genau wie die Synoden "für die Familien" 2014 und 2015 dazu einberufen wurden, um genügend Ungenauigkeiten und semantishe Verwirrung zu schaffen, die es dem Papst erlaubten, die Entscheidung zu erreichen, die er schon getroffen hatte (d.h. die Eucharistische Kommunion für die in fortdauernder ehebrecherischer Beziehung), hat die bevorstehende Amazonas-Synode nur ein Ziel:
verheiratete Priester in der Lateinischen Kirche.

Während in der Lateinischen Kirche in den letzten Jahrzehnten sehr selten verheiratete Männer zu Priestern geweiht wurden, die Praxis beschränkte sich auf die statistisch winzige Zahl früherer anglikanischer (und einiger anderer) protestantischer Geistlicher, die schon verheiratet waren, als sie in die Kirche eintraten.

Die Amazonas-Synode hat kühnere Pläne im Sinn. Der Papst hat so gut wie sicher schon entschieden, bereits verheiratete katholische Männer, die als viri probati betrachtet werden- zu Priestern zu weihen, zuerst am Amazonas, vielleicht gleichzeitig auch in anderen "Missionsgebieten".

Und- wer weiß- so schnell wie möglich überall sonst? Weil es keinen Zweifel gibt, daß alle traditionellen Gebiete der Lateinischen Kirche -einschließlich des größten Teils Europas, großer Teile Lateinamerikas, weite Gebiete Nordamerikas ebenso wie die traditionellen Missionsgebiete Afrikas und Asiens als "Missionsgebiete" betrachtet werden können, die alle den selben Bedarf an Priestern haben wie das Amazonasflußbecken.

Da haben wir es also: eine weitere folgenreiche Verschiebung - auf krumme Art- steht in der Kirche bevor. Aber zumindest sind wir vorgewarnt."

Quelle:  rorate caeli, 

Ein päpstlicher Versuchsballon: der Vorschlag, die Aussage des KKK zur Todesstrafe zu ändern


So interpretiert A. Gagliarducci in Monday in the Vatican die neuesten päpstlichen Gedankenexperimente in Interview-Zitatform.
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"WIRD PAPST FRANZISKUS WIRKLICH DIE KATHOLISCHE LEHRE ÄNDERN?"
"Die Rede die Papst Franziskus zum 25. Jahrestag des KKK gehalten hat, hat einen starken Hinweis hinterlassen, sowohl wegen der Andeutung der Möglichkeit die Katholische Lehre zur Todesstrafe ( nach dem Katechismus immer noch zulässig -wenn auch als ultima ratio) als auch den Hinweis des Papstes , daß die Doktrin nicht unveränderlich ist. Es gab aber auch ein Zitat in seiner REde, das fast unbeachtet blieb. Und dieses Zitat ist wichtiger als es scheint.

Papst Franziskus zitierte den Hl. Vincent von Lerins, einen Kirchenvater des 5. Jahrhunderts, dessen Leben mehr im Dunklen liegt als seine Schriften.

In einer Rede zitierte der Papst eine Passage aus "Commonitorium" dem einzigen vollständigen Werk des Heiligen Vincent, das bis heute erhalten geblieben ist.

Der Hl. Vincent schreibt: "Aber jemand wir vielleicht sagen "Wird es keinen Fortschritt in der Kirche Christi geben?" Sicher wird es den geben- jeden Fortsgechritt der möglich ist. Wer- so neidisch auf den Menschen, so voller Hass auf Gott sollte versuchen, den zu verbieten?"

Dieses Zitieren ist aus zwei Gründen bedeutend. Der erste ist, daß Papst Franziskus darin unterstreicht, daß wer immer "versucht" in der Religion den Fortschritt "zu verhindern" vom Papst als "bei Gott verhaßt" betrachtet wird. Der zweite Grund ist, daß es nicht das erste mal ist, daß der Papst den Hl. Vincent von Lerins zitiert.

Er tat das bereits in einem Interview, das er 2013 dem Jesuiten-Magazin "La Civiltá Cattolica" gewährte. Es war Franziskus´erstes Interview als Papst.
In diesem Interview sagte er: "Der Hl. Vinent von Lerins vergleicht die biologische Entwicklung des Menschen mit dem Übergang von einer Ära zur anderen bei der Weitergabe des Glaubenserbes, das mit der Zeit wächst und stärker wird. Dabei ändert sich das menschliche Selbstverständnis mit der Zeit und das menschliche Bewußtsein vertieft sich." (es gab noch ein weiteres Zitat des Hl. Vincetn in diesem Interview- zum selben Thema).

Der Hl. Vincent von Lerins hilft uns dabei, Papst Franziskus´ Rationale zu erklären. Im Allgemeinen wird der Gedanke, daß die Lehre sich entwickelt, von den meisten Theologen akzeptiert.
Tatsache aber ist, daß nur wenige darin übereinstimmen, wie die Doktrin sich entwickelt.

Liest man den Text des Hl. Vincent noch einmal, versteht man, daß der Papst das Glaubenserbe nicht ändern will. Das wird gleich bleiben.
Tatsächlich hat Franziskus ein gewisse Vorliebe für das traditionelle Denken der Kirche , wenn er von der Kirche z.B. als "heilige, hierarchische Mutter" spricht oder wenn er bei einem privaten Treffen mit Priestern der Diözese Lyon sagte, daß er nicht den Wunsch habe, "die Normen für den priesterlichen Zölibat zu ändern."

Das Wirken von Papst Franziskus dreht sich in der Hauptsache nicht um Veränderungen der Doktrin. Der Papst will das Denken ändern; er will Prozesse anstoßen, aber ohne sie zu beenden. Er erklärt diesen Punkt sehr gut in "Evangelii Gaudium", indem er seine vier Leitprinzipien auflistet- die am Ende die Notwendigkeit darstellen, zu warten, daß die konventionelle Art zu denken, von selbst zerfällt und die "pastorale Umkehr", nach der er dauernd verlangt, in die Praxis umzusetzen.


Heute vor 39 Jahren.....

am 16. Oktober 1978 wurde der Krakauer Erzbischof Kardinal Karol Wojtyla zum Papst gewählt.

           

                               HEILIGER JOHANNES PAUL BITTE FÜR UNS !

Rund um Amoris Laetitia Hunderttausende von Unterschriften unter Fragen, Bitten, Korrekturen...bisher ohne jede Antwort

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae das Schweigen des Papstes und seiner Entourage zu den Dubia, der Correcctio Filialis und zuletzt zum großen polnischen Rosenkranz und dessen Folgen für Kirche und Glauben.
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"VOR ZWEI JAHREN FLEHENDE BITTE ZUR EHE AN DEN PAPST; JETZT 900.000 UNTERSCHRIFTEN. PEINLICHES (PEINLICH BERÜHRTES ?) SCHWEIGEN VON PETRUS"

"Vor zwei Jahren. Noch bevor die umstrittene apostolische Exhortation "Amoris Laetitia2 mit allen ihren gewollten Unklarheiten, veröffentlicht wurde und am Vorabend des zweiten Teils der Familiensynode, wurde Papst Franziskus eine "Supplica Filialis" übermittelt.
Im Text wird Papst Franziskus darum gebeten, "ein klärendes Wort" zu sprechen, "um die allgemeine Desorientierung zu zerstreuen, die durch die Möglichkeit ausgelöst wurde, daß sich im Herzen der Kirche eine Bresche öffnet, die als Folge der Zulassung der wiederverheirateten Paare zur Eucharistie den Ehebruch zuläßt ."

Bis heute hat das Koordinationskomitee der "Supplica Filiale", das eine Vereinigung von mehr als 60 "pro familia" und "pro vita"-Organisationen auf den 5 Kontinenten darstellt, weder eine Empfangsbestätigung noch eine Antwort bekommen.

Außergewöhnlich, oder?
Besonders wenn man bedenkt, daß das allmächtige Staatsekretariat allen antwortet- einschließlich homosexueller Paare, ihnen alles Gute wünscht, wpbei ihnen kleine Fauxpas unterlaufen.
Aber offensichtlich haben die Katholiken kein Recht auf eine Antwort.
In der Zwischenzeit ist die Supplica Filiale von 1378 qualifizierten Unterzeichnern unterschrieben worden; das heißt Mönchen, Nonnen, Bischöfen, Kardinälen, Akademikern und Gelehrten; während die Zahl der Unterschriften von einfachen Gläubigen fast die 900.000 erreicht hat. (879.451 um genau zu sein.)

Heute hat das Komitee, das die Supplica auf den Weg gebracht hatte, den regierenden Pontifex gebeten, sein Schweigen zu brechen, daß heute außer paradox zu sein, wirklich außergewöhnlich wird, unmöglich ohne Peinlichkeit zu rechtfertigen.

Aber auch eine zweite Innitiative ist ohne Antwort geblieben: eine "Treueerklärung an die unveränderliche Lehre der Kirche zur Ehe an ihre ununterbrochene, von den Aposteln empfangene Disziplin" die bis jetzt auf eine Andeutung aus hohen Kirchensphären erwartet.
Weil sie nicht über die gleichen logistischen Möglichkeiten verfügte, wie die erste Initiative und weil es sich diesesmal um ein längeres, wichtiges Dokument handelte, haben die Koordinatoren die Erklärung am 29. August 2016 auf ihrer website veröffentlicht, damit jeder sie unterschreiben kann.

Die Glaubenserklärung hat 35.112 Unterschriften erreicht, unter ihnen die von 3 Kardinälen, 9 Bischöfen, 636 Diözesanpriestern und 46 Diakonen, 25 Seminaristen, 51 religiösen  Brüdern, 150 Mönchen- in Klausur und im aktiven Leben, zu denen noch die von 458 Akademikern im Laienstand kaommen, hauptsächlich von Theologieprofessoren, Religionslehrern, Katechisten und Pastoralreferenten .


Sonntag, 15. Oktober 2017

Zum Sonntag ein in Töne gefaßtes "Gott allein genügt" i


                 

          

Wir bleiben katholisch - auch wenn wir damit nicht berühmt werden.

Erstmal Glückwunsch nach Polen - was für ein großes Volk! Sie haben es tatsächlich geschafft, mit einer katholischen Alltäglichkeit in die internationalen Medien zu kommen - mehr noch sie haben es sogar geschafft, die halbe Welt in Angst und Schrecken zu versetzen - von tagesschau bis BBC, alle reagierten total erschrocken. Das war wirklich eine ganz großartige Aktion, die den polnischen Katholiken letzten Samstag gelungen ist. Sie haben das katholische Fest "Unserer lieben Frau vom Rosenkranz" dazu genutzt, für das es gedacht ist und landesweit Rosenkranz gebetet. Dass die Polen da so öffentlich beteten und auch noch sagten, warum und wofür war natürlich den diversen Medienvertretern nicht so ganz geheuer, weil ihnen der Glaube daran fehlt, was Gebete bewirken können und in der Vergangenheit bewirkt haben.
Das hat natürlich die Italiener nicht ruhen lassen: Am 100. Jahrestag des "Sonnenwunders von Fatima" wurde von Südtirol bis nach Sizilien Rosenkranz gebetet - offensichtlich aber nicht so spektakulär, wie die Polen, denn die Medien hatten keinen Grund, sich aufzuregen. Schade eigentlich, hat doch so viel Spaß gemacht, ihre Panik zu sehen.


Am Samstag waren dann die Engländer dran: Mitten durch London gab es einen großen Rosenkranzgebetszug:



Da könnte man ja fast neidisch werden, als Münchnerin ... aber nur fast. Denn über die Zeit verteilt, können wir da doch durchaus mithalten:
Bei uns wird ja in fast allen Kirchen Rosenkranz gebetet, in der Innenstadt täglich, in den Stadtrandkirchen 1 - 2 mal die Woche. Und immer sind viele da, die mitbeten.
Richtig los geht's dann aber am 15. August. An diesem Tag beginnt in zwei Münchner Wallfahrtskirchen der "Frauendreißiger" - eine dreißigtägige Gebetszeit mit Marienandachten, Rosenkränzen, Heiligen Messen, Lichterprozessionen und Kreuzpartikel-Segnung. Und ich kann es bestätigen: Die Kirchen sind jeden Tag voll.

Nicht jedes Volk ist ein pueblo, nicht jede Volksbewegung wird vom Papst gern gesehen

Wie Giuseppe Rusconi bei rossoporpora schreibt, gefallen nicht alle Volksbewegungen dem Pontifex,  auch die polnischen Rosenkranzbeter wohl nicht.
Hier geht´s zu Auszügen aus dem Original:    klicken

"DER GROSSE POLONISCHE ROSENRKANZ UND SEINE INTERPRETATIONEN.
DIE HALTUNG DES PAPSTES IST SCHMERZLICH UND VERLETZEND"
(...)
Giuseppe Rusconi berichtet : "Obwohl Jorge Mario Bergoglio mehrmals die Gelegenheit hatte. hat er die große katholische Demonstration kein einziges mal erwähnt und er fragt sich, wie das möglich ist, bei ihm, der doch auch die kleinste Gruppe von Pfarrgemeindemitgliedern, Studenten und Seminaristen begrüßt... der Vereinigungen aller Art grüßt (mit besonderer Betonung derer, die sich um Umwelt, Immigration, den Weltfrieden kümmern):  kein Wort, nicht empfangen....

Weiter fragt sich Rusconi, ob "es möglich ist, daß der Papst nichts vom Großen Polnischen Rosenkranz weiß?" Und beantwortet seine Frage mit "theoretisch ist das möglich" -aber man habe wirklich  Schwierigkeiten zu glauben, daß keiner seiner Mitarbeiter ihn informiert haben soll.
Oder ob er an dem, was in Polen passiert, nicht interessiert ist?"
"Oder besser"- fragt Rusconi weiter- "daß er so tut, als ob es ihn nicht interessiert?" "Man wisse" so der Autor" daß er sich selbst mehrmals als "ziemlich schlau" beschrieben hat und daß er, wenn etwas ihm nicht gefällt. einfach so tut, als interessiere es ihn nicht."

"Diesen Katholiken, vielleicht sogar diesen Kardinal empfange ich nicht. Diesen anderen, diesen "Flüssigkatholiken" sicher, wieso auch nicht! Wenn er Atheist ist, nicht fromm, antikatholisch ist es noch besser: ich kann ihn einladen, sofort zu mir zu kommen....ein Telefonanruf und los geht´s. 
Diese andere, eine große Italienerin [Emma Bonino] bittet mich, einen populären Gesetzesentwurf für größere Rechte der Immigranten zu unterschreiben? Das fehlte noch, ich unterschreibe sofort und lanziere dann selbst einen schönen Appell während der Generalaudienz."  

Ja, aber die Initiative für den Großen Polnischen Rosenkranz war eine Volksinitiative....das wahre, das polnische Volk ist das Volk, aber nicht das "pueblo" und besitzt deshalb selbst nicht die primitive Weisheit, die das letztere nährt.

Rusconi fährt dann so fort: "Schauen Sie sich die Fotos an----schauen Sie diese ausdrucksarmen Gesichter an, damit beschäftigt den Rosenkranz zu rezitieren, um wie Msgr. Galantino zu sprechen,
Schauen Sie- und da zitiere ich mich selbst- diese "alten Weiber" an, diese Rosenkranzrezitirerinnen , diese Museumsmumien, die Christen mit den essigsauren Gesichtern, diese langen Gesichter,  kurz das ist die Gemeinschaft der "ideologischen Christen, mit dem schwarzen Herzen, unter die ich mich nicht mischen will..." (wörtl. Galantino-Zitat)

Und Rusconi fragt schließlich: "Ist sich Papst Franziskus dessen bewußt, daß er mit seiner ostentativen Abkehr vom großen polnischen Rosenkranz - Millionen Katholiken, nicht nur  polnische, verletzt hat? Weiß er, welche Bitterkeit, welchen Schmerz das verursacht hat? Weiß er, welche Konsequenzen das haben kann?" 

Quelle: rossoporpora, G.Rusconi

   

Samstag, 14. Oktober 2017

Fundstück des Tages

In einem Interview mit Guido Horst spricht Kardinal Müller- über 25 Jahre KKK, Amoris Laetitia und die Folgen und von möglichen bzw. unmöglichen k.o.Schlägen im post-AL-Disput.

Gefunden haben wir das Interview mit dem Titel "DAS UNKLARE KLÄREN UND NICHT DAS KLARE VERUNKLÄREN"  in der Tagespost. Lesen!
Ein schöner Satz daraus:

"Die Opponenten von damals haben sich inzwischen zu schwärmerischen Papstanhängern gemausert." 

Wohl wahr, Eminenz! 

Hier geht´s zum Fundstück:  klicken 

Papst S.Agatho, der Hl. Wilfried und ein Konzil.....

Father Hunwicke greift heute bei liturgicalnotes auf die Kirchengeschichte und Ereignisse aus dem 7. Jahrhundert zurück. Protagonisten der Geschichte um eine Häresie, eines Synode, ein Konzil (681) & ein Anathema sind die Päpste Honorius (625- 638), S. Agatho (678- 681), S. Leo II und der Hl.
Wilfried. Der Hl. Wilfried war zu Unrecht und auf unkanonische Weise von Theodor von Canterbury abgesetzt worden und nach Rom gereist, um seine Sache dem Hl. Vater, Papst Agatho vorzutragen, der ihn wieder in sein Amt einsetzte...Bei diesem Anlass nahm er an der Synode und am Konzil von 681 teil.  Hier geht´s zum Original:  klicken

            "DER HEILIGE PAPST AGATHO DER GUTE"

"Die S. Agatho-Synode war- wenn man darüber nachdenkt- eine ziemlich große: 125 Bischöfe.
Größer-denke ich- als so manches "Ökumenische Konzil".
Er hat es "adversos eos qui...dogmatizabant" einberufen.
Diese Synode wurde gegen einen doktinalen Irrtum abgehalten, der gerade aufgekommen war: gegen jene, die lehrten, daß es im Herrn, unserem Erlöser,  nur einen Willen und ein Wirken gäbe (d.h. der Monotheletismus). Aber der Hl. Vater berief dieses Konzil nicht ein, um herauszufinden, was diese 125 Bischöfe dachten oder um zu entdecken, ob sie irgendwelche großartigen neuen Ideen hätten.

Es gab auch den unausweichlichen Engländer in Rom und unausweichlich war dieser Engländer der Hl.Wilfried (Erzbischof von York). Dieser unermüdliche Missionar neigte dazu, sich in Streitigkeiten einzumischen  und sein Instinkt war bei solchen Gelegenheiten immer derselbe: geh nach Rom. (Immerhin hörte der Hl. Stuhl- wenn man schnell genug hinkam, nur eine, die eigene Seite der Geschichte).

Also lud der Hl. Agatho Wilfried zu seiner Synode ein, um von seinem Denken und seiner Gelehrsamkeit zu profitieren....NEIN, kein bißchen;
Wilfried wurde eingeladen, seinen Glauben zu bezeugen, mit anderen Worten, eine formales Bekenntnis seiner Orthodoxie zu geben; aber nicht nur seines persönlichen Glaubens: auch des Glaubens der Provinz oder der Insel, von der er kam.
Sein Festhalten an der Katholischen Orthodoxie ist in die Acta Synodi eingegangen:
"Wilfried, der von Gott geliebte Bischof der Stadt York wurde auf den Richterstuhl der Synode mit 125- Mitbischöfen gesetzt;und -im Namen des gesamten Nordens Britanniens und Irlands und den Inseln, die von Angeln und Briten bewohnt werden und auch den Schotten und Pikten, bezeugte er den wahren und Katholischen Glauben- et cum subscritione sua corroboravit"

Das Selbstvertrauen mit dem der H. Wilfried für so viele dessen (was heute von Irischen Gelehrten klar) der Atlantische Archipel genannt wird und für die Rechtgläubigkeit tausender schottischer Mönche spricht die ihm nie begegnet waren -und die- wären sie das- so manches starke Wort über seine "Paschalis-Mathematik" hätten sagen können, ist sicher atemberaubend.
Aber ich will zeigen, worum es bei dieser Synode ging:

Eine Häresie war aufgekommen und ein vorhergehender Papst (Honorius) hatte ein halbes Jahrhundert vorher den Irrtum gefördert- Häresie
Aber ein Papst ist dazu da, sie zu verdammen. Denken Sie nur an die massive kirchliche Unordnung die entsteht, wenn ein Papst selbst die Häresie favorisiert und sein Amt dazu nutzt, sie zu verbreiten.


Magister: AL-nach der Korrektur der Theologen, folgt jetzt die gegenseitige Korrektur der Philosophen.

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die derzeitige Gemengelage im Kampf aller gegen alle um AL und zitiert Auszüge aus einem Interview mit Prof. Pierantoni, einem der Unterzeichner der Correctio Filialis.
Hier geht´s zum Original:  klicken


"SOGAR DIE PHILOSOPHEN "KORRIGIEREN" SICH GEGENSEITIG. BUTTIGLIONE UND PIERANTONI IM DUELL ÜBER "AMORIS LAETITIA"

"Franziskus ist sicher kein philosophischer Papst-wenn man die Nonchalance betrachtet, mit der er die Prinzipien des Nichtwiderspruchs mißhandelt und die Widerprüchlichkeit der vier Postulate, auf denen, wie er sagt, sein Denken basiert.

Seltsamerweise aber bietet er keinem anderen als den Philosophen reiches Material zur "Disputatio". Einer von ihnen, Rocco Buttiglione, hat vor einigen Tagen das Schlachtfeld betreten, um die "Correctio Filialis" Punkt für Punkt zu widerlegen, die dem Papst am vergangenen 11.August von 40 katholischen Gelehrten aus aller Welt- die meisten von ihnen auch Philosophen-geschickt wurde- mit der Bitte, sieben Häresien zu widerlegen, die ihrem Urteil zufolge im 8. Kapitel von "Amoris Laetitia" lauern.

Buttiglione hat seine Apologie der perfekten Rechtgläubigkeit des Papstes in diesem Interview mit Andrea Tornielli für den "Vatican Insider" vom 3. Oktober formuliert:

"Die 'Correctio'? Die Methode ist nicht korrekt: sie diskutieren nicht, sie verurteilen"

Und jetzt kommt ein anderer Philosoph, der einen Gegenangriff führt, seinerseits Buttigliones Ideen demontiert und noch einmal "Amoris Laetitia" kritisiert.
Das tut er in einem Interview mit Diane Montagna für "LifeSiteNews" vom 10.Oktober:

"Amoris Laetitia" benutzt die Orthodoxy als "Maske", um die moralischen Irrtümer zu verberge: Katholischer Philosoph"

Der fragliche Philosoph ist Professor Claudio Pierantoni, der an der Universität von Chile Mittelalterliche Philosophie lehrt und einer der Unterzeichner der "Correctio" ist.
Die Correctio ist sicher nicht gegen Widerspruch gefeit, sowohl was die Methode als auch was den Inhalt angeht, wie die, die vor wenigen Tagen von einem anderen gelehrten Philosophen, Francesco Arzillo, bei Settimo Cielo formuliert wurden.

Aber auch Amoris Laetitia ist nicht unschuldig- wenn man das Babel sich widersprechender Interpretationen sieht, das in ganzen Bischofskonferenzen, bei einzelnen Bischöfen, Theologen und in der Tat bei Philosophen ausgelöst wurde.

Buttiglione und Pierantoni kennen sich gegeneitig sehr gut. Ersterer, u.a. ein wohlbekannter Schüler des philosophischen Denkens Karol Wojtylas, war in Chile viele Jahre der renommierteste Professor.
Zu seinen Studenten zählte Pierantoni von der Internationalen Akademie für Philosophie, die vom berühmten Österreichischen Philosophen Josef Seifert gegründet wurde.
Und -welch ein Zufall- Seifert wurde in Granada vor kurzem auf Anweisung des Erzbischofs der Stadt aus der betreffenden Abteilung seiner Akademie entlassen, weil er öffentlich -im Licht der "reinen Logik"- eine Schlüsselpassage aus AL kritisiert hatte.


Freitag, 13. Oktober 2017

man würde es nicht glauben.....

wenn nicht domradio.de berichten würde  klicken

Grünenpolitiker Volker Beck lehrt mit Beginn des Wintersemesters "Religionspolitik" an der Ruhr-Universität Bochum.  "Vom Bundestag in den Hörsaal"

Quelle: domradio.de 

Noch ein Jahrestag: 800 Jahre Franziskaner im Hl. Land

Vom 16. bis 18. Oktober feiert die Custodie des Hl. Landes mit zahlreichen Veranstaltungen und Hl.Messen ihr 800-jähriges Bestehen.
Die website des Franziskanerordens im Hl. Land berichtet darüber- ebenso wie über die Geschichte der Custodie, die 1217 begann.
Hier geht´s zum Original  klicken und klicken


   "HEILIGES LAND: 800. JAHRESTAG DER ANKUNFT DER FRANZISKANER"
"1217 -vor 800 Jahren landeten die ersten Franziskanermönche -angeführt von Bruder Elia da Cortona in Accra, im Hl. Land.
Seither sind 800 Jahre vergangen und die Fratres sind immer noch da, beauftragt mit der Verwaltung der Christlichen Stätten und verschiedenen Hilfsorganisationen und kulturellen Initiativem, zu denen die Kirchenmusik und die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung und der Pilger gehören.

Wie die website der Custodia della Terra Santa bekannt gibt, werden vom 16. -18. Oktober im Franziskaner-Kloster des H. Erlösers in der Altstadt von Jerusalem eine Reihe von Konferenzen und Treffen mit außergewöhnlichen Sprechern und berühmten Personen der Christenheit stattfinden.

HEILIGES LAND: 800 JAHRE FRANZISKANISCHE ANWESENHEIT . DIE GRÜNDUNGSPERIODE DER CUSTIDIA IM HEILIGEN LAND

Um zum Ursprung der Custodie des Hl. Landes zu gelangen, müssen wir ins Jahr 1217 zurückgehen, in dem  man in Santa Maria degli Angeli bei Assisi das erste Generalkatpitel der Minderbrüder feierte. Der Hl. Franziskus entschied -mit inspirierter Geste- seine Brüder zu allen Völkern zu schicken.

Die Welt wurde sozusagen von Assisi aus in franziskanische Provinzen unterteilt, sie würden sich nach den vier Kardinaltugenden richten. Bei dieser feierlichen Gelegenheit wurde das Heilige Land nicht vergessen.

Unter den dreizehn Mutterprovinzen des Ordens erscheint die des Hl. Landes.
In den Dokumenten wird sie mit verschiedenen Namen beschrieben:  Syrien, Romania, oder Übersee. Die Provinz umfaßte Konstantinopel und sein Kaiserreich, Griechenland und seine Inseln, Kleinasien, Antiochien, Syrien, Palästina, die Insel Zypern, Ägypten und die ganze übrige Levante.

Die Provinz des Hl. Landes wurde immer mit einem besonderen Blick betrachtet- sei es wegen der Größe ihres Territoriums, sei es wegen der Heiligen Orte.

Sie wurde von Anfang an als die wichtigste "Provinz" des Ordens betrachtet. Vielleicht wurde sie deshalb Fra Elias zu Pflege anvertraut, sei es wegen des Organisationstalentes sei es wegen der großen Kultur dieser herausragenden Persönlichkeit des entstehenden Ordens.

Priesterkinder und andere Neuigkeiten

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Brief von Abt Faria zu den neuesten Skandalen in der Kirche und ihren Ursprüngen.
Hier geht´s zum Original   klicken

"ABT FARIA: "DIE BEIDEN KINDER DES LEGIONÄRS CHRISTI SIND EIN SEGEN". ÜBER SIE IST ER WIRKLICH ZUFRIEDEN......ETWAS ZU FATIMA"
Vor einigen Tagen hat mir Abt Faria geschrieben und ich hätte seinen Brief zuerste veröffentlichen sollen, ich entschuldige mich dafür, aber aus dem einen oder anderen Grund bin ich mit meinen Verpflichtungen immer spät dran.
Ich fand ihn sehr "schmackhaft", auch weil er mir bei der immer mehr rosa werdenden Luft,-die man im Vatican atmet-, angemessen erschienen ist.
Und er erinnerte mich an den Scherz eines Kollegen von vor einigen Jahren, als wir den Pressesaal verließen, wo wir an einem Briefing zu den Maßnahmen Johannes Pauls II und Kardinal Ratzingers gegen die des Mißbrauchs beschuldigten Priester, teilgenommen hatten.
Der Kollege, der eher einer als rigide angesehenen kirchlichen Realität nahe stand, sagte: "Weniger schlimm, wenn unseren Priestern noch die Frauen gefallen würden...."
Aber lassen Sie sich Abt Faria selbst gefallen.

"Ich diskutierte mit einem Kanoniker, vor vielen Jahren ein Gefährte aus dem Seminar, der mir die neuesten Nachrichten vom Missgeschick des Klerikers, jenes Legionärs Christi, erzählte, der heimlich zwei Kinder und eine Beziehung zu einer Frau hatte.
Das erinnert an jenen Thomas Williams, der vor Jahren in eine ähnliche Situation geriet und der jetzt auf sein Priestertum verzichtet hat. Beide sind Produkte der Legionäre Christi.

Ich haben den Mitbruder wissen lassen, daß ich mich fast darüber freue. Ich sagte ihm, man müsse ur die Zeitungen des letzten Jahres lesen, um zu sehen, wieviele der Skandale homosexuelle und wieviele heterosexuelle Ursprünge haben.
Erstere sind viel häufiger. Tatsache ist, daß es uns jedesmal, wenn der "natürliche Trieb" sich im Klerus zeigt, sicher macht, daß der Kampf noch nicht verloren ist.

Ich glaube, daß die letzten Päpste sehr gut wußten, daß viele in der heutigen Kirche homosexuelle Tendenzen haben (einige mit geringer Absicht, sich zu enthalten).
Das ist auch die Frucht einer gewissen Laschheit der postkonziliaren Jahre, wo man alles akzeptierte. In meiner Erinnerung habe ich noch Seminaristen vor Augen, -in einem römischen Seminar- in Seide gekleidet- wie sie von einer Party am Vorabend übrig geblieben waren.
Viele von ihnen, die aufgenommen wurden, um die Seminare oder religiösen Kongregationen vor dem Sterben zu bewahren, sind heute Priester, einige sind Bischöfe oder Kardinäle.
Und es ist verständlich, daß sie dazu neigen, ihr Geheimnis zu bewahren und sich zu schützen.
Verstehen wir uns nicht falsch: es gibt Priester, die ihre Neigungen keusch leben, von ihnen spreche ich nicht.

Also mein lieber Kanoniker, eine der Natur nach "gesunde Sünde" (Gott möge mir vergeben!) in Zeiten der Subversion der Natur macht mich ein bißchen froh.

Das wahre Problem will man nicht sehen:  "Vulgus vult decipi, ergo decipiatur."
(Das Volk will getäuscht werden, also täuschen wir es")

Abt. Faria

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti, Abt Faria

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Zur Abschaffung der Hölle

Es ist auch zu mir vorgedrungen, dass unser derzeitiger Papst eine echt neue Idee zum Problem des jüngsten Gerichts gehabt hat. Hier klicken 

Auf den ersten Blick ist die Lösung die er gefunden hat, die Guten kommen in den Himmel, die Bösen lösen sich auf, schon berückend und bestrickend.
Man ist damit auf der atheistischen Schiene, dass mit dem Tod eh alles aus ist und hat dennoch einen Ansporn gut sein zu wollen.

Allerdings, wenn man so aufmerksam das verfolgt, was man heutzutage zu zu wissen meint, so ist ein klar, also Sünde, das gibt es nicht.
Und manchmal frage ich mich schon, wie man zu sowas kommen kann,

Noch einem Martin Luther war die katholische Kirche viel zu tolerant und dachte viel zu gut vom Menschen, dem sie die Möglichkeit eröffnete sich mit ein bisschen Geld für wunderschöne Kathedralen, gar von seinen Sünden loszukaufen, anstatt ihn dazu zu verdonnern, den Rest seinen Lebens bei Wasser und Brot Trübsal zu blasen.

EIne kleine Notiz am Rande

Die dem Papst sehr wohlgesonnene italienische website "ilfattoquotidiano"  hat vor einigen Tagen eine anläßlich der aktuellen Skandale im Vatican von einem anonym gebliebenen Kurienmitglied formulierte Äußerung zitiert:
"Wenn Franziskus nicht eine so wohlgesonnene Presse hätte (....) Wenn Benedikt  XVI gewisse Dinge [die Papst Franziskus tut] getan hätte, hätte sie ihn schon zehnmal vernichtet."

"Solche Worte unterminieren eine Führung" fügt die website hinzu......




Father Hunwicke spricht

Father Hunwicke denkt bei liturgicalnotes über das Unfehlbarkeitsdogma, reformierbare Papstäußerungen und darüber nach, wie der aktuelle Pontifex trotz aller Mängel von Amoris Laetitia sein Gesicht wahren könnte.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                                       "REFORMIERBAR?"  
" Das I. Vaticanische Konzil hat das Dogma definiert, daß Ex-Cathedra-Verkündigungen des Römischen Pontifex unfehlbar sind- ex sese et non consensu Ecclesiae-; und daß sie unreformierbar sind.
Diese willkommene und notwendige Erklärung zur Stellung der höchsten Ebene päpstlicher Statements hat das Feld für die Schlußfolgerung geöffnet, daß päpstliche Äußerungen, die nicht ex cathedra formuliert werden, den consensus Ecclesiae benötigten, um voll als unveränderliche Lehre der Kirche aller Zeiten anerkannt zu werden. Und daß derartige päpstliche Äußerungen reformierbar sein könnten.

Das ist immerhin nur common sense. Sogar wenn es für die größten Hardliner unter den Hyperpapalisten und deren unkatholischen Glauben, daß Papst Franziskus die "ipsissima vox Spiritus Sancti" (die Stimme des Hl. Geistes persönlich) ist,  schwierig sein könnte, das zu verstehen.

Die differierenden Interpretationen verschiedener Bischöfe und Bischofskonferenzen machen klar, daß Amoris Laetitia - zumindest in der Interpretation der Bergoglianer- nicht den consensus Ecclesiae hat.
Und die Vorschläge der Kardinäle Müller und Parolin, daß ein Dialog zwischen den beiden Seiten, in die Papst Franziskus auf so beklagenswerte Weise unsere Hl. Mutter Kirche gespalten hat, eröffnet werden sollte, sollten sicher die Möglichkeit bieten, daß man die Exhortatio Amoris Laetitia klarstellen und von ihren Zweideutigkeiten befreien könnte....sie-mit anderen Worten- als reformabilis behandelt werden kann.

Ein kleine aber interessante Pedanterie: sind Fußnoten ein integraler Teil eines Lehramtlichen Textes? Sicher nicht. Deshalb können schwierige Fußnoten entweder gestrichen oder neu formuliert werden; neue, klarstellende Fußnoten könnten hinzugefügt werden.

Nennen Sie mich saft-und-kraftlos, wenn Sie wollen, aber ich denke wirklich, daß dem aktuellen Regime die Möglichkeit gegeben werden sollte, das Gesicht zu wahren.
Allerdings müßte wesentlicher Teil eines solchen Dialogs eine Veröffentlichung der Kommentare sein, die dem Hl.Vater geschickt wurden, nachdem die Glaubenskongregation den Entwurf der Apostolischen Exhortation studiert hatte."

Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke


Gibt es in Papst Franziskus´ Lehramt keine in sich schlechte Handlung mehr?

Diese Frage stellt Maike Hickson sich und ihren Lesern in OnePeterFive angesichts des neuen Scalfari-Interviews und des neuen Buches von Erzbischof Vincenzo Paglia.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"GLAUBEN PAPST FRANZISKUS UND ERZBISCHOF PAGLIA, DASS DIE HÖLLE NICHT EXISTIERT?"

"An unseren Bericht vom 9. Oktober über die jüngsten Kommentare des päpstlichen Vertrauten Pater A.Spadaro  bzgl. des Moralgesetzes, haben wir ein up-date hinzugefügt- über eine neue Unterhaltung zwischen Papst Franziskus und Eugenio Scalfari.
Scalfari, der zum Favoriten unter den Interviewern von Papst Franziskus wurde, ist der atheistische Gründer der Italienischen Zeitung "La Repubblicca" und bekannt für seine unkonventionellen Methoden, Interviews eher aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren als direkte Zitate zu benutzen. (Trotz Scalfaris Wiedergabe der kontroverseren Worte des Papstes sind sie oft von Mitgliedern der Katholischen Presse als unzuverlässig abgetan worden, das Bestehen des Papstes Scalfari für aufrichtige Interviews auszuwählen und die Diskussionen darüber, sollte jede Behauptung verstummen lassen, daß er falsch interpretiert worden sei.)

In letzter Instanz- während er Erzbischofs Vincenzo Paglias neues Buch bespricht, zitiert Scalfari den Papst, der sagt, daß es bei den Bischöfen der Katholischen Kirche eine Menge Relativismus gibt. Scalfari zitiert Franziskus dann mit der Aussage:

"Wir Gläubigen und natürlich vor allem wir Priester und wir Bischöfe glauben an das Absolute, aber jeder auf seine eigene Weise, weil jeder seinen eigenen Kopf und seine eigenen Gedanken hat.
So unterscheidet sich unsere Absolute Wahrheit, die von uns allen geteilt wird, von Mensch zu Mensch. Wir vermeiden in Fällen, in denen unsere verschiedenen Gedanken sich widersprechen, keine Diskussionen. Also gibt es auch zwischen uns eine Art Relativismus."

Scalfari fügt dann sein eigenen Gedanken über die entsprechenden Ideen des Papstes und Erzbischof Paglias, daß die Hölle leer ist, hinzu:

"Papst Franziskus, dem in dieser Hinsicht Johannes XXIII und Paul VI  vorausgingen, hat aber mit revolutionärerer Kraft im Hinblick auf die Kirchen-Theologie die Orte abgeschafft, an die nach dem Tod die Seelen gehen müssen: Hölle, Fegefeuer, Paradies.
2000 Jahre Theologie basierten auf dieser Art Nachleben, die sogar das Evangelium bestätigt. Jedoch - mit einiger Aufmerksamkeit für das Thema Barmherzigkeit- teilweise Dank der Briefe des Hl.Paulus (an die Korinther und an die Römer) und teilweise mehr noch Dank des Hl. Augustinus von Hippo. Alle Seelen haben ein Anrecht auf Gnade und deshalb werden sie vollkommen unschuldig geboren und bleiben das, bis sie den Pfad des Bösen beschreiten.
Wenn sie sich dessen bewußt werden und sogar im Augenblick des Todes nicht bereuen, werden sie verdammt,
Papst Franziskus -wiederhole ich- hat all Plätze des ewigen Aufenthalts der Seelen nach dem Leben abgeschafft,. Die von ihm aufgestellte These ist, daß die vom Bösen beherrschten Seelen. die nicht bereuen, aufhören zu existieren, während jene, die vom Bösen erlöst sind, in die Seligkeit aufgenommen werden, wo sie Gott schauen. Das ist die These von Franziskus und auch von Paglia.

Wie Vatican-ExperteSandro Magister schon zuvor berichtete, hatte Scalfari zuvor Papst Franziskus so zitiert; "In einem Jahrtausend oder so wird unsere menschliche Spezies ausgelöscht sein und die Seelen werden mit Gott verschmelzen."

Und 2015 wurde Papst Franziskus wieder von Scalfari zitiert: "Was wird dieser verlorenen Seele passieren? Wird sie bestraft werden? Und wie? Franziskus´ Antwort ist klar und deutlich: "es gibt keine Bestrafung, sondern die Vernichtung dieser Seele."

Diese ziemlich ketzerische Äußerung, die Papst Franziskus selbst zugeschrieben werden- und die er immer noch nicht öffentlich geleugnegt hat- werden jetzt also auch dem neuen Direktor der Päpstlichen Akademie für das Leben und Großkanzler des neu-strukturierten Johannes -Paul -II-Institutes für Wissenschaft für Ehe und Familie zugeschrieben. Sein neues Buch sollte deshalb aufmerksam studiert und analysiert werden.


Sandro Magister über den neuesten Mitarbeiter von Avvenire, den altkommunistischen Karikaturisten Staino

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die neue Zusammenarbeit von Avvenire mit dem erklärten kommunistischen Karikaturisten Staino.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE KOMMUNISTEN, DIE DER PAPST LIEBT UND UMGEKEHRT"

In den vergangenen Tagen sind in Rom einige überraschende Dinge geschehen. Und sie sind auf ihre Weise lehrreich.
Das erste, ist der Beginn der Zusammenarbeit von "Avvenire", der Zeitung der Italienischen Bischofskonferenz, mit dem Satireautor Sergio Staino bei einer Sonntags-Karikatur mit dem Titel : "Hallo Jesus"

Hier liegt die Überraschung in der Tatsache, daß Staino ein unerschütterlicher Kommunist ist, ein "Blumenkind" und ein Meister der freien Liebe war, bis vor einigen Monaten Direktor der "L´Unità", der inzwischen eingestellten Zeitung der Italienischen Kommunistischen Partei- und dann der ihr nachfolgenden Parteien und ist jetzt Ehrenpräsident der UAAR, (Union der Atheisten, Agnostiker, Rationalisten)

Der zerstreute Jesus dieser Zeichnung lebt noch in Nazareth bei seinen Eltern mit Joseph und Maria  und hilft seinem Vater in der Holzwerkstatt, aber sein Kopf ist schon woanders und schaut auf die Zeit voraus, wo er aufbricht, um am Ende -mit Stainos Worten- der erste Sozialist zu werden, der Erste, der für die Armen kämpft."

Am Tag seines Debuts von Avvenire interviewt, erzählte Staino, daß vor einiger Zeit, als Papst Franziskus in einem "langen Telephonat" mit dem Slow-Food-Erfinder Carlo Petrini sprach und dieser ihm berichtete, daß Stainos Mutter 1948 die sakramentale Absolution verweigert wurde, weil sie für die Kommunistische Partei gestimmt hatte, der Papst in lautes Gelächter ausbrach "Sagen Sie diesem Freund, daß ich ihr diese Absolution erteilen werde."

Das ändert nichts an der Tatsache, daß sein Kommen eine Flut von Protesten provoziert hat, einschließlich der des Herausgebers der Zeitung, in Person der Generalsekretärs der Italienischen Bischofskonferenz, Bischofs Nunzio Galantino, dessen Worte für die Leser von Avvenire vom Direktor der Zeitung, Marco Tarquinio, wiedergegeben wurde:
"Ich stimme nicht zu, weil ich einfach nicht verstehe, welchen zusätzlichen Wert Stainos Zeichnungen für unsere Zeitung bringen sollen."

Und es ist genau hier, wo der lehrreiche Teil der Affäre liegt. Weil es jetzt einen Beweis dafür gibt, daß Galantinos Macht über die Bischofskonferenz  und ihre Zeitung nicht mehr so viel zählt, wie zu der Zeit, als Papst Franziskus ihn zum Generalsekretär und de-facto zu seinem einzigen Leutnant  ernannte, mit dem Effekt, daß jedes Wort und jede Entscheidung von ihm betrachtet wurde, als käme sie vom Papsr selbst.

Heute hat die Bischofskonferenz einen neuen Vorsitzenden in der Person von Kardinal Gualtiero Bassetti, der seinerseits Franziskus wirklich sehr nahe steht und sehr viel geschickter beim Verstehen und Befolgen seiner Wünsche agiert.

Während Galantinos Sturz aus der Päpstlichen Gnade noch offensichtlicher und Stainos Fall der klare Beweis dafür ist.

Nicht nur hat der Direktor von Avvenire das allein entschieden, "ohne zuvor die Zustimmung des Herausgebers eingeholt zu haben" , sondern er verteidigte die Richtigkeit seiner Entscheidung auch auf den Seiten von Avvenire, und machte außerdem die einflusslose gegenteilige Meinung Bischof Galatinos offenkundig.

Dem sagte er in dem Augenbick Auf-Wiedersehen, in dem er Staino begrüßte, seinerseits absolviert von Papst Franziskus.

Die zweite Episode betrifft eine andere Zeitung in führender Rolle "Il Manifesto", die einzige in Italien, die in ihrem Impressum verkündet, eine "Kommunistische Tageszeitung" zu sein.

Donnerstag, am 5. Oktober, -so ein Zufall- genau am 100. Jahrestag der "Oktober-Revolution" kam Il Manifesto mit einem Buchan die Zeitungsstände, mit drei Reden von Papst Franziskus an die "Volksbewegungen", die er erstmals 2014 in Rom zusammenrief, dann 2015 in Bolivien und dann 2016 wieder in Rom.

In einem Interview von Avvenire erklärte die Direktorin von "Il Manofesto" Norma Rangeri, diese Entscheidung:
"Wir fühlen, daß diese Botschaften des Papstes unsere eigenen sind und wir wollen unseren Lesern die Radikatlität und Einfachheit dieser seiner Worte bringen. [...] Sie enthalten eine neue  Idee von Politik, der Papst zitiert auch Esther Ballestrino de Careaga mit ihrem Politikkonzept. Sie ist eine Kommunistin aus Paraguay."
(Und sie war eine Chemie-Lehrerin  des jungen Jorge Mario Bergoglio, der während seines Besuches in Praguay im Juli 2015 ihre beiden Töchter traf.)


Die Leser von Settimo Cielo  sind über Franziskus´ Reden an die Volksbewegungen und seine politischen Visionen bereits ausführlich informiert.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

M. Tosatti kündigt eine Diskussion mit Don N.Bux und Gotti Tedeschi über die derzeitige Kirchenkrise an


Das tut er bei Stilum Curiae und fügt seiner Ankündigung noch einmal seine Rezension des Buches "Gott ist meritokratisch" hinzu, das seiner nachvollziehbaren Ansicht nach, die gegenwärtige Lage des Katholizismus und der Kirche in der Welt sehr gut erklärt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DAS SCHIFF (DER KIRCHE) IM STURM. FREITAG DISKUTIEREN IN PIACENZA DON BUX, GOTTI TEDESCHI UND TOSATTI DARÜBER"

"Am kommenden Freitag wird in Piacenza im Auditorium der Stiftung Piacenza-Vigevano über die Gegenwart und die Zukunft der Kirche gesprochen, beginnend mit dem vor kurzem erschienenen Buch Ettore Gotti Tedeschis "Gott ist meritokratisch".
Wie man auf der Abbildung sieht und wie man heute erleben kann, sind die Aussichten und Neuigkeiten alles andere als beruhigend.
An der Diskussion werden Don Nicola Bux, erstklassiger Theologe und Gelehrter der Italienischen Kirche; der Autor des Buches (Ettore Tedeschi), das sicher keine Werbung braucht teilnehmen und der, der diese Zeilen schreibt, den Sie von seinen täglichen Bemühungen auf dem blog kennen.
Ich stelle mir vor, daß es dabei nicht an interessanten Ideen mangeln wird und andererseits liefert uns die Chronik der kirchlichen Welt immer wieder mit neuen, in der Regel wenig tröstlichen Ideen.

Im Folgenden stelle ich Ihnen noch einmal die Rezension des Buches vor, die ich vor einiger Zeit bei Stilum Curiae gepostet habe. Dessen Lektüre ich heute wie damals empfehle.

 "Das neue Buch von Ettore Gotti Tedeschi, Wirtschaftsfachmann, Finanzexperte, Bänker und Ex-     Präsident des IOR trägt den Titel: "Gott ist meritokratisch"; aber in Wirklichkeit hätte man es auch   mit den Worten betiteln können, mit denen der erste Teil endet: "Tatsächlich ist es Zeit,   aufzuwachen!" natürlich an die Katholiken gerichtet, die dazu neigen, zu leiden und ein ganze   Menge Lügen, falsche Ideen, verzerrte Meinungen über sich selbst, ihren Glauben und ihre eigene   Kirche zu metabolisieren. Alle, und wenn wir alle sagen, meinen wir wirklich alle, beginnend mit   dem "Maggior Piero" ("der große Petrus") wie Dante ihn nennen würde.

 Die große Verantwortliche für eine Menge Beschwerden in der Kirche und der Welt ist-dem Autor   zufolge- die Gnosis; eine alte Häresie, die aber im Gegensatz zu anderen nicht im Laufe der Zeit   nicht geschluckt wurde, sondern sich modifizieren, anpassen, überleben konnte und jetzt ihr   triumphierendes Gesicht zeigt.
 "Wenn wir überzeugt sind, daß nichts Wichtiges zufällig passiert, können wir nicht glauben, daß   dieser Prozess des Vorrückens der Gnosis natürlich sein soll, der mit einem tödlichen Schlag im   Verlauf der letzten 500 Jahre eine 2000-jährige christliche Zivilisation zunicht machen konnte.
 Die Erklärungen, die den Zusammenbruch des Glaubens mit  Fortschritt, Wissenschaft, Technik,   Globalisierung etc. begründen, halten nicht stand, weil sie zum dem gleichen Glauben zugehören,   der diese Voraussetzungen erst geschaffen hat."


Bologna: nach dem Mittagessen mit dem Papst.....

sind zwei der teilnehmenden Häftlinge geflohen und werden jetzt von den Ordnungskräften gejagt.....
Das berichten die Italienischen Medien- wie hier  klicken  Il Messagero.


"BOLOGNA, GEFLOHEN NACH DEM MITTAGESSEN MIT DEM PAPST: JAGD AUF ZWEI HÄFTLINGE"

Der Messagero berichtet und fragt, ob diese Flucht spontan - emotional durch die Begegnung mit Papst Franziskus ausgelöst wurde oder eine geplante war, sicher sei nur, daß die beiden Häftlinge am vergangenen 1. Oktober nach dem Mittagessen mit dem Pontifex flohen.
Die beiden, Italiener, die schon vorher in ähnliche Vorkommnisse verwickelt waren, gehörten - wie der Messagero schreibt - einer Gruppe von 20 Personen an, die aus einer Haftanstalt in Castelfranco Emilia zur Begegnung mit dem Papst aufgebrochen waren.
Es sei nicht klar, bei welcher der Begegnungen sie tatsächlich teilgenommen hätten, dafür aber sei es ihnen gelungen, ihre Spuren zu verwischen. Bisher seien sie nicht ins Gefängnis zurückgekommen.

Die beiden Entflohenen waren in der Abteilung für "soziale Gefährder" untergebracht, derzeit sind
Untersuchungen zur Organisation dieses eh schon umstrittenen Mittagessens angelaufen, u.a. sei auch die Kurie der Diözese Bologna angehört worden.
Sollten sie wieder eingefangen werden, müssen die beiden Geflohenen mit einer weiteren Strafe rechnen und mit ihrer Rehabilitation von vorn beginnen, wie der Messagero berichtet.
Man übertreibt sicher nicht, wenn man diesem  "Dinner for many"  insgesamt kein allzu glückliches "outcome" bescheinigt.

Quelle: IlMessagero

Fundstück

gefunden bei David Berger auf "philosophia perennis"  zum Thema Genderideologie,
Professor Kutschera titelt: "Ich bin weder homophob noch ein Flache-Erde-Kreationist"
Hier geht´s zum Fundstück:   klicken 

Dienstag, 10. Oktober 2017

An den kulturellen Grenzen Europas....

Wenn die polnischen Katholiken den Rosenkranz auch an den kulturellen Grenzen beteten, können wir zumindest zeigen, wie diese Grenzen aussehen und unser kulturelles Erbe pflegen.
Giueseppe Torelli hat in der Zeit der Belagerung Wiens 1683 gelebt und komponiert.

      

Marco Tosatti kommentiert das neue (papst-gestützte) "Scalfari-Evangelium" mit der Abschaffung von Paradies, Fegefeuer und Hölle.

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae von einem Brief, den "Pezzo Grosso" ihm(verständlicherweise) entsetzt nach Lektüre des neuesten  Scalfari-"Interviews" geschrieben hat.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PEZZO GROSSO KOMMENTIERT DAS NEUE EVANGELIUM VON SCALFARI (UND DER PAPSTES?). UND FORDERT EIN STARKES VATICANISCHES DEMENTI"

Dieses mal spüre ich im Brief, den Pezzo Groso mir gestern geschrieben hat, nachdem er gelesen hat, wie Eugenio Scalfari den neuen Humanismus der Kirche illustriert, der seiner Meinung nach auf den Pfeilern Martini, Paglia und Bergoglio ruht, einen wirklichen Verlust.
Lesen Sie und sagen Sie mir, ob Sie dieses Gefühl teilen.

Noch einmal- in dieser Zeit, in der jemand, der ein Wort sprechen müßte, sich nur um Einwanderung kümmert und man beweint, daß Informatoren nur gelegentlich einen Lichtstrahl auf das "tiefe Denken" der Nr. 1 wirft. Lesen wir den Brief, dem ich eine kleine Postille hinzugefügt habe.

Caro Tosatti,, 
in seinen nach dem Gedächtnis aufgezeichneten Gesprächen mit Papst Bergoglio schreibt Scalfari, der erste Bekehrte des Pontifex heute in der Repubblicca auf Seite 26, 3 über drei Behauptungen, die unbedingt für Stilum Curiae kommentieren muß. 

Die erste ist, daß der Papst- mit dem Ziel der "Moderne"  zu begegnen, am Ende ein "erklärter Relativist" ist. 
In Anführungszeichen gibt Scalfari einen Satz des Papstes wieder: "Wir Gläubigen, und offensichtlich auch wir Priester und wir Bischöfe glauben ans Absolute, aber jeder auf seine Weise, weil jeder von uns einen eigenen Kopf und sein Denken hat. Deshalb ist unsere absolute, von allen geteilte Wahrheit, von Mensch zu Mensch verschieden. ..Eine Art Relativismus, den es also auch unter uns gibt."
Nun das haben wir bemerkt. Nichts Neues.

Gehen wir zur Zweiten.
In  seiner Suche nach dem Ursprung des Guten und Schlechten fragt sich Scalfari: "Wem verdanken wir die Existenz des Dämons?"
Der Leser  hat richtig gelesen: Scalfari schreibt respektvoll Dämon mit großem "D". Dann fährt er fort, daß "Die Katholisch-Christliche Religion offensichtlich zwischen Gut und Böse unterscheidet aber den Ursprung des Bösen nicht behandelt.: ist es Gott selber, der es in dem Augenblick geschaffen hat, als er seinen menschlichen Geschöpfen das Recht zum freien Urteilen zuerkannte?
Menschenskind! Aber wem dienen die Doktrinlehren, die Papst Bergolgio Scalfari erteilt?


Pater Spadaro hat eine Rede zu Fragen um Amoris Laetitia, die Morallehre und die Behauptung, daß 2+2=5 sein kann, gehalten. Maike Hickson kommentiert das.

Maike Hickson fragt sich bei OnePeterFive, ob Papst Bergoglio direkt oder indirekt auf eines der dubia und eine der Fragen Professor Seiferts geantwortet hat.
Hier geht´s zum Original :  klicken

"HAT DER PAPST GERADE SOWOHL PROF. SEIFERT ALS AUCH AUF EINES DER DUBIA GEANTWORTET?"

"Wie wir jetzt wohl alle wissen, ist Papst Franziskus ein wenig schüchtern, wenn es darum geht, ehrliche Fragen, die ihm über seine Morallehre gestellt werden, direkt zu beantworten.
Bisher hat er auf keine der "filialen" und gelehrten Appelle geantwortet, nicht einmal auf einige höflich vorgeschlagenen Korrekturen. Aber man weiß auch, daß er es liebt, durch drei seiner engsten Ratgeber zu sprechen: Erzbischof Manuel Fernández, den Journalisten Andrea Tornielli, und Pater Antonio Spadaro S.J. (Herausgeber der vom Vatican approbierten Zeitung Civiltá Cattolica)

So hat letzterer Jesuit jetzt noch einmal gesprochen und er hat auf solch eine Weise und mit solchen Worten gesprochen, daß man den Eindruck bekommen kann, daß er-indem er teilweise den Papst zitiert- gerade der drängenden und akuten Frage, die Professor Seifert gestellt hat, die zufällig  mit einem der fünf dubia der vier Kardinäle übereinstimmt.

Am 6. Oktober hat Pater Spadaro in den USA bei einer vom Boston College der Jesuiten mit der unterstützenden Mitwirkung der Kardinäle Blase Cupich und Kevin Farrel veranstalteten Konferenz eine Rede gehalten. Thema der Konferenz war das päpstliche Dokument "Amoris Laetitia" und das zielte anscheinend darauf ab, einige der widerständigeren US-Prälaten bzgl, dieses Dokumentes zu instruieren und zu korrigieren. Wie Joshua McElwee vom National Catholic Reporter an diesem Tag
schrieb:

"Ein italienischer Jesuiten-Priester, der als Vertrauter von Papst Franziskus bekannt ist, sagt, daß der Pontifex denkt, daß die Katholische Kirche nicht länger allgemeine Regeln aufstellen kann, die auf alle Arten von Menschen zutreffen."

Diese Äußerung ist in sich selbst ziemlich beunruhigend, um das mindeste zu sagen, weil sie eine direkte Antwort - im Namen des Papstes- zu sein scheint,  auf Professor Josef Seiferts dringende Forderung an den Papst, zu beantworten, ob er - nach dem was er in Amoris Laetitia geschrieben hat- noch glaubt, daß es absolute moralische Normen gibt, oder Standards, die immer und auf jeden Fall zutreffen, oder ob es keine in sich böse Handlung als solche mehr gibt.
(Die selbe Frage war im Wesentlichen eines der fünf dubia, die von den vier Kardinälen geäußert wurden)
Wenn nicht, so argumentierte der österreichische Philosoph, wird sich die Katholische Kirche der Zerstörung ihres gesamten Moralgebäudes gegenüber sehen und schwer daran leiden und so dem moralischen Relativismus die Tür öffnen. Er benutzte in diesem Kontext sogar, das Bild von einer "moralischen Atombombe" und zeigten, daß folglich sogar so schlechte Taten wie eine Abtreibung  oder Vergewaltigung leichter Ausnahmen und Abweichungen davon finden können, um verbal verdammt und wirklich bestraft zu werden.

Außerdem bezog sich Professor Seifert auf diese laxe Argumentationslinie, als er den § 303 aus "Amoris Laetitia" zitierte, nach dem es Gelegenheiten geben kann, in denen irreguläre Paare in einer sexuellen Beziehung feststellen, daß Gott an diesem Punkt möchte, daß sie diese sündhafte Beziehung weiterführen.
Und so- hat Seifert den Finger auf einen speziellen Aspekt gelegt- und nur eine spezifische Frage gestellt.

Pater Spadaro scheint ihm zu antworten. Nach dem Bericht von McElwee sagte Spadaro auch, daß das Dokument anerkennt, daßman sogar in "irregulären" Familien-Situationen- wie Scheidung und Wiederverheiratung-"in Gottes Gnade leben können und lieben und auch in einem Leben in Gnade wachsen kann."
Immer noch den Papst zitierend, sagte Spadaro auch:

"Wir müssen schließen, daß der Papst realisiert, daß man nicht länger über eine abstrakte Kategorie von Mensch sprechen kann...eine Praxis der Integration in eine Regel, die absolut in jeder Lage zu  befolgen ist" sagte Spadaro, der einer der Ersten war, die Franziskus 2013 als Papst interviewten.
"Weil der Grad von Verantwortung nicht in allen Fällen gleich ist, müssen die Konsequenzen und Wirkungen einer Regel nicht notwendigerweise immer gleich sein" sagte er.


Montag, 9. Oktober 2017

A. Socci zum polnischen Rosenkranzgebet

und zum Schweigen der italienischen Presse Presse.
Hier geht´s zum Original auf LoStraniero: klicken

"IN POLEN HABEN GOTT, VATERLAND UND FAMILIE (ZUSAMMEN MIT DER MONETÄREN SOUVERÄNITÄT) ZU EINEM WIRTSCHAFTSWUNDER GEFÜHRT.
UND ISRAEL IST EIN ANDERES WUNDER. BEISPIEL FÜR EIN VOLK, DAS DIE EIGENE IDENTITÄT LIEBT, DIE FREIHEIT LIEBT UND KÄMPFT, UM SIE ZU VERTEIDIGEN (AUCH MIT MAUERN)."

Die New York Times hat sofort darüber geschrieben, weil es ein außerordentliches Ereignis war. Aber es ist mir nicht gelungen, heute in einer italienischen Zeitung auch nur eine einzige Zeile über das gestrige Ereignis in Polen zu finden (mit einer Ausnahme, im "Libero", in dem mein Artikel veröffentlicht wurde). Ein kollektives Schweigen, das de facto Zensur ist.
Aber am skandalösesten ist die totale Zensur, die die Zeitung der Bischöfe "Avvenire" und alle vaticanischen und paravaticanischen Medien über das Ereignis verhängt haben.
Ein Zeichen, daß Bergoglio über dieses Polen wütend ist, das mehr als eine Million seiner Kinder an die Grenzen schickt, um in Erinnerung an den christlichen Sieg bei Lepanto gegen eine islamische Invasion und in Erinnerung an den 100. Jahrestag der Botschaft der Madonna von Fatima den Rosenkranz zu beten. Es bleibt nichts als über das Evangelium von heute nachzudenken, in dem Jesus die untreuen Winzer hart tadelt, die sich des Weinbergs des Herrn bemächtigt haben.
Ein sehr harter Tadel für die Kleriker,

Gestern haben in Polen mehr als eine Million Menschen entlang der Grenze aufgereiht und gemeinsam einen immensen, öffentlichen Rosenkranz gebetet.

Die vom Vatican ignorierte Inititative trug den Namen: Rosenkranz an den Grenzen.

Im Land Karol Wojtylas werden die Grenzen, bei deren Verteidigung so viele Polen gestorben sind, noch als wichtig betrachtet. Dort werden die Worte "Vaterland", "nationale Identität" (und deshlab auch "nationale Interessen") keine Gotteslästerung, wie es bei uns ist. Daran orientiert sich die Wahl der Regierungen.

LEPANTO UND FATIMA 

Es war ein großes öffentliches Gebet an den spirituellen, kulturellen und materiellen Grenzen der Nation. Die spirituelle Grenze ist die des Kampfes gegen das Böse - um die Einladung der Madonna von Fatima zur Umkehr anzunehmen - 100 Jahre nach diesen Erscheinungen.

Die Initiative hat an den 100. Jahrestag von Fatima erinnert, in ihr klingt die Prophezeiung des Einbrechens des Kommunismus in Rußland und des Zweiten Weltkrieges wieder, wobei Polen zwischen den beiden Totalitarismen zerquetscht wurde.

EIN GROSSES CHRISTLICHES VOLK
Deshalb definieren sich die Grenzen, an denen das polnische Volk gestern betete, die kulturelle  und christliche Identität der Nationen. Es sind auch materielle Grenzen, die die nationale Integrität und Souveränität des polnischen Staates schützen.
Es ist der Mühe wert, daran zu erinnern, daß Polen in der EU eines der Länder ist, die am meisten der De-Souveränisierung durch die Brüsseler Technokratie widerstanden haben. Wie es auch der Migrations-Ideologie widersteht, die Europa mit muslimischer Bevölkerung anfüllen will.
Besonders die Tatsache, daß Polen seine Priorität bei der nationalen Identität und den nationalen Interessen sieht, bringt positive Resultate, so daß im Augenblick Polen - im Gegensatz zu Italien - ein ausgezeichnetes Wirtschaftswachstum, von 3,9% des BSP (davon träumen wir) und ein phantastisches Verhältnis von öffentlicher Verschuldung zum BSP von 54,4% (wir sind bei 132%) , und eine Arbeitslosigkeit, die auf ein Minimum seit dem Zusammenbruch des Kommunismus gesunken ist.
Es ist kein Zufall, daß Polen nicht den Euro hat sondern seine eigene nationale Währung, den Zloty, und diese Prosperität steht in engem Zusmmenhang mit seiner monetären Souveränität.
Polen kann sich so erlauben, eine sehr aktive demographische Politik zu betreiben (um die Geburtenrate ansteigen zu lassen) und in diesen Tagen das Pensionsalter herabzusetzen (60 Jahre für Frauen und 65 Jahre für Männer)
Sie  zeigen so, daß es eine Alternative zur törichten Politik der EU, die auf die Demolierung der Nationalstaaten und des Sozialstaates hinzielen, gibt. Polen steht nicht unter dem Diktat Brüssels.
(.....)

A.Socci fährt dann mit weiteren politischen Themen fort. Wer das lesen will, schaue ins Original.

Quelle: LoStraniero, A. Socci