Dienstag, 21. November 2017

Magister kommentiert die Umgestaltung des vatianischen Staatssekretariates

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über die Umgestaltung des vaticanischen Staatssekretariates durch die Erweiterung um eine dritte Abteilung und die damit verbundenen Ernennungen und kommentiert sie.
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"ICH ORDNE DESHALB DAS FOLGENDE AN"
FRANZISKUS SETZT AUF DIE NUNTIEN EINSCHLIESSLICH DER SCHWARZEN SCHAFE"

"Die Resolution, mit der Papst Franziskus das Vaticanischen Staatssekretariat  mit einer dritten Abteilung ausstattet- auf gleicher Ebene wie die bereits bestehenden beiden- findet sich in einem Brief, den er Mitte Oktober an den Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin schickte.

Hier folgt der Ausführungsplan aus dem Papstbrief:

"In der Überzeugung, daß ich meinerseits denen, die darin dienen, was man "diplomatische Rollen" des Hl. Stuhls nennt, eine weitaus größere Aufmerksamkeit und fleißiger eine menschliche, priesterliche, spirituelle und professionelle Begleitung zusichern muß, sowohl den Teamleitern und den Mitgliedern- als auch jenen, die sich darauf vorbereiten- Studenten der kirchlichen päpstlichen Akademie- ordne ich das Folgende an:

1) Das aktuelle Amt des Delegaten für die Päpstlichen Botschaften muß verstärkt werden, es soll die Dritte Sektion des Staatssekretariates bilden, mit dem Titel "Sektion für Diplomatisches Personal des Hl. Stuhls"

2) Dieses wird dem Staatssekretär berichten, wird vom Delegaten für päpstliche Botschaften geleitet und mit einer angemessenen Zahl von Mitarbeitern ausgestattet werden.

3) Es soll das Ziel haben, die Aufmerksamkeit und Nähe des Papstes und der Mitarbeiter des Staatssekretariates für das Personal im Diplomatischen Dienst zu zeigen. Zu diesem Zweck wird der Delegat für Päpstliche Botschaften die Möglichkeit haben, die Päpstlichen Botschaften auf regulärer Basis zu besuchen- oder immer, wenn es sich als nötig erweist.

4) Es wird sich ausschließlich-wie ein Name sagt- mit allen Fragen und Themen beschäftigen-wie z.B. der Auswahl, der anfänglichen und dauerhaften Ausbildung, den Lebens-und Dienstbedingungen, Förderung, Autorisierung und dem örtlichen Personal  etc.- bezogen auf die Personen, die im diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls arbeiten oder sich darauf vorbereiten.

5) In Ausübung dieser Funktionen wird es sich einer eigenen Autonomie erfreuen und zur gleichen Zeit dafür sorgen, eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Allgemeine Belange (die sich weiterhin mit den allgemeinen Fragen der päsptlichen Botschaften befassen wird) herzustellen.
In diesem Sinn wird der Delegat für die päpstlichen Botschaften zusammen mit dem Substitut für allgemeine Belange und dem Sekretär für Beziehungen zu den Staaten an den wöchentlichen Treffen zur Koordination, dem das Staatssekretär vorsteht, teilnehmen. Er wird auch zu den ad hoc-Ttreffen zur Vorbereitug der Ernennung päpstlicher Repräsentanten teilnehmen und sie leiten. Schließlich wird er zusammen mit dem Präsidenten der kirchlichen Päpstlichen Akademie für die Auswahl und Ausbildung der Kandidaten verantwortlich sein.


Father Blake

denkt auf seinem blog st.marymagdalen über das Gleichnis von den Herrn und seinen drei Dienern
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                                      "DER DRITTE MANN"
"Der dritte Mann oder Diener, der mit dem einen Talent ist einer Überlegung wert. Warum hat er nichts mit diesem einen Talent gemacht, außer es zu vergraben?

Die Antwort ist uns gegeben: "Meister, ich wußte, du bist ein harter Mann, erntest, wo du nicht gesät hast und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; deshalb hatte ich Angst...."
Es ist offensichtlich, daß diese Angst ihn blind gemacht hat, dafür zu erkennen, daß das was der Herr wollte, Profit ist. Es sieht also so aus, als habe er einen Herrn nicht sehr gut gekannt, die beiden anderen Diener kannten ihn offensichtlich besser.
Vielleicht zeigt die Tatsache, daß er das Talent begräbt, während sein Herr weg ist- für eine "lange Zeit" daß er froh ist, ihn aus dem Sinn, Hasu und Leben zu wissen und sein Gedächtnis das Talent zusammen mit den toten Dingen in der Erde vergrub.
Man fragt sich auch, was er tut, während er nicht mit den Geschäften seines Herrn belastet ist, mißhaandelt er eine Mitdiener oder findet vielleicht einen anderen Herrn. dem er dient?

Die Schrift sagt uns "Wahre Liebe schließt die Furcht aus. Weil die Furcht es mit Bestrafung zu tun hat und wer immer fürchtet, ist in der Liebe niht vollendet." (1 Joh. 4, 18)
Wir wissen nichts über die beiden anderen Diener, aber wahrscheinlich kannten sie den Herrn besser als der dritte, vielleicht liebten sie ihn auch, weil sie ihn kannten. "Wir können nicht lieben, was wir nicht kennen," sagt der Hl. Thomas von Aquin.
Der dritte Diener liebt sicher nicht, er hat hauptsächlich Angst, zu ängstlich um den Willen seines Herrn zu erkennen, dennoch weiß er es genau, weil er sagt, daß sein Herr erntet, wo er nicht gesät hat- und sammelt wo er nicht ausgestreut hat.

Jesus sagt: "Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten." Joh. 14, 15. Hier gibt es viele Themen, zu allererst das, daß Liebe uns Einsicht in seine Gebote gibt, dann beweist das durch eure Taten , nicht durch Emotionen oder Gefühl.
Was dem dritten Diener nicht vergeben wird, ist daß er durch seine Ängste gelähmt ist und unfähig über sie hinaus zu sehen oder zu handeln und irgendeine Frucht zu bringen , er ist eher auf sich selbst fixiert als auf seinen Herrn. Er hat sein Leben, sein Haus auf Sand gebaut, auf seine Gefühle und Ängste eher als die felsenhafte Härte der Herren der seine Diener einlädt, dem "harten und engen Pfad zu folgen," 


 

Montag, 20. November 2017

Zum heutigen Tag

Heute stammt die erste Lesung aus dem Buch der Makkabäer und lautet komplett

11. Aus ihnen14 ging ein sündhafter Sprössling hervor, Antiochus der Erlauchte,15 der Sohn des Königs Antiochus, welcher in Rom als Geisel gelebt hatte,, und ward König im hundertsiebenunddreißigsten Jahre der Herrschaft der Griechen.16
12. Zu jener Zeit17 traten in Israel ruchlose Leute18 auf und überredeten viele,19 indem sie sprachen: Auf, lasset uns einen Bund mit den Völkern um uns her20 schließen, denn seitdem wir uns von ihnen abgesondert haben, hat uns viel Unheil betroffen.21
13. Diese Rede gefiel in ihren Augen. 
14. Und einige aus dem Volke entschlossen sich und gingen zum Könige;22 diesen gab er Gewalt,23 die Satzungen der Heiden zu üben.
15. Sie bauten also eine Übungsschule24 in Jerusalem nach dem Brauche der Heiden.
16. Und sie stellten sich die Vorhaut wieder her25 und fielen von dem heiligen Bunde ab, schlossen sich an die Heiden an und verkauften sich dazu,26 Böses zu tun.
17. Als nun Antiochus sich in seiner Herrschaft befestigt sah,27 schickte er sich an, Ägypten derselben zu unterwerfen, um über beide Reiche28 zu gebieten.
18. Deshalb drang er in Ägypten ein29 mit einem mächtigen Heere, mit Wagen und Elefanten und Reitern und einer zahlreihen Menge von Schiffen30
19. und führte gegen Ptolemäus, den König von Ägypten, Krieg. Da geriet Ptolemäus31 in Furcht vor ihm und ergriff die Flucht und zahlreiche Verwundete fielen.
20. Auch nahm Antiochus die festen Städte im Lande Ägypten ein und gewann die Beute des Landes Ägypten.
21. Nachdem er Ägypten geschlagen, kehrte Antiochus heim im hundertdreiundvierzigsten Jahre32 und zog hinauf gegen Israel33
22. und kam nach Jerusalem mit einer starken Heeresmacht.34
23. Und er trat in das Heiligtum mit frechem Übermut und nahm den goldenen Altar weg und den Leuchter des Lichtes und alle Geräte desselben und den Tisch für die Schaubrote, die Becken, die Schalen, die goldenen Mörser, den Vorhang, die Kränze35 und den goldenen Schmuck an der Vorderseite des Tempels und er zerschlug alles.36
24. Auch das Silber und Gold und die kostbaren Gefäße nahm er, ebenso was er an verborgenen Schätzen37fand. Und nachdem er alles genommen hatte,38 zog er fort in sein Land.
25. Auch richtete er Blutvergießen an39 und redete mit großem Hochmute.40
26. Darüber entstand ein großes Wehklagen in Israel, in allen Wohnsitzen desselben.
27. Es jammerten die Fürsten und die Ältesten, die Jungfrauen und die Jünglinge verzagten und die Schönheit der Frauen schwand dahin.
28. Alle Gatten41 erhoben Wehklage und die Neuvermählten saßen weinend in ihrem Brautgemache.
29. Das Land erbebte wegen seiner Bewohner und das ganze Haus Jakob war mit Schmach bedeckt.42
30. Zwei Jahre darnach43 entsandte der König einen Vorsteher der Abgaben44 in die Städte Judas und dieser kam nach Jerusalem mit zahlreicher Mannschaft.
31. Er redete zu ihnen friedliche Worte in trüglicher Gesinnung und sie schenkten ihm Glauben.
32. Doch plötzlich überfiel er die Stadt und brachte ihr eine große Niederlage bei und tötete viel Volk aus Israel.
33. Alsdann plünderte er die Stadt, steckte sie in Brand und zerstörte ihre Häuser und Mauern ringsumher.
34. Die Weiber und Kinder aber führten sie gefangen hinweg und bemächtigten sich des Viehes.
35. Dann befestigten sie die Davidsstadt45 mit einer großen und starken Mauer und festen Türmen und sie ward ihre Burg.
36. In diese legten sie gottloses Volk, ruchlose Leute und befestigten sich fest darin, sie versahen sich mit Waffen und Lebensmitteln und brachten die Beute aus Jerusalem dorthin zusammen
37. zur Aufbewahrung und sie wurden ein großer Fallstrick.46
38. Und dies ward ein Hinterhalt für das Heiligtum und ein schlimmer Widersacher für Israel.47
39. Sie vergossen unschuldig Blut rings um das Heiligtum und entweihten dasselbe.48
40. Da flohen die Bewohner Jerusalems ihretwillen und die Stadt ward eine Behausung von Fremden, so dass sie ihrem Geschlechte fremd ward und ihre Kinder sie verließen.
41. Ihr Heiligtum ward verödet wie eine Wüste, ihre Festtage wurden in Trauer verkehrt, ihre Sabbate in Schmach und ihre Ehre in nichts.49 [Tob 2,6Amos 8,10]
42. So groß wie ihre Herrlichkeit ward jetzt ihre Schmach und ihre Hoheit wurde in Trauer verkehrt.
43. Hierauf erließ der König Antiochus Schreiben an sein ganzes Reich, dass alle ein Volk sein und jeder sein eigenes Gesetz50 verlassen sollte.
44. Da fügten sich alle Völker dem Befehl des Königs Antiochus,
45. auch viele aus Israel unterwarfen sich seinem Frondienst,51 opferten den Götzen und entweihten den Sabbat.
46. Auch sandte der König Schreiben durch Boten nach Jerusalem und in alle Städte von Juda, dass sie die Gesetze derer, welche im Lande fremd waren, befolgen,
47. der Darbringung von Brandopfern, Schlachtopfern und Sühnopfern im Tempel Gottes Einhalt tun
48. und die Feier des Sabbats und der Festtage untersagen sollten.
49. Auch befahl er, das Heiligtum und das heilige Volk Israel52 zu verunreinigen,
50. Altäre, Tempel und Götzenbilder zu errichten und Schweinefleisch und unreine Tiere zu opfern,
51. ihre Söhne unbeschnitten zu lassen53 und ihre Seelen mit allerlei Unreinem und Greuel zu beflecken, so dass sie des Gesetzes vergäßen und alle Satzungen Gottes abänderten.
52. Wer nicht nach dem Befehl des Königs Antiochus tun würde, sollte sterben.
53. Dem allem gemäß sandte er in sein ganzes Reich Schreiben aus und setzte Amtleute über das Volk, welche die Ausführung derselben erzwingen sollten.
54. Diese also befahlen den Städten Judas, Opfer darzubringen.54
55. Da schlossen sich viele vom Volke, die das Gesetz des Herrn verlassen hatten, ihnen55 an und taten Böses im Lande. <b/> 56. Und sie verscheuchten das Volk Israel an abgelegene Orte, in verborgene Zufluchtsstätten.
57. Am fünfzehnten Tage des Monats Kasleu im hundertfünfundvierzigsten Jahre56 aber errichtete der König Antiochus ein greuliches Götzenbild der Verwüstung57 auf dem Altare Gottes und man baute Altäre in allen Städte Judas ringsumher.58
58. Auch vor den Türen der Häuser59 und auf den Straßen brachte man Räucherwerk und Opfer dar
59. und zerriss die Gesetzbücher Gottes und verbrannte sie im Feuer.60
60. Und bei wem immer sich die Bundesbücher des Herrn fanden, und wer das Gesetz des Herrn beobachtete, der wurde dem Befehle des Königs gemäß getötet.
61. Nach Kräften taten jene also an dem Volke Israel, an denen, welche in den Städten sich fanden, Monat für Monat.61
62. Und am fünfundzwanzigsten Tage des Monats opferten sie auf dem Altare, der auf62 dem Altare Gottes stand.
63. Und die Frauen, welche ihre Söhne beschneiden ließen, tötete man nach dem Befehle des Königs Antiochus.
64. Und man hing die Knäblein an ihren Hals in allen ihren Häusern und tötete auch die, welche sie beschnitten hatten.
65. Viele aber von dem Volke Israel beschlossen bei sich, nichts Unreines zu essen und wollten lieber sterben, als sich mit unreinen Speisen verunreinigen.63
66. Sie wollten das heilige Gesetz Gottes nicht verletzen und wurden getötet.
67. Und es erging ein sehr großes Zorngericht über das Volk.64


Die Wut über die gescheiterte Jamaika-Koalition

wird wohl nie in Noten ausgedrückt werden, die über den verlorenen Groschen- wurde das allerdings schon- und zwar von Ludwig v. Beethoven. Gespielt wird das Allegro Vivace dieser Wut von Rudolf Buchbinder.

          

A. Gagliarducci versucht Papst Franziskus durch die lateinamerikanische Brille zu sehen

und das tut er in einer wöchentlichen Kolumne in "Monday in the Vatican".
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"PAPST FRANZISKUS DURCH DIE LATEINAMERIKANISCHE LINSE BETRACHTEN"

"Wie können wir das Handeln von Papst Franziskus interpretieren? Guzman Carriquiry, langzeitiger Freund, der seit den Zeiten des Sel. Paul VI für den Hl. Stuhl gearbeitet hat und bei der Präsentation seines neuesten Buches " Erinnerung, Mut und Hoffnung. Im Licht der 200 Jahre Latein-Amerikas" sprach, hat Papst Franziskus so beschrieben: "Priester, zutiefst Priester; Jesuit und zutiefst Jesuit; Latein-Amerikaner und zutiefst Latein-Amerikaner."
Und dieser letzte Satz, daß er Latein-Aamerikaner ist, ist ein fundamentaler Schlüssel um Papst Franziskus zu interpretieren.

Wenn Papst Franziskus spricht-ist er von Latein-Amerika durchdrungen. Er hat die Vision einer Welt, die nach Erlösung sucht. Aber es ist auch die Vision einer Welt, die Gefühle und Konkreheit braucht.
Das kann man in einem anderen Buch sehen, das kürzlich erschienen ist, einer Sammlung von 4 Interviews mit Papst Franziskus von Hernan Reyes Alcalde.
Das Buch trägt den einfachen Titel : "Latino America" und iim Fokus steht die Beziehung des Papstes zu Latein-Amerika. Was Papst Franziskus wirklich denkt, kann man verstehen, wenn er über sein Heimatland spricht.
Hier die 4 Haupt-Gedanken:

Die Suche nach Erlösung
Zu allererst zeigt Papst Franziskus die Sehnsucht, ein überschattetes Volk zu erlösen, die sich dann in den Willen verwandelt, sie zu erlösen. Methol Ferré -Philosoph und enger Freund des Papstes- sagte, daß es 2005 "noch nicht Zeit für einen lateinamerikanischen Papst war". Daß jetzt die Zeit gekommen ist. Papst Franziskus gibt seinerseits zu. daß es 2005 keine andere Wahl gab als Ratzinger. Aber er behauptet auch, daß jetzt es jetzt Zeit ist, weiter zu blicken.

"Die Kirche" unterstreicht Franziskus im Vorwort "hat keine Erste-oder Zweite-Klasse Regionen. Wenn überhaupt, dann gibt es verschiedene kulturelle Ausdrucksformen.  In einigen Ländern und Ortskirchen scheint sie eine Art Überlegenheitsbewußtsein zu haben. Wenn man jedeoch in der Geschichte zurückblickt, stellt man fest, daß alle Ausdrucksformen Lichter sind."

Diese Worte lassen uns viele Dinge verstehen.
Zuerst: Papst Franziskus´Gründe den örtlichen Gegebenheiten -durch verschiedene Werkzeuge- immer mehr Gewicht zu geben: indem er Dokumente der Bischofskonferenzen in seiner Enzyklika und seinen Dokumenten zitiert; indem er darüber nachdenkt, den Ortskirchen mehr Themen zu übertragen und häufige Synoden einberuft.
Zweitens: Papst Franziskus Rationale dabei ist die Wahl neuer Kardinäle. Die Kardinäle kommen oft aus unbekannten Ecken der Erde, so daß sie die Kirche mit ihren verschiedenen Gesichtspunkten bereichern können.


S. Magister über die Kampagne gegen Kardinal Sarah

Sandro Magister kommentiert bei Settimo Cielo einen Artikel des inoffiziellen Papst-Sprachrohres "La Civiltá Cattolica" gegen Kardinal Sarah und seinen Standpunkt zur Liturgie-Reform und das Motu Proprio "Magnificum Principium" .
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"DAS COMEBACK DER PERIPHERIEN. "LA CIVILTÁ CATTOLICA" WÜTET AUCH GEGEN KARDINAL SARAH." 

"Nach Franziskus´ öffentlicher Rüge an Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Liturgiekongregation, gibt es keinen Zweifel mehr an den wahren Absichten des Papstes bei den Übersetzungen der Texte des Lateinischen Ritus in moderne Sprachen, die er völlig den National-Kirchen übertragen hat, während die Zustimmung des Vaticans auf eine reine Formalität reduziert wurde,

Aber um zu Ungerechtigkeit eine Beleidigung plus Sarkasmus derer, von denen die man im Hintergrund vermutet, hinzuzufügen, meldet sich auf den Punkt "La Civiltá Cattolica" seit langer Zeit das "Sprachrohr" von Santa Marta.

In seiner letzten Ausgabe hat das von Pater Angelo Spadaro geleitete historische Magazin der Jesuiten seinen Leitartikel genau der "Rückerstattung" der vollen Autorität über die Übersetzung der liturgischen Bücher an die nationalen Bischofskonferenzen gewidmet.

Der Civiltá-Cattolica-Artikel behauptet tatsächlich, daß diese Möglichkeit den nationalen Kirchen bereits 1969 durch eine Instruktion übertragen wurde- in der Realität aber  wurde der Brief eines Kardinals mit dem Titel "Comme le prévoit"   bald als für "aus ideologischen Gründen" aufgegeben- mit dem Triumph der Gegner der Liturgie-Reform. Bis Papst Franziskus kam und ihn ins Leben zurückrief und deshalb das comeback der "Peripherien" über den Vaticanischen Zentralismus festzustellen ist.

Ein Zentralismus als dessen letzter Anhänger Kardinal Sarah identifiziert wird, während Franziskus "sich selbst gezwungen sah, zu intervenieren", um dessen Ansprüche zu neutralisieren.

Natürlich kann diese These von La Civiltá Cattolica Papst Franziskus selbst zuerkannt werden, wenn man die extrem engen Verbindung zwischen beiden in Betracht zieht. Und sie ist ein integraler Teil seines umfassenden Planes die Kirche sich von monolithisch zu föderal entwickeln zu lassen, in der jeder Nationalkirche extensive Autonomie gewährt wird "einschließlich eigener doktrinaler Autorität" ("Evangelii Gaudium"32)

Autor des Artikels ist der Jesuit Cesare Giraudo, 76, und emeritierter Professor für Loiturgie und Theologie am Päsptlichen Orient-Institut in Rom.

Im Folgenden die entscheidenden Passagen seines Artikels:

              "MAGNUM PRINCIPIUM" UND LITURGISCHE INKULTURATION
von Cesare Giraudo, S.J.

" Das ist in der Tat ein "großes Prinzip", das die Konstitution "Sacrosanctum Concilium" des II. Vaticanischen Konzils in Artikel 36 verkündete, den einzelnen liturgischen Versammlungen das Recht zuzugestehen, mit Gott in ihrer eigenen Sprache zu sprechen. [...]

Mit der Schaffung von "Consilium ad exsequendam Constitutionem de sacra Liturgia! von Paul VI mit dem Motu Proprio "Sacram Liturgiam" am 25. Januar 1964 eingeführt, trat die liturgische Reform in Kraft und betrat einen Weg der durch die ersten großen Instruktionen gekennzeichnet wurde:
"Inter oecumenici" (1964), "Tres abhinc annos" (1967) "Comme le prévoit" (1969) und "Liturgiae instaurationes" (1970)
Auch wenn später aus ideologischen Gründen, die Instruktion "Comme le prévoit" - der Brief von Kardinal Lercaro an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen für die Übersetzung liturgischer Texte, nicht zu den den großen Instruktionen gezählt, aber sie war es und muß so verstanden werden .[...]


Sonntag, 19. November 2017

Satire am Abend....



            

In einem Bächlein helle....

Mehr aus dem Europäischen Kulturerbe.... schon wieder aus Wien....aber mit internationaler Besetzung- auch in memoriam Jacqueline Du Pré.

          

Eine wichtige und interessante Frage

hat sich "aleteia.org." gestellt: "Warum hat Jesus Christus das Schweißtuch, das auf seinem Gesicht gelegen hatte, nach der Auferstehung zusammen gefaltet? Und zitiert dabei aus dem Buch "Histórias e parábolas a familia" von Pater Chrystian Shankar.
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"WARUM HAT JESUS DAS SCHWEISSTUCH ZUSAMMEN GEFALTET, DAS SEIN GESCIHT IM GRAB BEDECKTE?"

Eine jüdische Tradition jener Zeit enthüllt uns eine wichtige Botschaft, die diese scheinbar unwichtige Geste darstellt.

Der Artikel weist dann auf das Johannes-Evangelium, Kapitel 20 hin, in dem von einem Schweißtuch gesprochen wird, das das Gesicht Jesu bedeckte, als er am Nachmitag des Karfreitags begraben wurde und daß nach der Auferstehung -als das Grab leer gefunden wurde- dieses Schweißtuch nicht auf dem Boden gefunden wurde, wie die BInden, in die sein Körper gehüllt war, sondern zusammengefaltet an einem "besonderen Ort".
Das Johannes-Evangelium hat der Erzählung vom Auffinden des sorgfältig zusammengefalteten Schweißtuchs einen ganzen Vers gewidmet.

Warum hat Jesus das Tuch, das seinen Kopf im Grab bedeckte nach seiner Auferstehung zusammengefaltet? 

"Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala in aller Frühe, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, daß der Stein vom Grab weggenommen war. Da kam sie zu Simon Petrus gelaufen und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebte und sagte zu ihnen: "Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat."
Da machten sich Petrus und der andere Jünger auf und gingen zum Grab. Die beiden liefen miteinander, aber der andere Jünger war schneller als Petrus und kam zuerst zum Grab. Er beugte sich von und und sah die Leinenbinden daliegen und das Schweißtuch, das seinen Kopf bedeckt hatte, aber es lag zusammengefaltet an einer besonderen Stelle."

Der Autor des Artikels fragt dann: "Ist das wichtig? und beantwortet seine Frage sogleich mit Ja.
Warum? 
Er erklärt dazu: "um die Bedeutung des Schweißtuchs verstehen zu können, müssen wir ein bißchen die jüdischen Traditionen jener Zeit kennen."

Das gefaltete Schweißtuch hat mit einer täglichen Aktion zwischen Herrn und Diener hin- eine Dynamik, die jedes jüdische Kind gut kannte. Wenn der Diener den Tisch vorbereitete, damit der Herr essen könne, versuchte er, es genau so zu machen, wie der Herr es wünschte,

Wenn der  Tisch vorbereitet war, blieb der Diener und wartete außerhalb des Blickfelds seines Herrn, bis der mit dem Essen fertig war. Der Herr stand dann auf, säuberte seine Hände, den Mund und den Bart, legte die Serviette weg und ließ sie auf dem Tisch liegen. Die zusammengeknüllte Serviette bedeutete: "ich bin fertig".

Wenn der Herr sich erhob und die Serviette zusammengefaltet neben dem Teller liegen ließ, hätte der Diener es nicht gewagt, den Tisch anzufassen, weil das gefaltete Tuch bedeutete: "Ich komme zurück!"


Quelle: aleteia


Konfusion

Father R. Blake spricht Klartext zur Gender-Ideologie.
Hier geht´s zum Original: klicken


                                "KONFUSION" 


"Einem Gemeindemitglied, Sozialarbeiterin, wurde mitgeteilt, sie sei eine "Heuchlerin" und eine Menge andere unerfreuliche Dinge, weil sie sich weigert, die Gender-Politik ihrer Abteilung zu übernehmen. Sie hat es hauptsächlich mit verwirrten jungen Leuten zu tun, die sich schneiden oder magersüchtig oder selbstmordgefährdet sind. Oft drogen- oder alkoholsüchtig und aggressiv gegenüber anderen, in jüngster Zeit ist zu dieser Mischung noch die Verwirrung über die Gender-Identität hinzu gekommen.

Ihre Beschreibung der meisten jener, mit denen sie es zu tun hat, läßt vermuten, daß Gender-Identität nur eine der vielen Verwirrungen ist, mit denen diese jungen Leute es zu tun haben. 
Viele von ihnen scheinen aus Familien ohne Vater zu kommen, in denen die Mutter eine Reihe von "Partnern" hat und unsicher ist über ihre Rolle, wo die Familie durch verschiedene Formen von Pornographie sexualisiert ist und die Kinder durch das Tun rund um sie früh-sexulisiert sind.

Gender-Verwirrung scheint dann aufzutreten, wenn es auf vielen Ebenen Verwirrung gibt.
Den Verwirrten bleibt es überlassen, zu fragen, wer sie sind, wohin sie passen. Gender-Verwirrung scheint nur das Symptom einer allgemeinen Verwirrung zu sein, die damit endet, Beziehungen zu zerreißen und schließlich die eigene Identität als Person zu hinterfragen.

In der Religion geht es um Identität; unsere Fähigkeit zu verstehen, was wir mit "ich bin" meinen...."
Es geht darum, den eigenen Platz im Universum, in der Geschichte in Beziehung zu Gott und anderen zu kennen.

Die gegenwärtige Verwirrung in der Kirche- besonders unter den Bischöfen- ist nicht ohne Beziehung zur Gender-Konfusion, es geht darum, aus dem Blick verloren zu haben, wer Gott selbst ist.
Verwirrung besonders darüber, was richtig oder falsch ist, gut und böse, kommt immer vom Teufel, wie die Verwirrung darüber, wer Jesus Christus ist."

Quelle: st.marymagdalenblog, Fr.R.Blake 

Fundstück

zur Verleihung des Ratzinger-Preises an zwei Theologen, einen katholischen, Prof. K.H.Menke, einen evangelischen, Theodor Dieter und einen estnischen Musiker, Arvo Pärt hat Radio Vatican Theodor Dieter interviewt.
Hier geht´s zum Fundstück:  klicken

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview, das Mario Galgano für RV geführt hat:

"RV: 
"Am Freitagmorgen haben Sie den emeritierten Papst getroffen. Wie geht es ihm?"

Dieter: 
„Ich bin beeindruckt von der geistigen Wachheit, Heiterkeit und Freundlichkeit, mit der Papst emeritus Benedikt uns begegnet ist. Er hat sich für viele Dinge interessiert und mit einer Leichtigkeit über die verschiedensten Fragen gesprochen, mit einem unglaublich lebendigen Gedächtnis. Er hat sich an Kollegen aus der Tübinger Zeit vor 50 Jahren erinnert. Wir haben über verschiedene theologische Fragen gesprochen, daneben haben wir auch über die Musik von Arvo Pärt geredet. Es war ein weites Spektrum von Themen, die Gegenstand unseres Gesprächs waren.“

Quelle: http://de.radiovaticana.va, Mario Galgano

Samstag, 18. November 2017

Es wird wieder mal Zeit, einen Blick auf das europäische Kulturerbe zu werfen und damit denjenigen Integrationsbeauftragten u.a. die es "nicht erkennen können" dabei behilflich zu sein, es wahrzunehmen: Ludwig van Beethovens Chorphantasie
Leonard Bernstein dirigiert die Wiener Philharmoniker (ob es die wohl gäbe, wäre es 1683 vor Wien anders ausgegangen?) am Klavier sitzt Homero Francesch und es singt der Wiener Jeunesse-Chor.
       
           

A. Gnocchi kommentiert den aktuellen Kampf um Rom

Alessandro Gnocchi, von dem wir lange nichts gehört haben, hat bei ricossacristiana  wieder in den aktuellen "Kampf um Rom" eingegriffen und beschreibt den als eine Art Seifenoper unter der Regie des Casa Santa Marta. Vielleicht tut er dabei den beiden Kardinälen Unrecht (hoffentlich!), aber ansonsten hat seine Beschreibung der Szenerie was.
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"Von jetzt an ist der Plot der Casa Bergoglio konsolidiert, aber der naive Konservative schluckt alles, was von Chiesa 2.0 TV kommt."

"Im Hause Bergoglio geht alles nach Skript. Jeder Interpret rezitiert seine Rolle mit Sachverstand und Professionalität, besonders die, die die hassenswerte Rolle des Oppositionellen hatten. In der letzten Folge hatte Kardinal Müller eine gelehrte Einleitung zur von Buttiglione verfaßten Laudatio auf Amoris Laetitia geschrieben, in der er erklärt, daß die vom Hausherrn gelehrten Doktrinen "in Kontinuität mit dem immerwährenden Lehramt und der Offenbarung gelesen werden können und müssen". Dann hat er ein Interview gegeben mit unterstützenden Elementen aus der fraglichen Einleitung, in der er seine Opposition gegen alle möglichen und vorstellbaren moralischen Irrtümer zurücknimmt.
Der naive konservative Höfling, der alles schluckt, was auf Chiesa 2.0 TV gesendet wird, hat das für eine zweifelhafte Selbstkorrektur gehalten und sich ermutigt gefühlt. Aber wie üblich, hat er nichts verstanden, aber der emeritierte Präfekt der Kongregation für eine noch emiritiertere Glaubensdoktrin, daß wenn es gegen Gott geht, das in Harmonie mit der Lehre Gottes gelesen werden muß. Mehr noch als eine Rücknahme, scheint das ein Rückzug eines Panzerfahrers zu sein, der sicher sein will, daß er mit seinem Panzer alles zu Brei reduziert hat, was er darunter gelegt hatte.

Selbst die gerade laufende Episode sieht die Opposition am Werk, weil eine Geschichte, die dieses Namens würdig ist, braucht einen Antagonisten, der als Protagonist dient. Dieses mal kommt Kardinal Burke diese Rolle zu, der in einem Interview, das gleichzeitig in LaNuova Bussola Quotidiana, Settimo Cielo, dem National Catholi Register und auf Französisch in L´Homme Neouveau veröffentlicht wurde, versucht zu verstehen, was ein Jahr nach ihrer Veröffentlichung aus den schmerzhaften Dubia zu Amoris Laetitia geworden ist.
Und er sagte:

"Die Sorge war eher und ist es immer noch, mit Präzision festzulegen, was der Papst als Nachfolger Petri lehren will. So haben wir unsere Fragen nur gestellt, weil wir das Petrusamt anerkennen, das der Papst von Herrn empfangen hat, um seine Brüder im Glauben zu stärken. Das Lehramt ist ein Geschenk Gottes an die Kirche, um Klarheit in den Dingen zu schaffen, die das Glaubenserbe betreffen. Äußerungen, denen diese Klarheit fehlt, können naturgemäß nicht als Ausdruck des Lehramtes bezeichnet werden."

Kleine Nachlese oder Ende einer Gedenkveranstaltung

Wir haben berichtet: klicken

In seiner wöchentlichen Kolumne "Bestiarium" kommentiert Marco Tosatti die Folgen einer Gedenkveranstaltung an Kardinal Caffarra und den Hl. Johannes Paul II, die jetzt das italienische Parlament beschäftigen.
Hier geht´s zum Original : klicken

"DER FALL DES LKWs MIT DEM FOTO KARD. CAFFARRAS IM ITALIENISCHEN PARLAMENT"
"Leben, Werte und Menschen, die unzweideutig für sie kämpfen, sind immer Thema, und wir nehmen mit Genugtuung eine Nachricht zur Kenntnis, die wir hier wiedergeben:

"DIE GEDANKEN-&-DEMONSTRATIONSFREIHEIT IN ITALIEN. DIE EREIGNISSE RUND UM DEN ZENSIERTEN PLAKAT-LKW ZUM GEDENKEN AN CAFFARRA UND DAS VERHÖR TONI BRANDIS LANDEN IM PARLAMENT."
Weil sie -auf legitime und legale Weise- in einer Hommage an Kardinal Caffara -gemeinsam mit Johannes Paul II, den Ideengeber und Gründer der Päpstlichen Akademie für das Leben- erinnern wollte, hat die Vereinigung "ProVita Onlus" in Rom die ungerechtfertigte Einmischung der Staatspolizei erlebt: der Transporter wurde für zwei Stunden blockiert und Präsident Toni Brandi 45 Minuten lang im Polizeikommissariat im Borgo verhört.

Diese schwerwiegende Einschränkung der Meinungs-und Demonstrationsfreiheit wird Minister Minniti im ital. Parlament gegenüber den Parlamentariern Centinaio. Fedriga, Meloni. Malan, Pagani und Roccella rechtfertigen müssen, die eine schriftliche Anfrage zu diesen Vorgängen eingereicht haben.

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti
p.s. in dieser Ausgabe des "Bestiariums" macht sich M.Tosatti außerdem über die ungewöhnlichen und masiven Sicherheitsvorkehrungen der Sala Stampa des Vaticans anläßlich der bevorstehenden Präsentation des Buches "Die Sedisvacantisten" von Francesco A. Grana lustig und fragt:
"Was befürchten sie? Ein Kommando von Sedivakantisten, die "der Papst ist nicht der Papst" brüllen, die Rednerbank umstürzen und sich sehr schlecht benehmen...?"
Wer weiß!?


Hat es funktioniert?

Das ist die Frage, auf die es nach Fr. Blake manchmal nicht nur in der Politik sondern auch in der Kirche ankommt. Er stellt sie angesichts der Priesterzahlen und Berufungen in Relation zur Zulassung des Alten Ritus.
Hier geht´s zum Original bei st.marymagdalenblog:  klicken

"HAT ES FUNKTIONIERT?" DIE FRAGE DIE WIR NICHT ZU STELLEN WAGEN"

"Dieser hundertste Jahrestag der Sowjet-Revolution ist es wert, darüber nachzudenken, daß das Russische Volk wirklich die Frage gestellt hat: "Hat es funtkioniert?"  Das ist die Frage, die ein funktionierendes Unternehmen regelmäßig stellt, und ich vermute, daß Eltern diese Frage auch in einer gesunden Familie stellen. Es sollte auch die fundamentale Frage des spirituellen Lebens sein.

Fünfzig Jahre nach der Implementierung der liturgischen Veränderungen ist es auch die Frage, die die Kirche sich stellen sollte, jedes Unternehmen hätte sein Produkt getestet bevor es seine Marke verändert. Ich vermute, daß Summorum Pontificum Benedikts Weg war, das rückblickend zu tun.

Die liturgischen Reformen des II:Vaticanischen Konzils wurden überall en masse eingeführt und innerhalb weniger Jahre nach dem Konzil- ungleich der von Pius V schrittweise eingeführten Reformen, bei der die alten Bücher nach und nach ersetzt wurden- aber sogar dann- als nur der Römische Ritus in Gebrauch war, benutzten die Mailänder, Lyoner, Dominikaner, Karthäuser weiterhin ihren eigenen Ritus und handelten als eine Art Qualitätskontrolle oder Referenzpunkt mit dem reformierten Römischen Ritus.

Es gibt zwei Ebenen bei denen "hat es funktioniert?" gefragt werden sollte, das erste ist die Liturgische Reform, das zweite ist der moderne Gebrauch des päpstlichen "fiat" das sie eingeführt hat, in einem präzedenzlosen Gebrauch der päpstlichen Macht. Diese zweite handhabt Papst Franziskus sehr effektiv, indem er selbst die Konservativsten dazu zwingt, bzgl. des modernen Gebrauchs der päpstlichen Macht zu fragen: "hat es funktioniert?" 
Halbwegs denke ich, daß das ein vorsätzliche Politik ist- eine reductio ad absurdum, die der Papst mit Verbündeten wie Pater Spadaro und Dr. Ivereigh und anderen Cheeerleadern macht. Sind sie Mitarbeiter, die heroisch ihre Karrieren in einem kommenden Papsttum opfern? Wagt jemand zu suggerieren, daß Magnum Principium wirklich eine Rückkehr der Kirche zu lokalen Riten und Gebräuchen, die sich gegenseitig bereichern, sein könnte? Ich denke nicht, aber es ist eine Möglichkeit. Der Ritus des Ordinariates scheint diese Wirkung zu haben, wenn er zelebriert wird.

Augenscheinlich  wird eine große Zahl von Französischen Seminaren geschlossen, ebenso wie eine ganze Anzahl alter Klöster und praktisch jedes Kloster ist ein Altersheim geworden. Ich bin nicht sicher, welche Zahlen wir dieses Jahr haben werden, aber letztes Jahr hatten wir nur 3 Seminaristen. Als ich im Seminar war, gab es in dieser Stadt Brighton fast 30 Priester, nach 17 Jahren - 2030- können wir glücklich sein, wenn wir 2 haben, die unter 65 Jahre alt sind, und sie werden vorzeitig wegen Erschöpfung sterben. 

Die Sache ist die, daß es nicht an Berufungen fehlt, aus meiner kleinen Gemeinde haben wor drei Männer, zwei bereiten sich auf das Priestertum vor und einer ist in einem eher strengen kontemplativen Kloster, aber sie waren sehr für den Alten Ritus engagiert und sind in Gemeinschaften außeralb der Diözese gegangen. 
Es ist nicht einmal das Fehlen kontemplativer Geweihter, es gibt neuen Klöster, die auf den Kanalinseln und in der Diözese von Lancaster gegründet wurden, aber auch dort werden die Schwestern nach dem Alten Ritus zelebrieren. Das einzige blühende Kloster-ohne Skandal- in Italien - in Norcia-gehört (trotz bischöflichen Widerstands) zum Alten Ritus.
Das selbe in in Frankreich, wo ein Viertel der in diesem Jahr ordinierten Priester dem Alten Ritus anhängen und wo das klösterliche Leben zurückgeht, aber die Klöster nach dem Alten Ritus wie Fontgombault aktuelle neue Gründungen machen.
Ich bin durchaus willens, zu akzeptieren, daß es nicht der Ritus selbst ist, sondern die Theologie  die zu diesem Ritus gehört, oder der "kirchlichen Erfahrung", die mit ihm einher geht.
Auf praktischer Ebene scheint der Alte Ritus zu funktionieren.

Warum sind wir unfähig zu fragen: "Hat es funktioniert?" - wahrscheinlich wegen der ideologischen Verbindung- ziemlich ähnlich wie im Politbüro der Sowjet-Union, das es sich selbst nicht erlaubt Tatsachen zu hinterfragen, bis lange nachdem es hzusammengebrochen ist.

Quelle: st.marymagdalenblog, Fr. R. Blake