Mittwoch, 30. November 2016

Parallelen zwischen der aktuellen Lage nach Amoris Laetitia und der Arianischen Krise. Fortsetzung.

Fortsetzung  der Überlegungen von Claudio Pierantoni zur Parallele zwischen der Arianischen und der Kasperianischen (wie er sie zu Recht nennt) Krise.
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".....Es ist klar, daß die Reue, um die sich hier gesorgt wird, auf keine Weise mit der neuen in Gegenwart einer zuvor gesetzlichen Verbindung verbunden ist, sondern statt dessen: a) mit dem Verhalten in der vorigen Krise b) den Konsequenzen (nicht weiter klar definiert) für die neue Verbindung, die Familie und für die Gemeinde.

Es ist daher klar, daß das Dokument über diese Fälle hinaus Druck aufbauen will, in denen es eine subjektive Sicherheit der Ungültigkeit des vorigen Bundes, Fälle von Unwissenheit, Schwierigkeiten beim Verstehen, höherer Gewalt oder einer angenommenen Unfähigkeit gibt, das Gesetz zu befolgen.

Jetzt ist auch ausreichend klar gemacht worden, daß das geltende Maß für ein Urteil über die Rechtmäßigkeit einer neuen Verbindung letztendlich ihr praktischer Erfolg ist, das sichtbare Glück- wie das Fehlen davon und das Nichtglücklichsein gegen die vorgehende Ehe spricht, diese vorausgesetzte "Rechtmäßigkeit" ist offensichtlich eine Grundvoraussetzung für das Empfangen der sakramentalen Absolution und der Eucharistie.

Die unausweichliche Konsequenz daraus ist, daß die vorhergehende Ehe  jetzt ausdrücklich -aber auch öffentlich- als folgenlos angesehen und deshalb aufgelöst betrachtet wird; deshalb stellen wir fest, daß die Ehe durch diese Art der "pastoralen Sorge" de facto für auflösbar erklärt wird. Deshalb ist de facto- obwohl die Kirche fortfährt in Worten die Unauflöslichkeit der Ehe zu beteuern- die Scheidung eingeführt worden.

Es ist ebenso klar. daß das, wenn das Erfolgreichsein der neuen Ehe ausreicht, um ihre Rechtmäßigkeit zu etablieren, praktisch alle Fälle einer zweiten Ehe rechtfertigt.
Sollte auch die neue Ehe als erfolglos betrachtet werden, gäbe es de facto also keinen Grund,sie zu rechtfertigen und man wäre- in der Hoffnung auf einen größeren Erfolg-für eine weitere Ehe offen.
Das und sonst nichts ist genau die Logik der Scheidung.

Daraus kann man weiter ableiten, daß die Diskussionen von Fällen, die wir als "die mittlere" bezeichnen, besonders die, die zwischen der traditionellen Position und der breitesten Interpretation, wie wir schon sagten-auf alle Fälle anwendbar ist, während sie auf  der einen Seite vielen Gemäßigten erlaubt, sich in der einen oder anderen Gradualität wieder zu erkennen und deshalb einen bestätigende Wirkung hat, sie auf der anderen Seite- in praktischen Worten- letztlich ohne größere Bedeutung ist.
Im Kern -liefert das Dokument in seiner allgemein gehaltenen Formulierung Carte blanche, um die große Mehrheit realer Situationen auf der Basis ziemlich einfacher Kriterien und in Übereinstimmung mit der vorherrschenden Mentalität unserer Zivilisation zu entscheiden: mit anderen Worten- um das noch einmal zu wiederholen- in perfekter Übereinstimmung mit der Scheidungsideologie.

Wenn wir zu unserer Parallele zurück kehren, kommt einem lebhaft die Politik von Kaiser Konstantin in den Sinn, ausreichend allgemein gehaltene Worte zu finden, mit dem Ziel möglichst vielen zu gefallen. Die allgemeine Natur der Formulierung "wie der Vater- nach der Schrift" stimmt perfekt mit dem allgemeinen Charakter von "in gewissen Fällen können die Sakramente gespendet werden" überein [....], die wir im aktuellen Dokument finden. Theoretisch kann man darin jeden Standpunkt wiederfinden.

Als Konsequenz sind die Situationen auch angesichts ihrer praktischen Folgen analog, Ebenso hatte fast der gesamte Episkopat des Reiches die Formulierung von Rimini-Konstantinopel der Jahre 359-60 unterschrieben und wie heute, wo auch die große Mehrheit des Episkopates das neue Dokument kommentarlos akzeptiert hat -obwohl sie sich dessen bewußt waren, daß es de facto eine Reihe von Standpunkten legitimiert, die untereinander inkompatibel sind und einige offen häretisch.

Heute beruhigen viele Bischöfe und Theologen ihre Gewissen, indem sie sowohl öffentlich als auch vor sich selbst versichern, zu sagen, "in gewissen Fällen können wiederverheiratete Geschiedene die Sakramente empfangen" in sich selbst nicht  falsch und in der Hermeneutik der Kontinuität und Übereinstimmung mit dem vorhergehenden Lehramt ist. Auf die gleiche Weise glaubten die Bischöfe in der Antike, daß es in sich nicht falsch sei, zu sagen "der Sohn ist dem Vater gleich-nach der Schrift."

Sicher kann man in beiden Fällen -trotz des breiten Spektrums an Positionen, die Formulierungen erkennen kann- ob sie nun isoliert betrachtet wird und zur selben Zeit im Kontext der entsprechenden Dokumente, daß die Orthodoxe Position-die wirkliche, die mit dem vorhergehenden Lehramt übereinstimmt- genau die Position ist, die ausdrücklich ausgeschlossen wurde.[....]

Im Fall von Amoris Laetitia:
"-durch das Dementieren der Forderung von "Familiaris Consortio"  nach Abstinenz von der Kohabitation "more uxorio"  als Voraussetzung für die Zulassung zu den Sakramenten.
- durch die Eliminierung der klaren Grenzen zwischen Sicherheit des Gewissens und den sakramentalen kirchlichen Regeln.
-durch einen abwegigen Gebrauch des Gebotes Evangeliums zur Barmherzigkeit und dem Nicht-verurteilen-die sie zur Unterstützung ihrer Behauptung aufrufen, daß es nicht möglich ist, in der Kirche eine allgemeine Tadelstrafe über spezifisch, objektiv rechtswidrige Verhaltensweisen zu verhängen.
-und last but not least durch harsche Kritik an den angeblich "Engstirnigen" und "Heuchlern" die darauf abzielen, präzise juristische Regeln zur Beurteilung individueller Fälle zu beschwören, die statt dessen -nach dem Dokument- der strikten persönlichen Differenzierung und Führung überlassen werden sollten.


Eine Träne vom Papst, Elogen vom Moskauer Patriarchen und trockene Augen bei den kubanischen Bischöfen anläßlich des Todes von Fidel Castro

Sandro Magister vergleicht bei Settimo Cielo die Reaktionen verschiedener Kirchenoberhäupter auf den Tod des ehemaligen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro.
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"UND SO WAR ES. DIE TRÄNE DES PAPSTES, DAS "GRIECHISCHE WEINEN" VON PATRIARCH KYRILL & DIE TROCKENEN AUGEN DER KUBANISCHEN BISCHÖFE"

"Beim Tod von Fidel Castro gab es von Seiten der Oberhäupter der Kirche unterschiedliche Reaktionen, wie ein Vergleich zwischen der des Papstes, des Moskauer Patriarchen und der kubanischen Bischöfe zeigt.

Papst Franziskus hat seine Trauer in einem nüchternen Telegramm an den Bruder und Nachfolger des Verstorbenen ausgedrückt.

Ausgreifender jedoch war die Botschaft des Patriarchen von Moskau, Kyrill, in dem er seine "tiefe Trauer" in einem Lobgesang auf das Andenken des Verstorbenen ausdrückte.

"Commandante Fidel" war eines der bekanntesten Staatsoberhäupter unserer Zeit. Er hat internationale Autorität erlangt und wurde schon zu Lebzeiten zur Legende. Weil der Fleisch von Fleisch des kubanischen  Volkes war, hat er alle seine Kräfte darauf verwendet, sein Vaterland wirklich unabhängig zu machen und fähig, in der Völkerfamilie der ganzen Welt eine wichtige Stellung einzunehmen.

"In der Russischen orthodoxen Kirche ist der Name von Fidel Castro immer mit Respekt und Dankbarkeit ausgesprochen worden. Unter persönlicher Mitwirkung des Commandante ist in Havanna eine der Ikone der Gottesmutter von Kazan geweihte Kirche errichtet worden, deren oberster Bauherr-wie er sagte- er selbst war."

"Ich bewahre meine Begegnungen mit Commandante Fidel warm in Erinnerung. Ich war immer berührt von seiner großen und scharfen Intelligenz, seiner Fähigkeit kompetent über die verschiedensten Themen zu sprechen. Unser letztes Gespräch fand am 13. Februar 2016 in seiner Wohnung statt, einen Tag nach meiner Begegnung mit dem Römischen Papst Franziskus."

"Ich werden in meinem Herzen immer eine gute Erinnerungen an diesen mutigen und charismatischen Mann bewahren, einen ernsthaften Freund der russisch-orthodoxen Kirche."

Wechselt man dann zu den kubanischen Bischöfen, die Castro den Castrismus aus sehr viel größerer Nähe kennen, ändert sich die Musik. Und das gründlich.

In ihrem knappen Comuniqué wird die Todesnachricht ohne Adjektive formuliert. Die Bischöfe drücken den Familienangehörigen und den staatlichen Autoritäten ihr Beileid aus, empfehlen die Seele des Dr. Fidel Castro Ruz Gott an und schließen mit diesem Wunsch-ohne den Toten noch einmal zu nennen:
"Wir legen die Zukunft des Vaterlandes unter den Mantel der Jungfrau der Caritá del Cobre, unserer Mutter und Schutzpatronin, damit sie uns schütze und inspiriere, zusammen zu arbeiten, um den Traum, für den José Marti sein Leben gegeben hat, zu verwirklichen: ein Vaterland für alle und für das Wohl aller."

Quelle: Sandro Magister, Settimo Cielo 



    aus der Lesung von heute, das Dilemma

    Als ich jung, war, was eine Weile her ist, diskutierten wir heiß solche rein abstrakten Fragen, wo ein guter Mensch lande, der noch nie was von Jesus Christus und seiner Botschaft gehört habe.
    Die Antwort ist eigentlich klar und eindeutig und findet sich bei Lukas im 12, Kapitel:
    Wer den Willen des Herrn nicht kennt, der wird nicht so arg gestraft, wie der, der den gleichen Mist baut, aber den Willen Gottes kennt.
    Im Grunde diskutierten wir billig, weil der Glaube nämlich nicht dazu da ist, sich über andere Leute den Kopf zu zerbrechen, sondern mir erzählt was ich tun oder nicht tun soll.
    Also anstatt sich um den eigenen Glauben zu bemühen, gingen wir automatisch davon aus, dass wir selber ja die Guten, die Geretteten sind und von der Höhe der eigenen, eingebildeten Gutheit, fanden wir es dann sehr ungerecht, dass andere Leute, die besser sind als wir, dann verloren gehen sollten.
    Also das Problem war, dass wir uns um das eigene Seelenheil keine Gedanken machten. Nun gut wir waren pubertierende Teenager, da ist das wohl normal, aber wenn ich mir vieles, was in der Kirche so verbraten wird, anhöre, so muss ich sagen, ja, es stimmt die Pubertät dauert bei vielen sehr, sehr lange, viel zu lange, um es genau zu sagen.
    Eigentlich geht die ganze Verkündigung davon aus, dass die Botschaft Christi genau die frohe Botschaft ist, auf die die Leute nur gewartet haben.
     Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!   heißt es in der Lesung von heute.

    Dienstag, 29. November 2016

    Kontroverse um Amoris Laetitia. Würde ein neues Konzil helfen?

    Sandro Magister befaßt sich bei www.chiesa ein weiteres mal mit der von "Amoris Laetitia" ausgelösten Verwirrungen und Kontroversen. Dabei greift er auf einen Vorschlag von Claudio 
    Pierantoni,ein neues Konzil einzuberufen zurück.
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             "EIN NEUES KONZIL WIE VOR 1600 JAHREN"
    "Die von Amoris Laetitia hervorgerufenen Konflikte haben einen Präzedenzfall in der Christologischen Kontroverse in der Spätzeit des Römischen Imperiums. Die wurde vom ökumenischen Konzil von Chalzedon gelöst. Heute schlägt ein Gelehrter aus Chile vor, diese Reise noch einmal anzutreten.

    Durch den bloßen Akt, den Appell der vier Kardinäle, Klarheit über die kontroversesten Punkte von Amoris Laetitia zu schaffen, nicht zu beantworten, hat Papst Franziskus zumindest eine Sache klar gemacht. Und das ist seine unerschütterliche Gewißheit, daß der von ihm durch die postsynodale Exhortation in Gang gesetzte Prozess gut ist, gerade Dank der kalkulierten Zweideutigkeit des Textes, die den Weg für eine Vielzahl von Interpretationen und Anwendungen geöffnet hat, von denen einige angesichts der jahrhundertelangen Lehre der Kirche, entschieden neu sind.

    Es ist nicht das erste mal in der Kirchengeschichte, daß eine solche Situation entstanden ist. Soll heißen, daß ein absichtlich unklares Statement des Lehramtes vielfältige, sich widersprechende Interpretationen neben einander bestehen läßt, sogar bezüglich der zentralen Punkte des Dogmas.

    Das passierte auch während der ersten Phase der Trinitarischen und Christologischen Kontroverse des 4. Jahrhunderts.

    Im folgenden Essay zeigt ein Experte für diese antiken Kontroversen wie sehr ihre Dynamik dem derzeit stattfindenden Konflikt in der Katholischen Kirche über das Ehesakrament und der Eucharistie ähnelt.

    Damals lief die Arianische Häresie, die die Göttlichkeit Jesu unterminierte, auf Hochtouren. Heute dagegen ist die Unauflöslichkeit der Ehe der Christlichen Ehe in Gefahr.

    Der Autor des Essays, Claudio Pierantoni. hat klassische  Philologie und Kirchengeschichte an der Römischen Sapienza-Universität und am Augustinum studiert, wo der berühmte Patrologe Manilio Simonelli sein Lehrer war-als er sich auf die Christologischen Kontroversen des 4.Jahrhunderts und beim Hl. Augustinus spezialisierte.

    Verheiratet und Vater zweier Töchter lebt Pierantoni seit 1999 in Santiago, Chile. Er hat Kirchengeschichte und Patristik an der Päpstlichen Katholischen Universität unterrichtet und lehrt zur Zeit Mittelalterliche Philosophie an der Universität Chile. 

    In Chile hat er Freundschaft mit anderen Katholischen Gelehrten, die nach Chile emigrierten, geschlossen, wie mit Joseph Seibert aus Österreich und Carlos Casanova aus Venezuela, die beide in der laufenden Kontroverse um "Amoris Laetitia" engagiert sind.
    Er gehört zu den Unterzeichnern des sogenannten "Dokumentes der 45", der Petition, die im vergangenen Sommer an die Kardinäle und Patriarchen geschickt wurde und forderte, sie mögen sich an den Papst wenden und ihn darum zu bitten, die kontroversesten Punkte der Exhortation zu klären.

    Der  Essay von Professor Pierantoni  ist in den letzten Tagen in englischer Fassung vom deutschen Magazin "AEMAET, Wissenschaftliche Zeitung für Philosophie und Theologie" veröffentlicht worden und kann als PDF-Datei von ihrer website herunter geladen werden.


    Montag, 28. November 2016

    Der Vorläufer

    wenn man die biblischen Texte richtig interpretiert, schien zur Geburt Jesu eh alles verloren, die theologischen Führer spalteten sich in die Pharisäer und die Sadduzäer,. wobei letztere eh nicht an ein, wie auch immer geartetes, Leben nach dem Tode glaubten, und die Pharisäer die dachten halt "mache mer halt, was mer schon immer gemacht haben, und dann wird alles gut, weil? Ach egal!"
    Man muss sich das mal vorstellen, das Volk wartet und hofft auf den Herrn, steigt unter Salomo (seltsamerweise nicht unter David), wobei dieses ganze Königtum definitiv nicht Gottes Wille ist, aber dennoch sind die Könige gesalbte des Herrn und David ist derjenige an dem alles hängt, der Dichter der Psalmen, der, dessen Sohn das Heil bringen soll!
    Also unter Salomo wird das Reich groß, wichtig, Salomo ist der fleischgewordene Prototyp und Idealtyp des guten Königs anundfürsich und dennoch versagt er einfach, wie gesagt, seltsame Geschichten.
    Auf jeden Fall ist das schon lange her, man hat sich gegen die Griechen gewehrt, sich irgendwie in den Diadochenkämpfen den Glauben und die Identität halbwegs bewahrt, und nun ist man unwichtige, römische Provinz und der Glaube, die Hoffnung, Gott, sein Dasein? Nun ja!
    Irgendwie kommt einem das doch irgendwie vertraut vor, als also die Nacht am weitesten fortgeschritten war, das Dunkel die Völker bedeckte, da sandte Gott nun den größten der Propheten, der jedoch nichts besonderes getan hat, sondern nur gesagt hat "Da ist er!" was dennoch das Ziel aller Propheten ist und war.
    All dieses kommt einem doch irgendwie bekannt vor, man ist müde geworden und versteht das göttliche nur noch und ausschließlich innerweltlich und die, die irgendwie noch eine Idee haben, was Gott ist, die, die diese reine Innerweltlichkeit nicht mitmachen wollen, die bestehen auf Ritualen, sind auch irgendwie leer. 
    Und dann erscheint der Engel des Herrn dem Priester Zacharias und wenn man sich die Umstände vergegenwärtigt so ist völlig klar, warum der nun ausgerechnet das nicht glaubt!
    Und dann bricht es bei der Geburt des Täufers aus ihm heraus, wunderschön, wahr und gut!


    Lobgesang des Zacharias

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
    Denn Er hat Sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.
    Er hat uns einen starken Retter erweckt
    im Hause Seines Knechtes David.
    So hat Er verheißen von alters her
    durch den Mund Seiner heiligen Propheten.


    Das Schweigen des Papstes zu den dubia, die New York Times und der Hl. Geist

    Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae den Artikel von Ross Douthat in der New York Times zum Schweigen des Papstes zu den dubia.
    Hier geht´s zum Original:  klicken

    "AMORIS LAETITIA, DIE DUBIA: IST DAS SCHWEIGEN DES PAPSTES EIN WERK DES HEILIGEN GEISTES, UM IRRTÜMER ZU VERMEIDEN? DIE HYPOTHESE DER NEW YORK TIMES"
    "Die Situation, in der die Katholische Lage sich nach Amoris Laetitia befindet, die Fragen nach formaler Klärung der vier Kardinäle, die sogenannten dubia (Stimmen einer weitaus größeren Gruppe Ratloser, wie die Unterschriften unter den Supplica filiale beweisen und Dokumente von Theologen und Dozenten beweisen) und die Weigerung des Papstes, zu antworten und hat der Pontifex damit nach Meinung des Leitartiklers der NYT, Ross Douthat, die Tür in eine "terra incognita" geöffnet.

    Und tatsächlich - drei Monate nach Empfang des privaten Briefes, in dem die Purpurträger um Klärung baten, der eine schwere Irritation beim Papst ausgelöst haben soll (und wir glauben das trotz privater Dementis) hat es keine Antwort gegeben.
    Keine lobende Definition, Vorwürfe der Rigidität, Suggestion, daß es hinter der Rigidität psychologische Probleme gäbe, Doktrinismus und was es noch gab. Aber eine klare und ernsthafte Antwort? Nein.

    Als ignoranter .... wiederholen wir die Frage, für die, die sie nicht kennen.
    Amoris Laetitia, die postsynodale Exhortation nach den beiden Familiensynoden, läßt durch eine Notiz verstehen, ohne das vorangehende Lehramt zu zerstören, daß sie nicht ausschließe, daß eine wiederverheiratete geschiedene Person zur Eucharistie zugelassen werden könne.
    Das heißt, daß jemand der-formal -in Todsünde und ohne seine Lage zu ändern lebt- kommunizieren könne.
    Das ist eine Perspektive, die die Tür für viele Möglichkeiten öffnet: warum kann man die gleiche Lösung nicht auch auf andere Sünden-auch schwere- anwenden? Insgesamt ein schönes Durcheinander. Und das scheint gewollt.

    Und wie Ross Douthat erinnert: "Die Liberalen haben die Erlaubnis bekommen, zu experimentieren, die Konservativen, sich an den Buchstaben des Gesetzes zu halten, die Bischöfe wurden de facto in der Lage gelassen, ihre persönliche Lehre zu Ehe, Ehebruch und den Sakramenten zu wählen, etwas was viele dieses Jahr getan haben, schwankend zwischen den Konservativen in Polen und Philadelphia und den Liberalen in Chicago und Argentinien -was zu unvermeidlichen Reibereien zwischen den Bischöfen der unterschiedlichen Interpretationen führte."

    Tatsächlich hat es- abgesehen von den exzessiv wiederholten Beschuldigungen- eher schwach vom Gesichtspunkt des Inhaltes aus gesehen- der Rigidität, als einzige Antwort durch einen Brief mit einer indirekten Zustimmung zur Interpretation der argentinischen Bischöfe gegeben.
    Verbindlich, aber kaum entbehrlich als Akt der verläßlichen Lehre in einer Krise dieser Größenordnung.

    Diese Schieflage ist wichtig, weil- wie Douthat schreibt- im Katholizismus formale Worte des Papstes, seine Enzykliken und Exhortationen Gewicht haben, das Augenzwinkern und das implizite Akzente nicht haben können. So scheint es beabsichtigt, Klarheit zu vermeiden, als Kompromiss , als Verdeckung."

    Aber angesichts dieses merkwürdige Spektakel rund um die Dubia "erinnern wir uns, daß das keine definitive Systematisierung sein kann" . "Die Logik des Roma locuta, causa finitia"- ist nach dem Kommentator der NYT "zu tief in den katholischen Strukturen verwurzelt, um eine auch nur vorübergehende Dezentralisierung der Lehre zu erlauben."
    "Schließlich bleibt der Papst der Papst und jede große, wichtige Kontroverse wird am Ende unvermeidlich im Vatican ankommen."

    Franziskus solle das wissen. Zur Zeit scheint er die kleinere Krise der streitenden Bischöfe und wirren Lehre der größeren Krise ( wer könnte das aber auch mit Sicherheit sagen?) vorzuziehen, wenn er den Konservativen seine persönlichen Antworten auf die dubia gäbe und sie einfach zum Gehorsam aufforderte.
    "Es ist der Gehorsam, der nach einer Weile zum Schisma führen könnte, aber nicht, wenn zuvor die Zeit und das Eingreifen des Hl. Geistes die Position seiner Kritiker in der Kirche geschwächt hätte."

    Am Schluss bietet Ross Douthat eine interessante Hypothese: "In der Zwischenzeit hat sein Schweigen den Effekt, die Konservativen in ihrem Widerstand zu bestärken, ihnen erscheint, daß seine Weigerung, eine definitive Antwort zu geben, ein Werk der Vorsehung sei. Soll heißen, er glaubt, machiavellistisch und strategisch zu handeln, aber in Wirklichkeit ist es der Hl. Geist, der ihn daran hindert, den Irrtum zu lehren."

    Das ist eine "theologisch seltene" Hypothese, "die leicht widerlegt werden kann"  und der Papst "sollte nur seine Autorität ausüben, den Kritikern antworten und die Gläubigen klar das lehren, was sie seinem Willen nach glauben sollen. Aber so lange er nicht spricht, bleibt die Hypothese offen."

    Quelle: Marco Tosatti, Stilum Curiae





    Sonntag, 27. November 2016

    Advent

    Nun ist er wieder da der Advent, aller Panik zum Trotz leuchten allüberall die Lichterketten und besinnliche Adventsfeier jagt gemütlichen Adventskaffee, alles redet lautstark von der Stille und hält sie doch nicht aus.
    Ich wollte nun eigentlich einen ganz langen Beitrag über den Advent schreiben, aber irgendwie krieg ich das nicht zustande, daher nur kurz:
    Wenn man so in Kirche und Welt guckt, dann kann einem schon Angst und Bange werden, man hat das Gefühl Dinge, die man für fest und sicher hielt, die sind ins Wanken geraten, man hat das Gefühl in wirklich spannenden Zeiten zu leben, wo man nicht sicher sein kann, was noch wird.
    Und man möchte geradezu, als gläubiger Mensch heulen über all die fortschreitende Entchristlichung allüberall.
    Als nichtgläubiger Mensch mag man darüber jubeln, aber auch die nichtchristgläubigen sind sich so gar nicht einig, was sie denn anstatt dessen gerne hätten.
    Von daher scheint die ganze kuschelige, übliche Adventszeit, irgendwie sich aufzulösen, man merkt wie es wegbröckelt, und wenn ich ehrlich bin, finde ich es einerseits absolut schlimm und andererseits wieder nicht ganz so schlimm,  weil es ehrlicher ist.
    So wird sich wohl der volle Ernst der Adventszeit, die Wahrheit der liturgischen Texte,  die nicht nur (eigentlich gar nicht) von der romantischen, netten, besinnlichen Weihnachtszeit künden, sondern von der Wiederkunft Christi am Ende der Tage, der kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten,, wieder mehr ins Bewusstsein drängen.
    Romano Guardini schreibt irgendwo vom eschatologischen Ernst, der wieder in die Kirche und den Sinn des einzelnen hinein müsse, damit die Kirche ihren Weg in der Zeit gehen könne, ja es scheint als habe der liebe Gott diese Idee Guardinis aufgegriffen und sorgt dafür, dass wir wieder mehr im Bewusstsein der Wiederkunft Christi anfangen zu leben, einfach weil das ganze Drumherum in dem man sich als Kirche so nett verstecken konnte, wegfällt.

    Welche Folge wird die Niederlage Hillary Clintons auf das aktuelle Pontifikat haben?

    Federico Dezzani kommentiert in seinem blog altervista "Die Welt nach dem Sieg von Trump" und die Folgen für das aktuelle Pontifikat und die Katholische Kirche.
    Es ist so, als ob die letzten Teile eines gigantischen Puzzles, die seit 11 Jahren verstreut waren, endlich an ihren Platz 11 gerückt wurden.
    Hier geht´s zum Original, das wir bei Benoît XVI-et-moi gefunden haben (merci!) klicken

    die grossse schwäche von papst bergoglio nach der niederlage hillary clintons (und von George soros)

    Das von Papst Jorge Mario Bergoglio ausgerufene außerordentliche Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit ist ohne Ruhm oder Widerhall zu Ende gegangen: der gesunde Menschenverstand hätte dem Pontifex zu einer Denkpause geraten, um den substantiellen Mißerfolg des Heiligen Jahres  zu reflektieren.

    Der Papst hat - im Gegenteil - seine Bemühungen verstärkt, um die Umkehrung der Modernisierung der Kirche abzuwenden, indem er neue Kardinäle kreierte, die ihm treu sind und als Zugeständnis die Absolution der Abtreibung allen Priestern erlaubt.
    Vielleicht ist Bergoglio unter Druck, weil er weiß, daß der internationale Kontext, der ihn auf die Cathedra Petri geführt hat, sich mit der Wahl von Donald Trump aufgelöst hat.
    Kurze Untersuchung zur Art und Weise wie die Obama-Administration und George Soros den argentinischen Jesuiten in die Leoninischen Mauern gebracht haben.


    Jorge Mario Bergoglio? Die Päpstliche Version von Barack Hussein Obama.

    Cäsaropapismus: "Beziehungssystem zwischen Staat und Kirche, in Kraft im Oströmischen Reich und im Russland der Zaren, in dessen Gefolge die Zivilmacht ihren Kompetenzbereich auf die Domäne der Religion ausweitete einschließlich ihrer disziplinarischen und theologischen Probleme," so wie der Treccani ihn definiert


    Samstag, 26. November 2016

    Fundstück


    Vor der Übergabe des Ratzinger-Preises 2016
    Benedikt  XVI , Msgr. Biffi und Prof. I.Kourempeles

    Bischof Athanasius Schneider verteidigt den Appell der vier Kardinäle, Fortsetzung

    Fortsetzung
    hier geht´s zum Original:  klicken   LESEN!

    "Euer [der Bischöfe von Gallien] unbesiegbarer Glaube behält die ehrenvolle Unterscheidung zwischen bewußtem Wert und Inhalt und abstoßender listiger, vager und zögernder Aktion bei und bleibt sicher in Christus, und bewahrt den Beruf in seiner Freiheit. Doch weil wir alle tiefe und starke Schmerzen wegen der Handlungen der Bösen gegen Gott erleiden mußten - seit der Zeit als die Kirche anfing durch Störungen bedrängt zu werden, die Ausbürgerung von Bischöfen, der Absetzung von Priestern, der Einschüchterung der Menschen, Bedrohung des Glaubens und der Bestimmung der Bedeutung der Lehre Christi durch menschlichen Willen und Kraft,, Eure entschlossener Glaube gibt nicht vor,  diese Tatsachen nicht zu kennen oder zuzugeben, daß er sie tolerieren kann, indem er wahrnimmt, daß heuchlerischer Zustimmung sie vor die Schranken des Gewissens bringen würde. (Hil, De Syn., 4)

    Ich habe gesagt, was ich selbst glaube, im Bewußtsein, daß ich das in meinen Dienst als Soldat der Kirche schulde, um Euch in Übereinstimmung mit der Lehre des Evangeliums durch diese Briefe die Stimme des Amtes zu schicken, das ich in Christus innehabe. Eure Aufgabe ist es zu diskutieren, und so zu handeln, daß ihr die unverletzliche Treue, in der ihr steht, immer im gewissenhaften Herzen und daß ihr weiterhin das behaltet, was ihr jetzt haltet (Hil. De Syn, 92)

    Die folgenden Worte die der Hl Basil der Große an die Lateinischen Bischöfe richtete, können in mancherlei Hinsicht auf die Situation derer angewendet werden, die in unseren Tagen nach doktrinaler Klarheit fragen -einschließlich unserer vier Kardinäle.
    Die eine Beschuldigung die heute zu sicherer schwerer Bestrafung führt, ist die die Tradition der Väter sorgfältig zu bewahren. Wir werden nicht wegen Reichtums angegriffen oder Ruhm oder irgendeinem zeitlichen Vorteil.
    Wir stehen in der Arena, um für unser gemeinsames Erbe zu kämpfen, für den Schatz unseres gesunden, von den Vätern überkommenen Glaubens, Trauert mit uns alle ihr, die ihr die Brüder liebt, über das zum Schweigen bringen unserer Männer der wahren Religion und beim Öffnen der kühnen und blasphemischen Lippen aller derer, die Unrichtiges gegen Gott äußern. Die Pfeiler und Fundamente der Wahrheit sind zerstreut. Wir deren Bedeutungslosigkeit uns erlaubt hat, übersehen zu werden- werden unserer Rechtes auf freie Rede beraubt. (Ep. 243,2.4)


    Sandro Magister über den- äh- "Nepotismus" beim Osservatore Romano

    Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo die von Freunden und Protegés des Papstes mit verteilten Rollen oder im Duett abwechselnd in verschiedenen Zeitungen wie dem Osservatore Romano, dessen Chefredakteur der argentinische, protestantische Freund Bergoglio ist, dem Corriere della Sera und der Repubblica seines Freundes Scalfari. Bemerkenswert ist, daß so alle theologischen Instanzen der Kurie umgangen werden, um den ökumenistischen Weg ungebremst in Richtung Angleichung an den Protestantismus voran zu treiben.
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    "DER PROTESTANTISCHE FREUND DES PAPSTES IM KONTROLLRAUM DES "OSSERVATORE ROMANO"
    Seit einiger Zeit gibt es eine Unterschrift die immer häufiger im Osservatore Romano, auch auf der ersten Seite und der Kolumne der Leitartikel erscheint.

    Es ist die von Marcelo Figueroa, der seit September die neue Wochenausgabe des Osservatore Romano leitet, die ausdrücklich für die Leser in Argentinien geschaffen wurde.

                                   

    Figueroa ist selber Argentinier. Und nicht katholisch sondern Protestant, Pastor in der Presbyterianischen Kirche seit 25 Jahren in der argentinischen Bibelgesellschaft.

    Außerdem aber ist er ein langjähriger Freund von Jorge Mario Bergoglio, der ihn in seiner Nähe wissen wollte- auch bei der jüngsten Reise nach Lund, zur Feier des 500. Jahrestages der Reformation Luthers.

    Und genau diese enge Freundschaft mit dem Papst erklärt den präzedenzlosen Einzug eines Protestanten in den Kontrollraum der offiziellen Zeitung des H. Stuhls.

    In Argentinien war es Figueroa der  veranlaßte, daß am selben Tisch mit ihm der damalige Erzbischof von Buenos Aires und der jüdische Rabbiner Abraham Skorka  bei einer Gesprächsserie saßen, die von Kanal 21, dem Fernsehsender der Erzdiözese gesendet und danach zu einem  Buch bearbeitet wurde, das von der Libreria Editrice Vaticana unter dem Titel "Unterhaltungen über die Bibel" verlegt wurde.

    Freitag, 25. November 2016

    Der Ratzinger-Preis 2016

    Francesco Grana berichtet bei Faro di Roma über die Verleihung des Ratzinger-Preises 2016 und ein heutiges Treffen der Preisträger mit dem Papa emeritus in Mater Ecclesiae.
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    "BENEDIKT XVI  EMPFÄNGT DIE GEWINNER DES RATZINGER-PREISES 2016"




    Eine Umarmung die viel mehr wert ist, als die Anerkennung die ihnen morgen  Papst Franziskus überreichen wird.
    Und die haben heute die beiden Gewinner des Ratzinger-Preises 2016, Msgr. Inos Biffi und Ioannis Kourempeles von Benedikt XVI empfangen.
    Heute nachmittag -am Vorabend der Überreichung der Anerkennung, die morgen um 11: 00 in der Sala Clementina stattfinden wird, sind die beiden Prämierten vom Papa emeritus im Kloster Mater Ecclesiae empfangen worden. Begleitet wurden sie von Pater Federico Lombardi, dem Präsidenten der Vaticanischen Joseph-Ratzinger-Benedikt-XVI-Stiftung.

    Die vorgeschlagenen Namen der Sieger waren Papst Franziskus vom wissenschaftlichen Komitee der Stiftung übergeben worden, Das Komitee setzt sich  aus den Kardinälen Angelo Amato, der sein Präsident ist , Kurt Koch, Gianfranco Ravasi und Erzbischof Luis Francisco Ladaria. aus Lomagna in der Provinz Lecco zusammen,   wo 1934 Msgr. Biff -jetzt emeritierter-Ordinarius für systematische Theologie und Geschichte der mittelalterlichen Geschichte der Theologie an der Theologischen
    Fakultät Italiens war , 73-jähriger Dozent der selben Fächer am Institut für Geschichte der mittelalterlichen Theologie Mailand und Direktor des Institutes für Geschichte der Theologie der Theologischen Fakultät in Lugano.

    Ioannis Kourempeles, 1965 in Athen geboren, hat an den Theologischen Fakultäten von Thessaloniki, Erlangen und Heidelberg Theologie studiert. Er lehrt Dogmen-Geschichte und dogmatische Theologie an der Aristoteles-Universität von Thessaloniki.
    Er ist der erste Orthodoxe, der mit dem Ratzinger-Preis ausgezeichnet wird.

    Die Gelehrten, die die vorherigen Ausgaben dieser prestigeträchtige Anerkennung empfangen haben sind: Manlio Simonetti, Olegario Gonzales und Maximilian Heim 2011, Rémi Brague und Brian E.Daley 2012, Richard A. Burridge und Chrsitian Schaller 2013, Anne-Marie Pelletier und Waldemar Chrostowski 2014. Mario de Franca Miranda und Nabil el-Khoury 2015. Die Überreichung des Ratzinger-Preises findet am Ende des internationalen Symposiums "Eschatologie: Analysen und Aussichten" in Rom an der Pontifikalen Universität von Santa Croce statt.

    Quelle: Francesco Grana, faro di roma.via twitter


     

    Countdown zum 1. Advent!

    Wie jedes Jahr beginnt auch in diesem Jahr der Advent mit einer feierlichen Vesper im Münchner Dom. Und dann wird die erste Kerze leuchten:


    Patriarch Kyrill spricht Klartext

                 

           

    Donnerstag, 24. November 2016

    Bischof Athanasius Schneider verteidigt den Appell der vier Kardinäle

    Bischof A. Schneider verteidigt die vier Kardinäle gegen die diversen Angriffen (wobei besonders die Auslassungen des Papstintimus Spadaro ins Auge stechen) aus Hierarchie und Klerus. LESEN!
    Hier geht´s zum Original bei rorate caeliklicken

                         

               "Wir können nichts gegen die Wahrheit tun nur für die Wahrheit" (2 Kor.13,8)

    "EINE PROPHETISCHE STIMME VON VIER KARDINÄLEN DER HEILIGEN  RÖMISCHEN KATHOLISCHEN KIRCHE"

    "Aus tiefer pastoraler Sorge haben vier Kardinäle der Heiligen Römischen Katholischen Kirche,  seine Eminenz Joachim Meisner, Erzbischof emeritus von Köln, Seine Eminenz Carlo Caffarra, Erzbischof emeritus von Bologna, Seine Eminenz Raymond Leo Burke, Patron des Souveränen Militärordens von Malta und Seine Eminenz Walter Brandmüller, emeritierter Präsident der Päpstlichen Kommission für Historische Wissenschaften am 14. November 2016 den Text von fünf Dubia genannten Fragen veröffentlicht, die sie zuvor am 19. September 2016 dem Heiligen Vater und an Kardinal Gerhard Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, zusammen mit einem Begleitbrief geschickt hatten.
    Die Kardinäle bitten Papst Franziskus "schwere Desorientierung und große Verwirrung"  bezüglich der Interpretation und praktischen Anwendung, besonders bzgl. Kapitel VIII der Apostolischen Exhortation "Amoris Laetitia" und ihre Passagen über die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten  und die Morallehre der Kirche klar zu stellen.

    In ihrem "Auf der Suche nach Klarheit: die Bitte die Knoten in "Amoris Laetitia" zu entwirren" sagen die Kardinäle, daß für viele Bischöfe, Priester, Gläubige- diese Paragraphen zu einer Veränderung der Disziplin der Kirche hinsichtlich der Geschienenen, die in einer neuen Verbindung leben verlocken oder sie sogar ausdrücklich lehren.
    Indem sie so sprechen, haben die Kardinäle lediglich die Fakten im Leben der Kirche festgestellt.
    Diese Tatsachen werden durch die pastorale Orientierung verschiedener Diözesen und öffentliche Äußerungen einiger Bischöfe und Kardinäle demonstriert, die behaupten, daß wiederverheiratete geschiedene  Katholiken in manchen Fällen zur Hl. Kommunion zugelassen werden können, obwohl sie fortfahren, die Rechte in Anspruch zu nehmen, die nach Göttlichem Recht gültig verheirateten Ehegatten vorbehalten sind.


    Versus orientem- sagt Father Hunwicke

    Father Hunwicke ist zornig, nicht zum ersten mal und läßt uns wissen, warum.
    Hier bei liturgicalnotes geht´s zum Original:  klicken

                "ADVENTS-SONNTAG ..... VERSUS ORIENTEM"
    "Weil der Advents-Sonntag näher rückt, bitte ich die verehrten Patres sich daran zu erinnern, daß es Menschen gibt, die wegen des Prinzips der ad orientem zelebrierten Messe leiden mußten. Nicht nur unsere Anglo-Katholischen Patres.
    Kardinal Sarah ist von den "Nasties" massiv "zerfleischt" worden. Jetzt  wenden sie sich einem anderen ehrenwerten Afrikanischen Erzbischof zu, der seinen Klerus dazu ermutigt, zu dieser antiken Praxis zurück zu kehren....der unbekömmliche Robert Mickens (früherer Tablet-Heini, der einfach die Freude an der Beerdigung der "Ratte" teilzunehmen nicht abwarten kann- was , wie wir uns erinnern, ihn zu Recht seinen Job kostete) hat in seinem unnachahmlichen Stil darüber im Internet geschrieben.

    Es gibt jene, die massive Vorurteile gegen Sub-Sahara-Afrikaner  zu haben scheinen. Bei den Anglikanern haben wir uns langsam daran gewöhnt, weil eine gewisse Zahl liberaler Anglikanischer Bischöfe ideologische homosexualistische Fundamentalisten sind.
    Das Wort "GAFCON" läßt noch manche amerikanischen und englischen Augen aus den Höhlen treten. Das kann auch deshalb relevant sein, weil ein bestimmter Teil dieser Gruppe, der Joseph Ratzinger geradezu buchstäblich verabscheut- die "Gay-Lobby" ist.

    Es gab eine Zeint, in der die Linken (lefties) sehr sanft zu Schwarzen und Russen waren. Das scheint heute nicht mehr so zu sein.
    Sei es ob das Thema Sex ist oder Liturgie, diese Angloweißen scheinen weder willens zu sein, Erleuchtung aus dem Süden oder aus Moskau zu akzeptieren (ich beziehe mich da auf das großartige jüngste Interview, das Patriarch Kyrill gegeben hat) noch sich nach Osten auf das Kommen des Messias auszurichten.
    Also muß deinem modernen Schwarzen nach Ansicht dieser arroganten Kaukasier - sein Platz angewiesen werden, -wie Walter Kaper klar machte,- als er ( alberner Bursche) nicht wußte, daß der Journalist verdrahtet war.
    Wirklich aufstehen und nach Osten schauen.

    Quelle: Liturgicalnotes, Father J. Hunwicke

    In Rom: Symposium der Ratzinger-Stiftung & ein Interview mit Pater Federico Lombardi


    Radio Vatican kündigt ein Symposium der Ratzinger-Stiftung an.
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    "VON DONNERSTAG AN: SYMPOSIUM DER RATZINGER STIFTUNG ZUR ESCHATOLOGIE"
    "Eschatologie: Analyse und Vorausschau" - zu diesem Thema findet am kommenden Donnerstag und Freitag in der Santa Croce Universität in Rom das VI. von der Vaticanischen Joseph Ratzinger- Benedikt XVI-Stiftung veranstaltete Internationale Symposium statt. 
    Es handelt sich um eines der wichtigsten Treffen der Stiftung, an dem hervorragende Gelehrte, Biblisten und Theologen teilnehmen werden, unter ihnen auch zwei Rabbiner: Riccardo Di Segni, Oberrabbiner von Rom und aus Jerusalem Moshe Idel. Zum Abschluß des Zusammentreffens wird der Ratzinger-Preis dieses Jahres an den griechisch-orthodoxen Professor Ioannis Kourempeles verliehen. 
    Zu zwei kommenden Ereignissen hat Adriana Masotti Pater Federico Lombardi, Präsident des Administrationsrates der Ratzinger-Stiftung für Radio Vaticana interviewt.

    Eine der Hauptaktivitäten der Stiftung ist es besonders in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät, mit Katholischen Universitäten, Treffen von wissenschaftlichem Wert , Vertiefung zu Themen, die auch vom Gesichtspunkt der Theologie Joseph Ratzingers, Benedikts XVI interessant sind, zu fördern.
    Die Eschatologie ist eines dieser großen Themen, weil Professor Joseph Ratzinger sich sehr profund mit Themen der Eschatologie beschäftigt hat, bereits als er Universitätsprofessor war und dann auch als Präfekt der Glaubenskongregation. Und auch als Papst: die Enzyklika "Spe salvi" spricht zu uns über Themen der christlichen Hoffnung und des ewigen Lebens.
    Was kann die Frage der Eschatologie jetzt in unserem Leben, über das ewige Leben, den Tod, das Gericht sagen, das sind Themen die ein bißchen außen vor gelassen worden sind, die nicht leicht anzugehen sind, aber auf besonders tiefe Weise den Sinn unseres Lebens berühren, weil das Thema des Lebensendes und des Sinnes unseres Lebens- weil das Leben von hier bis zum Tod etwas extrem wichtiges im christlichen Leben ist, ein Aspekt, der absolut nicht ausgelassen werden kann.

    Diese Thematik aufzugreifen und sie vertieft zu studieren-sei es im Denken Joseph Ratzingers, sei es im Neuen und Alten Testament ist das Ziel dieses Konvents.
    Es ist bemerkenswert, daß unter den Eingeladenen sind außer Biblisten und Theologen von Rang, auch einige Rabbiner: z.B. Doktor Ricardo Di Segni, Oberrabbiner von Rom werden teilnehmen um rabbinische Gedanken zur Eschatologie beizutragen, zu den letzten Wahrheiten: und aus Jerusalem kommt ein kommt auch ein sehr berühmter Gelehrter , Professor Moshe Idel von der Hebräischen Universität, der eine der wirklich bedeutenden Stimmen bei diesem Zusammentreffen.
    Von Seiten der Ratzinger-Stiftung als solcher, werden drei Kardinäle teilnehmen, die Mitglieder des Wissenschaftlichen Komitees sind- das sind Kardinal Amato, Kardinal Koch und Kardinal Ravasi - die die wichtige Beiträge im Laufe des Symposiums liefern werden.

    Hier folgt das Interview mit Pater Lombardi:

    Frage: 
    "Über dieses Thema wird auch im letzten Interviewbuch "Letzte Gespräche" von Benedikt XVI gesprochen , besonders vom persönlichen Standpunkt aus...."

    Antwort:
    "Ja, das ist sehr wahr. Eines der Dinge, die in der Theologie Ratzingers offenbart werden, ist daß eine tief gelebte Theologie auch vom spirituellen Gesichtspunkt aus gesehen wird, keine rein konzeptionelle, abstrakte, aus Worten gemachte Theologie ist, sondern gelebt wird.
    Und deshalb sind in dieser Periode, der letzten des Lebens, in der der Papa emeritus ist, wie er uns erklärt hat, in der man sich auf die Begegnung mit Gott vorbereitet, diese Themen von großer Wichtigkeit ist, die ihm wieder in den Sinn kommen.
    In "Letzte Gespräche" sieht man, daß dieses Studium der Theologie, das er vollendet hat, sich besonders auf die letzten Fragen bezieht und in Kontinuität zu seiner existentiellen Erfahrung auch in dieser letzten Zeit seines Lebens steht.
    Es handelt sich also um eine Theologie, die im Glauben gelebt wird und an die christliche Erfahrung gebunden ist. 
    Das findet man bei Ratzinger -Papst Benedikt XVI- sehr tief eingewurzelt in seiner ganzen Art zu denken und zu sprechen. Seine Theologie ist- wie auch von Papst Franziskus festgestellt wurde-eine Theologie auf Knien, eine betende Theologie, tief in Gebet und Glauben eingebunden."

    Frage:
    "Am Ende des Symposiums wird der Ratzinger-Preis 2016  verliehen- dieses Jahr  an Msgr. Inos Biffi und an Ioannis Kourempeles. Das Motiv für diese Wahl? ..."

    Antwort:
    "Das ist die sechste Auflage des Ratzinger-Preises. Er ist ein Preis, der als Anerkennung für ein ernstes Studium der Theologie gedacht ist und das ist es auch, was sich Papst Benedikt als Zweck der Stiftung wünschte: den Wert des Studiums der Theologie durch diesen Preis zu fördern und zu premieren.
    Er wird immerdurch das Wissenschaftliche Komitee der Stiftung vergeben, der sich aktuell aus den Kardinälen Amato, Koch, Ravasi und Erzbischof Ladaria zusammen setzt. Dieses Komitee schlägt jedes Jahr zwei herausragende Forscher für diesen Preis vor. 
    Bis heute sind -einschließlich in diesem Jahr- 13 Preise an Gelehrte aus 11 verschiedenen Ländern verliehen worden.
    Das bedeutet, daß das Komitee sich bemüht, den Blickwinkel auf die Arbeit der Theologie der Welt auf verschiedene Länder auszuweiten, auf verschiedene Regionen und Situationen und über die Grenzen der Katholischen Kirche hinaus, weil der Preis auch schon in der Vergangenheit an einen Anglikaner verliehen wurde und dieses Jahr auch an einen Orthodoxen. 
    Professor Kourempeles ist griechisch-orthodox.


    Mittwoch, 23. November 2016

    Roter Mittwoch

    In London hat es eine Aktion "Roter Mittwoch"  gegeben.
    Das war, soweit ich das verstanden habe, eine Aktion wo mittels der Farbe rot, in der Gebäude angestrahlt wurden, aber auch einzelne Personen z.B. rot trugen, oder auch z.B einer Marienstatue einen roten Umhang umhängten, oder Wände und Fenster mit roten Symbolen schmückten, oder auch mit anderen Aktionen, die alle mit der Farbe rot zu tun hatten, ein Zeichen der Solidarität mit allen religiös verfolgten, und ermordeten gesetzt werden sollte.
    Die Verfolgten, Bedrängten und Ermordeten sind mehrheitlich Christen und wer sie verfolgt, das wissen wir, leider und seufz.
    Dennoch, sind es Zeichen der Hoffnung, die da gesetzt werden, so wurden Westminster Abbey, das Parlament. Lambert Palace und auch das "London Eye" (das größte Riesenrad Europas, rot angestrahlt.


    Tweet zum Tage: London turns Red!

    breaking.... Burke und Pell wurden aus der Liturgiekongregation gesäubert.

    Claire Chretien kommentiert bei lifesitenews die Entfernung der Kardinäle Burke und Pell aus der Liturgiekongregation -im Rahmen der drastischen Säuberungswelle in der Kurie, bei der jeder auch nur entfernt als konservativ oder papstkritisch "Identifizierte" aus dem Amt gesäubert wird- und das alles im Rahmen der ohne Unterlass gepredigten und -wenn´s paßt zur Schau gestellten. Barmherzigkeit. Besonders bei Kardinal Burke war es nach der Veröffentlichung der Dubia nur eine Frage der Zeit, bevor das passieren würde.
    Hier geht´s zum Original:  klicken

    Die Kardinäle Raymond Burke und George Pell werden nicht Mitglieder der Liturgiekongregation bleiben, das hat der Vatican mit einer Liste der neuen Mitglieder der Kongregation bestätigt.

    Burke und Pell sind für ihre katholische Rechtgläubigkeit und ihr starkes Pro-Life und Pro-Ehe-Engagement bekannt.
    Burke ist einer der vier Kardinäle, die formell gefordert haben, daß Papst Franziskus klaarstellen möge, ob Amoris Laetitia mit der Katholischen Morallehre übereinstimmt.
    Nachdem die Forderung der Kardinäle über 2 Monate unbeantwortet blieb, machten die Kardinäle ihre Sorgen öffentlich. Burke hat gesagt, daß die Kardinäle eine formale Korrektur machen müssen, wenn Papst Franziskus die schweren mit der Exhortation verbundenen Irrtümer klarstellt.

    Die Liste der neuen Mitglieder der Liturgiekongregation kann hier eingesehen werden: klicken
    Die Mitgliedschaft zur Kongregation wurde kürzlich durch zahlreiche progressive Ersatz-Ernennungen zerstört.

    Kardinal Robert Sarah ist der Präfekt der Liturgiekongregation. Sarah hat sich mutig der Gender-Ideologie entgegen gestelllt und Priester und Bischöfe gedrängt, den Normen für die Ordentliche Form der Messe genauer zu befolgen, indem sie sich ad orientem ausrichten anstatt versus populum,

    In einer last-minute-Änderung hat Papst Franziskus vor kurzem an Stellle von Sarah in der Päpstlichen Akademie für Studien zu Ehe und Familie in Rom gesprochen.

    Sarah hat dann eine Verpflichung für eine prominente Rede zurückgezogen, die er zuvor mehrmals bestätigt hatte. Lifesitenews fragt: "Soll Kardinal Sarah zum Schweigen gebracht werden? klicken

    Quelle: lifesitenews. Claire Chretien


    Widersprüchlichkeit als Programm oder Instrument eines Pontifikates?

    Roberto De Mattei kommentiert bei  Il Tempo das Apostolische Schreiben des Papstes zum Ende des Jubiläumsjahres. Nicht nur uns erschien dieser Brief mit heißer Nadel gestrickt, um die Aufmerksamkeit von der Absage des Treffens mit den Kardinälen während des Konsistoriums und der Weigerung, auf die Dubia der vier Kardinäle zu antworten, abzulenken.
    Hier geht´s zum Original: klicken

          "DER WIDERSPRUCH EINES JUBILÄUMS, DAS JETZT ENDET."

    "Zu den Schlüsseln für die Interpretation des Pontifikates von Papst Franziskus gehört sicher seine Liebe zum Widerspruch. Diese Neigung zeigt sich evident in dem zum Ende des außerordentlichen Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit von Papst Bergoglio unterschriebenen apostolischen Brief "Misericordia et misera",
    In diesem Brief legt Papst Bergoglio fest, daß die Gläubigen, die Kirchen der Priester der Pius-Bruderschaft besuchen, gültig und legitim die sakramentale Absolution empfangen können. 
    Der Papst sanktioniert also das, was den Hauptfaktor der Irregularität der von Msgr. Lefebvre gegründeten Bruderschaft ausmacht: die Gültigkeit der Beichte. 
    Es wäre ein Widerspruch, sich vorzustellen, daß wenn man einerseits die Beichte als legitim und gültig anerkennt, andererseits die von.der Bruderschaft gefeierten Messen, die in jedem Fall sicher gültig sind, aber nicht.
    An diesem Punkt versteht man nicht, welche Notwendigkeit es für eine Übereinstimmung zwischen Rom und der von Msgr. Lefebvre gegründeten Bruderschaft-angesichts dessen, daß die Position dieser Priester tatsächlich legalisiert wird, daß aber die doktrinalen Probleme immer noch auf dem Tisch liegen, die wie man weiß, den Papst nur wenig interessieren.


    Im selben Brief gesteht Papst Bergoglio heute allen Priestern Kraft ihres Amtes die Möglichkeit zu, auch denen zu vergeben, die die Sünde der Abtreibung begangen haben," weil es keinerlei Hindernis zwischen der Aufgabe der Versöhnung und der Vergebung durch Gott gäbe"

    In Wirklichkeit hatten die Priester bereits die Möglichkeit, in der Beichte die Sünde der Abtreibung zu vergeben. Die Abtreibung zählte  nach der jahrhundertealten Praxis der Kirche,  zu den schweren Sünden, die automatisch die Exkommunikation nach sich zog -  "Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich die Exkommunikation latae sententiae zu." Zitat aus dem Kodex des Kanonischen Rechts von 1936, in Kanon 1398 - . Deshalb brauchten der   Priester  die Erlaubnis des eigenen Bischofs, die Exkommunikation des eigenen Bischofs zurück zu nehmen, bevor er von der Sünde der Abtreibung absolvieren kann. Jetzt kann auch jeder Priester auch von der Exkommunikation befreien, ohne von seinem Bischof dazu beauftragt zu sein. De facto fällt also die Exkommunikation und die Abtreibung verliert das Schwerwiegende, das das kanonische Recht ihr zuschrieb.

    In einem Interview, das Papst Franziskus an 20. November TV 2000 gab, hat er bekräftigt, daß die "Abtreibung eine schwere Sünde bleibt" ein "schreckliches Verbrechen" weil sie ein unschuldiges Leben beendet".
    Kann der Papst ignorieren, daß seine Entscheidung von der Exkommunikation latae sententiae vom Verbrechen der Abtreibung dieses "Schreckliche Verbrechen" relativiert  und den Massenmedien erlaubt es, als eine Sünde darzustellen, die die Kirche als minderschwer ansieht als in der Vergangenheit und sie leicht vergibt.
    Der Papst bestätigt in seinem Brief, daß es keine Sünde gibt, die die Barmherzigkeit Gottes nicht vergeben und zerstören kann, wenn "er ein reuevolles Herz findet, das darum bittet, sich mit dem Vater zu versöhnen" aber wie aus diesen seinen Worten hervorgeht, setzt voraus, daß die Barmherzigkeit deshalb existiert, weil es die Sünde gibt - und deshalb auch Gerechtigkeit. 

    Warum immer nur vom guten und barmherzigen Gott sprechen und niemals vom gerechten, der die Verdienste und die Schuld des Menschen würdigt und bestraft?

    Die Heiligen haben, wie bekannt ist, haben niemals aufgehört die unerschöpfliche Barmherzigkeit Gottes zu preisen und gleichzeitig seine - streng angewandte Gerechtigkeit zu fürchten.
    Ein Gott, der nur lieben und das Gute belohnen, aber unfähig ist, das Böse zu hassen und zu bestrafen, wäre ein Widerspruch in sich.

    Es sei denn, wir glauben, daß das Göttliche Gesetz existiert, aber abstrakt und unpraktikabel ist und daß das Einzige, was zählt, das konkrete Leben des Menschen ist, der nicht nicht sündigen kann. Das was zählt, ist nicht die Beachtung des Gesetzes sondern das blinde Vertrauen auf die göttliche Vergebung und Barmherzigkeit.
    Sündige kräftig, glaube kräftiger. Aber das ist die Lehre Luthers nicht die der Katholischen Lehre.

    Quelle: R.De Mattei, Corrispondenza Romana









    Ad Orientem

    Lifesitenews berichtet über den Brief, den Papa emeritus Benedikt XVI anläßlich des 25. Jahrestages der Wahl des Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I schrieb, in dem er auch auf die Bedeutung der Ausrichtung des Zelebranten ad orientem eingeht.
    Hier geht´s zum Original:   klicken


    "PAPST EMERITUS BENEDIKT ERNEUERT DEN AUFRUF AN DIE PRIESTER, SICH NACH OSTEN AUSZURICHTEN"

                           
    Papst Benedikt XVI unterstützt die Reorientierung des Priesters in der Messe nach Osten -als ökumenisches Instrument und sagt: "In der Ausrichtung der Liturgie nach Osten sehen wir, daß
    die Christen zusammen mit dem Herrn auf die Erlösung der Schöpfung in ihrer Gesamtheit zugehen wollen."

    Diese Worte wurden in einem am 12. Oktober vom Osservatore Romano als Tribut an den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I, zum kommenden 25. Jahrestag seiner Wahl betrachtenden Brief veröffentlicht.

    Der Brief ist Teil eines Buches, mit einem Vorwort von Papst Franziskus, das den Titel trägt "Bartholomäus, Apostel und Visionär. 25 Jahre in der Leitung des Christlichen Ostens."

    Papst Emeritus Benedikt fährt dann fort, die sonnenbezogene Bedeutung der Orientierung des Priesters in der Liturgie zu erklären: "Christus, der gekreuzigte und auferstandene Herr, ist zugleich auch die Sonne, die die Welt erleuchtet. Glaube ist also immer auf die Gesamtheit der Schöpfung ausgerichtet. Deshalb erfüllt Patriarch Bartholomäus einen wichtigen Aspekt seiner priesterlichen Mission genau durch sein Engagement für die Schöpfung."

    Mit diesen Worten unterstreicht er damit das mächtige vereinigende Element der Liturgischen Traditionen des Ostens und des Westens, in dem die Orientierung nach Osten den Lateinischen Ritus universalisierte.
    Die Orientierung dient auch als symbolisches Ziel, wie er erklärte: " Ein Hirte der Herde Jesu Christi kümmert sich nicht nur um den Kreis seiner eigenen Gläubigen. Die Gemeinschaft der Kirche ist universal, auch in dem Sinn, daß sie alle Realitäten einschließt." Sich zur aufgehenden Sonne auszurichten ist fundamental dafür, sich der ganzen Welt zuzuwenden, nicht nur einem geschlossenen Kreis: "auf dem Weg zur Erlösung der ganzen Schöpfung."


    Amoris Laetitia und immerwährende Verwirrung

    Father Hunwicke hat in liturgicalnotes sicher einen etwas ungewöhnlichen Titel für seinen Kommentar zu den Streitereien um Amoris Laetitia gewählt.
    Hier geht´s zum Original:   klicken

    "DIE GUTE NEUIGKEIT: ES GIBT VERSCHIEDENE WEGE,  EINE KATZE ZU HÄUTEN"

    "In einigen Winkeln fühle ich Unruhe, sogar Panik, weil nicht mehr als die vier Prälaten Lärm um Amoris Laetitia gemacht haben. Ich würde solche Kritiker daran erinnern. daß es mehr als einen Weg gibt, eine Katze zu häuten.

    Sehr bald nachdem dieses Dokument veröffentlicht worden war, erklärte Kardinal Müller -als er vor Seminaristen sprach-daß sich nichts geändert hat; daß die Lehre von Familiaris Consortio und Sacramentum Caritatis  noch voll gültig sind. Er schloss diese Versicherung mit der fröhlichen Bemerkung ab-" es ist doch klar, daß es so ist, oder?" daß wenn ein Römischer Pontifex eine so wichtige Lehre ändern wollte, er es ausdrücklich und mit einer vollen Erklärung tun würde.

    Eine weitverbreitete Meinung, die mir plausibel erscheint, ist daß Bergoglio de facto versucht, Zweifel und Verwirrung und graue Areale zu schaffen, so daß in der Fülle der Zeit heterodoxe Schlüsse aus dem Durcheinander gezogen werden....während er, Bergoglio, immun sein wird gegen jeden Vorwurf, eine explizite Häresie zu lehren.
    O.K. wenn das richtig ist, würden Sie wirklich erwarten, daß Müller es sagen würde? Glauben Sie daß die Müllers dieser Welt lautstark zurücktreten und so denn Raum schaffen in den traurige Bergoglianer gesetzt werden können?
    Glauben Sie, daß Bergoglio glücklich ist mit Müller? Was glauben sie, warum er Schönborn an Stelle von Müller schickte, um Amoris Laetitia in der Pressekonferenz vorzustellen?

    Oder nehmen Sie Erzbischof Chaput, er hat hart und schnell gearbeitet und seine Leitlinien fertig gestellt. Kein Gras ist darüber gewachsen. Kevin "Bergoglio-ist der Hl.Geist" Farrell hat ihn kritisiert und wieder den Hl.Geist hinzugezogen, um seine Meinung auszudrücken.
    Chaput hat klar geantwortet, daß Farrell bei der ersten Synode nicht teilgenommen hat und sicher die Philadelphia-Regeln nicht gelesen hat. Er setzte sich dann geschickt mit der Idee auseinander, daß Bischofskonferenzen sich hinter Amoris laetitia stellen sollten, indem er aufzeigte, daß die Diözesanbischöfe und nicht die Konferenzen für ihre Diözesen verantwortlich sind ....und daß jeder
    einzelne Bischof wirklich den Hl.Vater bis zum Letzten liebt. Dieser Mann ist kein Narr und kein Feigling. Der erste amerikanische Papst?

    Ich freue mich über die Initiative der vier. Ich vermute, daß andere Prälaten Papst Franziskus ins Ohr geflüstert haben, daß sie mit den vier übereinstimmen, das aber aus Liebe und Loyalität so nicht öffentlich sagen. Warum denken Sie, hat Bergoglio das Gesprächstreffen vor dem Konsistorium abgesagt? Vielleicht erinnert er sich im Gegensatz zum amnestischen Kev, daß es während der Synoden einige ziemlich amüsant laute Episoden gab?

    Und es sieht eher so aus, als ob die amerikanischen Bischöfe in der angenehmen Anonymität ihrer Wahlkabinen zufrieden unwillig waren, für Bergoglios Kumpels und Favoriten zu stimmen.
    Oh je.
    Miau! Oder um es ganz anders zu sagen:  Miau!

    "Jeder Bischof in seiner Diözese hat bestimmte Regeln und Parameter festzulegen, aber gleichzeitig denke ich, daß sie offen sein müssen, um auf den Hl.Geist hu hören..." Ach, die naive, kindgleiche Arroganz dieses Individuums!"

    Quelle: liturgicalnotes, Fr.J.Hunwicke


    Dienstag, 22. November 2016

    Kardinal Sarah hat catholic culture für L´Homme Nouveau ein Interview gegeben . Hier geht´s zum Original:  klicken

    "Kardinal Sarah: Papst kann das göttliche Gesetz über die Ehe nicht ändern"

    "Nicht einmal der Römische Pontifex kann die Lehre der Kirche zur Ehe verändern " sagte Kardinal Robert Sarah zu seinem Interviewer.
    In einem Gespräch mit der französischen katholischen Zeitung "L´ Homme Nouveau" hat Kardinal Sarah auf Fragen zu "Gott oder nichts" geantwortet. Er sprach die Frage an, ob Papst Franziskus den wiederverheirateten Geschiedenen erlauben sollte, die Eucharistie zu empfangen und sagte:
    "Die gesamte Kirche hat immer daran festgehalten, daß man die Kommunion nicht ím Wissen schwerer Sünde empfangen kann, ein Prinzip, an das Johannes Paul II in seiner Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" als definitiv erinnert hat. 
    Kardinal Sarah schloss: "Nicht einmal der Papst kann von so einem göttlichen Gesetz dispensieren"

    In dem Interview drückte Kardinal Sarah - der Präfekt der Liturgie-Kongregation. seine Sorge über den Grad der Verwirrung- sogar unter Bischöfen aus- was die Lehre der Kirche angeht.
    Er sagte:
    "Ich kann und will mir als Grund für diese Verwirrung nichts anderes vorstellen, als die unzureichende Ausbildung meiner Mitbrüder. Und soweit ich für die Disziplin der Sakramente, in der gesamten Lateinischen Kirche zuständig bin, verpflichtet mich mein Gewissen dazu, daran zu erinnern, daß Christus den Originalplan des Schöpfers für eine monogame, unauflösliche Ehe zum Guten der Gatten als auch für das Aufziehen und Erziehen von Kindern, wieder eingesetzt hat."

    Quelle: catholicculture


    A. Socci: Sonnenuntergang eines Pontifikates

    Antonio Socci bei Lo Straniero zur aktuellen Lage des Pontifikates nach der us-amerikanischen Präsidentschaftswahl, den Dubia und dem Konsistorium   klicken


    "EIN KATASTROPHALES PONTIFIKAT, DAS SEINEN SONNENUNTERGANG ERLEBT (WIE DIE ÄRA OBAMA CLINTON)

    Gestern sprach die New York Times von einem Rennen Papst Bergoglios gegen die Zeit,  um die Kirche endgültig in einen progressistischen Club zu transformieren, wie sie dem Radical-Chic gefällt.
    Um dabei erfolgreich zu sein - müßte er - der NYT zufolge - eine Zahl von Kardinälen kreieren, die in der Lage wären, einen Nachfolger nach seinem Ebenbild zu wählen. Aber die Operation ist dringend. Da genügt das gestrige Konsistorium nicht.
    In Katholischen Kreisen gibt es dagegen das Gefühl, daß dieses Pontifikat in einer Sackgasse gelandet ist, weil der politische Kontext,  in dem es entstanden war (die Präsidentschaft Obama/Clinton), verschwunden ist.


    Das gestrige Konsistorium. das Ende des Hl. Jahres (heute) und der 80. Geburtstag (am 17. Dezember)  sagen, daß es Zeit für eine Bilanz für den Papst ist, die - verdeckt - von den Modernisten, die von einer Revolution träumten,a ls enttäuschend  betrachtet wird und von den Katholiken als Katastrophe (außerdem sprechen die Statistiken von einer Abnahme der religiösen Praxis) 
    Schauen wir auf die verschiedenen Punkte.

    FLOP
    Franziskus´ Jubiläumsjahr war ein Flop, und das nicht nur für die römischen Hoteliers. Das christliche Volk hat es links liegen gelassen oder es ohne Überzeugung gelebt.
    Der Besuch des Papstes in Lund am 31. Oktober zur Erinnerung an den 500. Jahrestag des Luther-Schismas, der als historischer Wendepunkt angekündigt worden war, mit der Perspektive der Interkommunion zwischen Katholiken und Protestanten, hat sich in eine Parade verwandelt, die nicht über die üblichen Absichtserklärungen hinausgingen (mit dem unangenehmen Gefühl einer moralischen Legitimation Luthers bei vielen Katholiken)

    Die Themen, mit denen Bergoglio seit zwei Jahren die Kirche erzittern läßt - also die Eucharistie und die nicht sakramentalen Ehen haben zum Scheitern der beiden Synoden geführt.
    Er hat dann Revanche genommen, indem er eine postsynodale Exhortation schrieb, Amoris Laetitia, die vorgibt, die 2000-jährige Geschichte der Kirche zu verändern, ohne es ausdrücklich zu sagen, indem er die Revolution in der Praxis als "von Fall zu Fall pastoral"  passieren ließ.

    Montag, 21. November 2016

    Jeder wie er's verdient - ein Kirchenspalter wird verramscht

    Den Protestanten bleibt aber auch wirklich nichts erspart:

    Fundstück

    Musik aus der Zeit Karls des Großen. Interessantes Zeugnis unseres kulturellen Erbes und der historischen Entwicklung der (darf man das noch sagen?) abendländischen Musik.
    Gefunden haben wir die Carmina Carolingiana bei:              

              

    Sonntag, 20. November 2016

    ein Fundstück zum Tage, oder was Christkönig mit dem Totensonntag zu tun hat

    In den Messtexten von heute, findet sich am Ende ein Text zum meditieren von Dostojewski. der da lautet:
    (Der Großinquisitor:) „Hättest du Krone und Schwert genommen, so hätten sich dir alle freudig unterworfen. In einer einzigen Hand wäre die Herrschaft über die Leiber und über die Seelen vereint, und das Reich des ewigen Friedens wäre angebrochen. Du hast es versäumt ... Du stiegst nicht herab vom Kreuz, als man dir mit Spott und Hohn zurief: Steig herab vom Kreuz, und wir werden glauben, dass du Gottes Sohn bist. Du stiegst nicht herab, weil du die Menschen nicht durch ein Wunder zu Sklaven machen wolltest, weil dich nach freier und nicht nach einer durch Wunder erzwungenen Liebe verlangte ... (Dostojewski, Die Brüder Karamasoff)
    Ich habe irgendwo gelesen, dass der Dialog, das Buch, so endet, dass der Großinquisitor Jesus einfach wieder zum Tod verurteilen, meint zu müssen, weil, eben wegen der vielen weils in dieser Welt.
    Es ist das große Drama und die große Stärke des Christentums, das Kreuz, das wir einfach nicht verstehen wollen und können, weil es so quer zu allem steht, was wir denken,
    Es ist und bleibt ein Skandalon, den einen ein Ärgernis, den anderen eine Torheit auch und wenn wir schon seit Generationen Christen sind und das Kreuz, damit wir es in seiner ganzen Skandalösität überhaupt ertragen können, in goldene Kirchen, viel Weihrauch, wunderbare Paramente und wundervolle Musik verpacken.

    Interamerikanischer Dissenz und Zaren im Vatican. Und was Erzbischof Chaput zu den Angriffen von Kardinal Farrell sagt.

    Sandro Magister gibt ein vorläufiges (?) Resumee vom Stand der Dinge bei den interamerikanischen Streitigkeiten über Amoris Laetitia und die Leitlinien einzelner US-amerikanischer Diözesen dazu. Zugleich liefert er das beängstigende Bild eines der zu großer kurialer Macht gelangten Höflinge des Pontifex.
    Hier geht´s zum Original bei Settimo Cielo:  klicken

    "DER PAPST SCHWEIGT, ABER SEIN FREUND DER NEU-KARDINAL SPRICHT UND KLAGT AN. ES GIBT KEINEN FRIEDEN ÜBER AMORIS LAETITIA"

    Während in Baltimore die Bischöfe der USA versammelt waren, um ihren neuen Präsidenten und Vizepräsidenten zu wählen (klicken), war Erzbischof Kevin J. Farrell, bis Mitte des  Sommers Titular in Dallas, nicht unter ihnen, sondern in Rom. Aus gutem Grund: wegen seiner gerade erfolgten Nominierung zum Präfekten des neuen vaticanischen Dikasteriums für Laien, Familien und das Leben und der noch neueren Ernennung zum Kardinal.

    Und aus Rom - stark in seiner neuen Rolle und wegen der Nähe zum Papst - hat Farrell es nicht versäumt eine Breitseite abzufeuern, gegen einer seiner repräsentativsten amerikanischen Kollegen, Charles J.Chaput, den Erzbischof von Philadelphia und Präsidenten der Bischofskommission, die in den USA "Amoris Laetitia" zur Anwendung bringen soll.

    Die Breitseite  betraf besonders die kontroverse postsynodale Exhortation, die in den letzten Tagen Objekt eines lautstarken, bis dahin ungehörten Appells von 4 Kardinälen an den Papst war, damit Klarheit bei ihren zweideutigsten und konfliktauslösendsten Passagen geschaffen werde.

    Farrell hat seinen Angriff von den Seiten der offiziellen Agentur der BK der USA, dem Catholic New Service aus geführt - in einem Interview mit dessen Veteranin Cindy Wooden, das dann im von John Allen, Nummer Eins der amerikanischen Vaticanisti, geleiteten Portal Crux unter dem folgenden Titel wiedergegeben wurde:

     "Der neue Familien-Zar des Vaticans stellt Chaputs Leitlinien zu  "Amoris laetitia" in Frage"

    "Ich teile die Meinung von Erzbischof Chaput nicht"  sagte der neue vaticanische Zar für die Familienpastoral "Die Kirche kann nicht die Türen schließen, bevor sie nicht von den Umständen des Leute gehört hat. So macht man das nicht."

    Die Hauptschuld Chaputs - nach Farrell - ist Anfang des Sommers in seiner Diözese Philadelphia Richtlinien veröffentlicht zu haben, die die Öffnungen von Amoris Laetitia verraten, weil sie die wiederverheirateten Geschiedenen nicht zur Kommunion zulassen, außer im Fall, daß sie wie Bruder und Schwester zusammen leben.

    Nach Farrell dagegen müssen "wir Wege suchen, um sie zur vollen Kommunion zu bringen" - den Lehren von Papst Franziskus folgend.

    Außerdem hat Farrell gesagt, daß anstatt daß jeder Bischof in seiner Diözese das tut, was Chaput getan hat, man erst abwarten müsse, daß die gesamten Bischofskonferenzen jeder einzelnen Nation eine gemeinsame Leitlinien beschließen, ohne weitere Teilungen zwischen den Bischöfen.

    Angesichts der Schroffheit des Angriffs - zudem "ad personam"- hat der Catholic News Service Chaput gefragt, ob er antworten wolle und hat dazu  4 schriftliche Fragen geschickt.

    (....)

    Hier folgen die Antworten Chaputs auf die 4 Fragen im Gesamttext.
    Vorher jedoch muß hinzugefügt werden, daß in einem Parallelinterview mit dem progressistischen "National Catholic Reporter" (auch als "the fishwrap" bekannt) Farrell auch sagte, daß er nie verstanden habe, warum Bischöfe und Kardinäle vorgäben, der Papst müsse irgendwelche angeblichen Unklarheiten von Amoris Laeitia klarstellen.

    "Ich denke, daß der Papst schon gesprochen hat" sagte er und bezog sich dabei auf den bekannten Brief, in dem Franziskus die von den argentinischen  Bischöfen der Region  Buenos Aires vorgelegte Exegese die einzig richtige sei, die zugunsten der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen, die "more uxorio" leben, ausfällt

    INTERVIEW. ANTWORTEN  AN DEN DESIGNIERTEN KARDINAL FARRELL

    Charles Chaput

      
    Frage: 
    "Plant Ihr ad-hoc-Komitee eine Konsultation mit der gesamten US-amerikanischen Bischofskonferenz?"

    Antwort: 
    "Die ist schon passiert. Das Komitee hat Gedanken und Erfahrungen der Bischöfe des ganzen Landes gesammelt. Diese Arbeit wurde vor einigen Wochen beendet. Der Bericht des Komitees wurde dann Erzbischof Kurtz als dem Präsidenten der USCCB vorgelegt.
    Kardinal DiNardo, als neuer Präsidenten der Konferenz, wird voraussichtlich weiter so vorgehen, wie er und die Führung der Konferenz es für angemessen halten."

    Frage
    "Warum hielten Sie es für wichtig, in Ihrer Diözese pastorale Leitlinien zu formulieren, die im Juli in Kraft getreten sind?"

    Antwort
    "Weil sowohl das Schlußdokument der Synode als auch Papst Franziskus in Amoris Laetitia die Ortsbischöfe dazu ermutigt haben, das zu tun. Wirklich stellen Sie hier eine ziemlich merkwürdige Frage. Es wäre sinnvoller zu fragen, warum ein Bischof zögert Amoris Laetitia zum Nutzen seiner Leute zu interpretieren und einzuführen? Bei einer so lebenswichtigen Sache wie der sakramentalen Ehe ist Zögern und Zweideutigkeit weder weise noch barmherzig,
    Sie erinnern sich sicher, daß ich 2015 Delegierter bei der Synode war und dann in den permanenten Synoden-Rat gewählt wurde. Ich bin also mit dem Material und seinem Kontext auf eine Weise vertraut, wie es der designierte Kardinal Farrell es möglicherweise nicht ist.

    Amoris Laetitia wurde am 8.April promulgiert. Unsere Richtlinien waren dann am 1. Juni fertig - nach der Konsultation unseres Priester-Rates, des Pastoral-Rates der Erzdiözese, der Weihbischöfe, Fakultäten der Seminare und verschiedener Experten für Liturgie, Kanonisches Recht und Theologie, sowohl Laien als auch Klerus - von denen alle exzellente Vorschläge machten.+
    Wir haben bis zum 1. Juli gewartet, um die endgültige Überarbeitung fertig zu stellen.
    Andere Bischöfe haben ihre eigenen Leitlinien und Antworten- in Übereinstimmung mit den Umständen in ihre Diözesen, die nur sie als Ortsbischöfe aus wirklicher Nähe kennen, formuliert."

    Frage:
    "Der designierte Kardinal Farrell hat CNN gesagt, er glaube, daß  unter der Führung durch Kapitel 8 ein Pastor nicht zu allen wiederverheirateten Geschiedenen sagen kann : ja, empfangt die Kommunion.  Aber ebenso wenig könne er zu allen sagen. nein, es ist nicht möglich, solange ihr nicht wie Bruder und Schwester zusammen lebt. Was ist Ihre Meinung?"

    Antwort:
    "Ich frage mich, ob der designierte Kardinal Farrell die Philadelphia-Richtlinien wirklich gelesen und verstanden hat, die er in Frage zu stellen scheint. Die Richtlinien legen eine klare Betonung auf Barmherzigkeit und Mitgefühl. Das ergibt Sinn, weil die individuellen Umstände oft komplex sind.
    Das Leben ist ein Durcheinander. Aber Barmherzigkeit und Mitgefühl können nicht von der Wahrheit getrennt werden und legitime Tugenden bleiben. Die Kirche kann der Schrift und ihrem eigenen Lehramt nicht widersprechen oder beides umgehen ohne ihre Mission ungültig zu machen.
    Das sollte offensichtlich sein. Die Worte Jesu selbst zur Scheidung sind sehr direkt und radikal."

    Frage:
    "Möchten Sie noch irgendetwas anderes kommentieren?"

    Antwort:
    "Ich denke, daß jeder Bischof in den USA eine spezielle Treue gegenüber Papst Franziskus als Hl.Vater verspürt. Wir leben die Treue indem wir die Arbeit, für die wie geweiht wurden, tun.
    Nach dem kanonischen Recht - gar nicht zu sprechen vom gesunden Menschenverstand - steht die Leitung einer Diözese dem Ortsbischof zu, als Nachfolger der Apostel, nicht einer Konferenz, obwohl Bischofskonferenzen häufig ein wertvolles Forum für Diskussionen anbieten. Als früherer Bischof in Residenz weiß der designierte Kardinal das sicher, was seine Kommentare im Licht brüderlicher Kollegialität umso rätselhafter macht."


    Der Stieglitz

                 

               

    Die Sackgasse des Papstes


    Marco Tosatti macht sich bei Stilum Curiae Gedanken über den Umgang des Pontifex und seiner Entourage mit Kritik und Kritikern.
    Hier geht´s zum Original: klicken

    "DIE SACKGASSE DES PAPSTES DIE DUBIA UND DAS IMPLIZITE GESCHWÄTZ.
    EIN PLAN VON 2014"

    "Erinnern Sie sich noch daran, wie der Pontifex periodisch gegen das Geschwätz wetterte? Vielleicht ist er in diesen Tagen in Gefahr, unbewußt in dieses Verhalten zu geraten; weil mir scheint, daß man durch eine Form des Geschwätzes- ein impliziertes Geschwätz- sowohl  dem als "starr, legalistisch etc etc " bezeichneten Gesprächspartner, der andere Ideen hat als die eigenen, die volle Würde aberkennt und suggeriert, seine Kritik stamme aus psychischen Problemen.
    Oder aus einer verdrehten Form das Leben wahrzunehmen oder den Glauben. Anstatt konkret und auf die gestellten Fragen zu antworten.

    Wer das tut, setzt sich der Gefahr aus, daß die Beschuldigung zurück kommt: kann es nicht sein, daß die psychologischen, humoralen Probleme bei dem sind, der sich auf diese evasive und aggressive Weise benimmt, daß seine Reaktion zugleich ein Zeichen für ein schlechtes Gewissen, der Unmöglichkeit einer Sackgasse zu entkommen, eine saubere und klare Antwort zu geben?

    Der Verdacht auf Majestätsbeleidigung genügt nicht. Die Leichtigkeit, mit der man daran gegangen ist, Fragen der Eucharistie für die wiederverheirateten Geschiedenen, zentrale Punkte des Lebens vieler, anzutasten, löst man nicht auf, indem man Fakten leugnet, wie es eine Auswahl verschiedener Menschen getan haben, leider Gottes auch geweihte.

    Man kann denken, daß bei diesem lange erdachten Plan die Probleme und Reaktionen unterschätzt worden sind;  und daß man den zentralen Wert, dessen, was man antasten wollte, wenig bedacht hat; das ist der Respekt vor der Eucharistie und das ist der "Knoten" der von den Kardinälen ausgedrückten Dubia.

    Außerdem hat es nicht an Anzeichen für Widerstand gegen einen vorgefaßten Plan gefehlt, der vor der ersten Synode begonnen hat.